YouTube will 4K (UHD) mit neuem VP9 Codec streamen, viele Partner an Bord

Ein neuer Video-Codec von Google soll 4K-Streaming in angemessener Qualität ermöglichen und gleichzeitig das Buffering von YouTubes HD-Inhalten abschaffen. YouTube wird den neuen VP9-Codec zusammen mit zahlreichen Hardware-Partnern auf der CES 2014 in Las Vegas präsentieren. Der Codec wurde als Alternative zum H.265 Codec entwickelt, erhebt aber nicht den Anspruch, eine alleinige Daseinsberechtigung zu haben. Bereits 2010 führte Google den VP8-Codec ein und wollte diesen zum Standard für Streaming machen – aufgrund fehlender Hardware-Unterstützung und harter Konkurrenz jedoch erfolglos.

YouTube

An Hardware-Partnern soll es diesmal nicht scheitern. 19 Partner konnte Google ins Boot holen, darunter Branchengrößen wie Panasonic, LG, Sony, Samsung, Sharp und Toshiba. Aber auch Chiphersteller wie Broadcom, ARM, Intel und Marvell sind an Bord.

YouTubes Francisco Varela sieht erklärte in einem Interview, dass es keinen Krieg der Codecs geben wird. Es soll keine entweder/oder-Entscheidung sein. Er erklärt, dass dies erst die erste Ankünding von YouTube zu 4K ist, theoretisch wäre es also möglich, dass YouTube auch den H.265-Codec unterstützt. Varela erklärt, dass durch den neuen Codec auch HD-Inhalte effizienter gestreamt werden können, was wiederum das Buffering bis 2015 verschweinden lassen könnte: „By 2015, you’ll be surprised every time you see that spinning wheel.

VP9 Hardware Decoding wird laut Varela zuerst in PCs und Mobilgeräten seinen Einsatz finden. Erste TV Geräte, die den Codec unterstützen sollen 2015 ausgeliefert werden. Das würde nicht nur YouTube helfen, sondern dem gesamten Ökosystem Videostreaming effizienter machen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. “By 2015, you’ll be surprised every time you see that spinning wheel.”
    Also bei meiner Internetleitung bin ich jedes mal überrascht, wenn ich das Ding nicht sehe. Und wenn ich nicht vorher umziehe wird sich das auch bis dahin nicht geändert haben…

  2. Interessant ist der Vergleich zwischen VP9 und H.265. Google gibt an, dass VP9 ungefähr 1% schlechter sei…

    Es gibt hierzu eine Studie / ein PDF, die da ganz klare Nachteile bei VP9 sieht….

    http://iphome.hhi.de/marpe/download/Performance_HEVC_VP9_X264_PCS_2013_preprint.pdf

    Ich bin ja mal gespannt, welcher Codec das Rennen gewinnt.

  3. Florian Bongert says:

    Wenn Google schnell genug ist sehe ich gute Chancen für VP9, weil dafür keine Lizenzgebühren anfallen. Die 1% werden nicht so sehr ins Gewicht fallen.

  4. danke martin! wenn der test nach aktuellen version noch uptodate ist, dann ist VP9 ja ein witz :D. 8% höhere bitrate als H264 bei gleicher qualität und 100mal (!!!) höhere codierungzeiten. lächerlich.

  5. Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast… Natürlich hat das hhi großes Interesse daran VP9 schlecht dastehen zu lassen – als einer der Hauptenzwickler vom h264-avc und h265 codec.

  6. Wie wichtig ist denn die richtige Hardware am PC? Kann ich Youtube in 4k mit alter Hardware schauen, wenn ich den aktuellen Chrome-Browser habe?

  7. Rainer Zufall says:

    Der Codec steht und fällt mit einem extrem guten, offenen Encoder, der ständig weiterentwickelt wird. H.264/MPEG-4 AVC hätte ohne X264 sicherlich nie diese Verbreitung erlangt, vor allem weil X264 sämtliche komerziellen Encoder in den Schatten stellt:
    http://www.compression.ru/video/codec_comparison/h264_2012/
    Dazu kommt dann noch die Hardware-Verbreitung, gefolgt von der benötigten Prozessorleistung zum Decodieren und ggf. Encodieren, was beispielsweise bei zukünftigen Smartphone-Kameras relevant sein dürfte.
    Ich glaube ohnehin ich nicht, dass hier die nächsten ein, zwei Jahre großartig Bewegung in die Angelegenheit kommt. H.264/MPEG-4 AVC ist einfach viel zu weit verbreitet und insbesondere durch die Hardware-Unterstützung auf allen möglichen Geräten von TV bis Smartphone überhaupt erst lauffähig, zumindest bei maximaler Auflösung. Sowohl H.265 und VP9 benötigen deutlich mehr Leistung zum Encodieren und Decodieren und wird daher allenfalls in die Top-Modelle der kommenden ARM-Prozessoren implementiert werden. Gleichzeitig steht sowohl stationär als auch mobil immer mehr Traffic zur Verfügung.
    Die momentane Leistungsfähigkeit von H.265 ist zwar recht ordentlich, aber trotzdem bleibt abzuwarten, ob dieser Umstand den Nachteil der deutlich höheren benötigten Prozessorleistung kompensieren kann:
    http://www.extremetech.com/computing/162027-h-265-benchmarked-does-the-next-generation-video-codec-live-up-to-expectations
    Wieso die ganzen Privatnutzer insbesondere in Verbindung mit Google immer für VP9 sind verstehe ich jedenfalls nicht. Soll Google eben Lizenzgebühren zahlen. Bei den kostenpflichtigen Streaming-Portalen sowie bei zukünftigen Datenträgern dürften die Lizenzkosten derart gering ausfallen, dass der Privatnutzer davon nicht betroffen sein dürfte.

  8. solange die es nicht inne birne kriegen dass wir armen seelen in deutschland in der 3. welt beim thema internet leben, lonage können die sich ihr 4k streamen in die mäse stecken. ich will auf pause drücken können und dann das fertig geladene video ansehen. ständig dieses stottergegucke geht mit aufn keks.

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