YouTube möchte Filme und Serien für YouTube Red lizenzieren

artikel_youtubeSeit noch gar nicht so langer Zeit bietet Google mit YouTube Red eine werbefreies Abo-Modell, das auch Vorzüge wie Hintergrundwiedergabe oder das Abspeichern von Inhalten mit sich bringt. Ob diese Vorzüge ausreichen, damit die Nutzer 10 Dollar pro Monat zahlen? Da ist sich wohl nicht einmal Google sicher und möchte für mehr Attraktivität des eigenen Angebots sorgen. Und zwar mit Filmen und Serien. Das Wall Street Journal berichtet, dass Vertreter von YouTube mit Hollywood Studios und anderen Produktionsfirmen in Gesprächen sei, es aber nicht bekannt ist, in welchem Umfang YouTube Inhalte lizenzieren möchte.

Überraschend ist dieser Schritt eigentlich nicht, immerhin möchte YouTube – bisher größtes Videonetzwerk – auch weiterhin Nutzer anziehen, diese nicht an Streaminganbieter wie Netflix oder Amazon abtreten. Diese bieten zum gleichen Preis von YouTube Red immerhin ein „richtiges“ Angebot, keinen von Nutzern erstellten Content. Die beiden setzen zwar auch auf Eigenproduktionen, lizenzieren aber natürlich auch jede Menge Inhalte, die sie dem Kunden dann zum Pauschalpreis anbieten.

youtube red

Die Gespräche zwischen YouTube und den Produzenten sollen sich noch in einer sehr frühen Phase befinden. YouTube soll zudem nur an neuen Inhalten interessiert sein, die dann exklusiv bei YouTube Red oder auch gleichzeitig auf traditionellem Weg (lineares TV, DVDs, Kino) vertrieben werden können. Mehr Konkurrenz bei den Lizenzen könnte allerdings auch dafür sorgen, dass die Preise steigen. Hier hat YouTube mit Google / Alphabet im Rücken wenig zu befürchten, interessant wird dies aber für die Konkurrenz, die nur die zahlende Kundschaft, nicht aber die Werbeeinnahmen hat (wie sie zum Beispiel bei YouTube generiert werden).

Interessant wird auch sein, wie sich YouTube insgesamt verhält, wenn Inhalte lizenziert werden. Netflix hat beispielsweise zum Ziel, in so vielen Ländern wie nur möglich vertreten zu sein, von YouTube kennt man ja, dass Neuerungen immer erst einmal in den USA ausprobiert werden, bevor sie eventuell einmal über die Landesgrenzen hinaus angeboten werden. Hier könnte noch eine große Chance für die Konkurrenz stecken.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. Durch Google Play Music flat zusätzlich inklusive finde ich das Angebot gar nicht mehr so schlecht…. Sollte man nicht vergessen, wenn man monatlich seine 10€ an Spotify zahlt

  2. Amazon wird das bessere Film Angebot haben und eine kleine Music Flat…
    Bei Youtube/Google wirds andersrum sein…

    Netflix hat das Nachsehen wenn sie sich nich mit Spotify für 16-20 Euro zusammentun… Wobei 49 Euro im Jahr im Vergleich zu diesen min 192 Euro wirklich das Nachsehn sind

    Ich zumindest werde jetzt zum Jahresende wohl Google verlassen wenn die nich bald ankündigen auch zu uns zu kommen… Dann wohl Deezer oder Aldi Music

    Hat da wer Erfahrung mit dem Wechsel?

  3. Der Kran fragt fachkränisch nach und wundert sich nach der Logik des Herrn Woods, ob dann nicht auch Burger King und McDonalds sich zusammentun sollten? Oder alle chinesischen Restaurants der Erde? Das klingt nach einem vorzüglichen Plan!

  4. Im Endeffekt wird es so sein, dass Google und Amazon mit dem günstigen Kombi-Angebot für Musik + Videos die große Masse erreichen werden.

    Diejenigen, die im jeweiligen Bereich mit 90% nicht zufrieden sind und lieber 100% haben wollen, nehmen halt Spotify bzw. Netflix.

    Daneben wird kaum Platz für irgendwelche andere relevante Anbieter bleiben, mit Ausnahmen vom Fallobst, das sein Angebot wohl durch Quersubventionierung am Leben erhalten wird.

  5. @Kran schlechtes Beispiel… ich bin ja auch für die Fusion von Twitter mit Google(+) oder Facebook Status… Wenn eine kleine Dessertfirma von Mc Donalds aufgekauft wird (um in deiner Metapher zu bleiben ) kann es dieser helfen

    Ich geh davon aus das Apple noch AppleTV nächstes Jahr mit eigenen Services vollpumpt und vl. sogar diesen auch wieder auf Android bringt

    Und Spotify hat längst nich mehr die meisten Titel oder?!?
    Ach ja: Sollten Musikstreamer ebenso eigene Künstler fördern zb als Hörspiele oder so wie halt Netflix und Amazon Prime?

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