YIO Remote Two: Potenzieller Harmony-Erbe mit Kickstarter-Kampagne

Logitech hat mit den Harmonie-Fernbedienungen einen Platzhirsch vom Markt genommen. Einen möglichen Ersatz für eine Universalfernbedienung möchte man seitens YIO mit der Remote Two stellen. Seitens Neeo und Co. versuchte man sich daran bekanntlich auch bereits. Die Remote Two erlaubt unter anderem das Ansteuern von Smart-Home-Geräten und arbeitet vollständig lokal. Zudem setzt man seitens des Herstellers auf offene Schnittstellen.

Hierfür setzt die Fernbedienung auf Wi-Fi, Bluetooth sowie Infrarot, um diverse Geräte im (smarten) Zuhause zu steuern. Erstgenannte Funkprotokolle sind im Ladedock der Fernbedienung integriert. Für Infrarot-Geräte bringt man eine Datenbank mit. Das Dock ist zudem in der Lage, Infrarot-Befehle von anderen Fernbedienungen anzulernen.

Die YIO Remote Two kommt in einem Alumimum-Gehäuse. Auf der Front hat man ein 3,2 Zoll (ca. 8 cm) großes OLED-Panel verbaut. Ein Ambient Sensor steuert die Hintergrundbeleuchtung sowie die Helligkeit des Displays. Der 2.300 mAh große Akku der 184 Gramm schweren Fernbedienung ist wiederaufladbar sowie auswechselbar. Zudem bietet man haptisches Feedback

Dank der lokalen Verwendung der Daten braucht man keine Angst zu haben, dass die Funktionen flöten gehen, falls der Hersteller scheitert. Hierfür setzt man auf eine offene API für Fernbedienung und Ladedock. Jene erlaubt auch eigene Integrationen oder Verzahnungen mit Smart-Home-Systemen. Hierbei lassen sich diverse Geräte in Szenen kombinieren. So ist es beispielsweise möglich, dass das Licht abgeschaltet wird, wenn der Fernseher eingeschaltet wird.

Eine Verzahnung möchte man übrigens mit zahlreichen Plattformen anbieten: darunter Home Assistant, OpenHAB, ioBroker, Homey Pro sowie den Tradfri Hub von Ikea, HomeKit und künftig Matter. In Sachen Smart-Home und Streaming-Diensten möchte man unter anderem mit Sonos, Spotify, Plex, der Nvidia Shield sowie Apple TV und Fire TV zusammenarbeiten.

Nette Geschichte: Remote Two erlaubt das Anlegen von Profilen für diverse Haushaltsmitglieder. Außerdem kann man mit Bluetooth Beacons die Fernbedienung automatisch auf verschiedene Räume umstellen. Mit Mikrofon und Lautsprecher sind weitere Szenarien für den Einsatz der Fernbedienung denkbar.

Der Haken: Man befindet sich derzeit noch im „Kickstarter-Stadium“ – inklusive „Risiken und Nebenwirkungen“, falls ihr das Projekt unterstützt. Kann also auch am Ende alles noch durch falsches Management scheitern und ihr geht womöglich leer aus. Im Rahmen des Launch-Day-Specials werden 339 Euro fällig. Das Projekt hat sein Finanzierungsziel bereits erreicht. Später soll das Produkt für 449 Euro auf dem Markt starten.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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22 Kommentare

  1. TierParkToni says:

    Wenn die schlussendlich DAS ALLES (und noch viel mehr) kann, was jetzt zunächst einmal erst geschrieben steht, werden nahezu alle, die „Insel“-Shopping im SmartHome-Bereich machen (also eigentlich so gut wie jeder, der damit anfängt), das Produkt eines Tages kaufen wollen…

    Aber ich habe seit 1995 mindestens 20 „Universal-Fernbedienungen“ mit allen tollen Möglichkeiten besessen – bis dann schlussendlich doch die eine oder andere Funktion, die nicht geht, wieder das „AUS“ bedeutete – sodass ich jetzt erstmal beobachte, wie sich das weiterentwickelt…

  2. Sieht zwar ganz schön aus, aber die Tasten unterhalb des Bildschirms sind doch viel zu klein und zu eng angeordnet. Ich will eine Fernbedienung vor allem intuitiv verwenden können und das scheint mir damit fast unmöglich. 450 Euro würde ich ohnehin niemals dafür ausgeben.

  3. leider ist bei solchen Projekten meistens die Hardware ganz gut aber die Software grottenschlecht und verbuggt und es dauert Jahre, bis sie einigermaßen nutzbar ist

    hoffentlich ist es da nicht so, es gibt ja derzeit praktisch keine Alternative zu den eingestellten Harmony-Fernbedingungen

  4. Ich lese nichts von einer Alexa Integration. Das wäre für mich aber das Allerwichtigste.

  5. Also dann lieber die Sofabaton X1. Das ist doch wirklich ein Harmony Nachfolger und auch erheblich günstiger. https://youtu.be/Hv_28_S_J-w
    https://www.kickstarter.com/projects/sofabaton/sofabaton-x1

  6. Design gefällt mir. Aber viel zu teuer und zu wenige Tasten.

  7. Keine Nummerntasten = keine vollwertige FB.

  8. Gefällt mir sehr gut und hab auch ein Invest getätigt.
    Besonders gut finde ich, dass auf meinem Hinweis, bin im regen Austausch mit dem Entwickler, auch Apple TV Infos ausgelesen werden, mittels pyatv.

    Mein Preview findet ihr auch auf meinem Blog: https://kleverapps.com/remote-two-preview/

    Wie man Apple TV Infos auslest, findet ihr ebenfalls auf meinem Blog: https://kleverapps.com/apple-tv-info/

  9. 🙂 450€ für eine Fernbedienung? Wie grandios weltfremd. Ich habe mir 2014 eine Harmony Ultimate gekauft, für damals knapp über 200€. Das war damals die Schmerzgrenze und daran hat sich bis heute nicht viel geändert.

    • Ingo Podolak says:

      Fernbedienungen dieser Preisklasse sind nicht neu und ich sehe die Yio auch eher im Bereich von RTI oder NEEO, allein schon vom Display.
      Als Harmony Ersatz sehe ich da eher die Sofabaton X1 sowohl vom Preis als auch Funktion und Verarbeitung.

      Habe bei mir alles so automatisiert das eine Shield TV Remote komplett alles abdeckt.
      Im zukünftigen KNX Haus wäre seine Yio aber durchaus denkbar.

  10. Wenn ich das richtig verstehe, funkt die Fernbedienung mit Bluetooth und Wifi. Lediglich Infrarot geht über das Dock (das mit Bluetooth/Wifi verbunden ist). Deshalb (und wegen dem Display) kommt die ja auch nur auf 2 Tage Akkulaufzeit, das ist für mich auch ein Ausschlusskriterium.
    Die Harmony macht ja alles im Hub und der Companion (die Fernbedienung ohne Display) kommt so mit einer Knopfzelle auf eine Laufzeit von mehreren Monaten bis Jahre.

  11. Würden die Hersteller von Unterhaltungselektronik wieder Mal vernünftige FBs ihren doch zum Teil teueren Geräten beilegen, müsste man keine Alternativen FBs kaufen. Schwammige Tasten, keine Beleuchtung, gehâuse aus zwei recycelten Pet-flaschen, Beschriftung im Matrixdruckerlayout

  12. Wirklich schönes Projekt, das vieles berücksichtigt. Aktuell €369 sind aber für eine FB einfach verdammt viel Geld. Bisher nutze ich noch eine Philips Prestigo SRT9320, die von der Idee ähnlich ist. Keine Cloud, wenig Tasten, Farb-Touchdisplay. Die 3 Tage Laufzeit der YIO finde ich allerdings arg wenig.

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