Xiaomi Mi Watch vorgestellt, kostet in China umgerechnet ab 166 Euro

 

Nach zahlreichen Leaks und Teasern hat Xiaomi seine Mi Watch vorgestellt. Eine Smartwatch mit MIUI für Wearables, auf der sich auch Apps ausführen lassen – dafür stehen 4 GB Speicher zur Verfügung. Xiaomi hat das Rad aber offenbar nicht ganz neu erfunden, setzt dabei auf Googles Vorarbeit und bedient sich grundsätzlich am System Wear OS. Inwiefern man allerdings komplett kompatibel ist, ist mir bislang nicht bekannt. Normalerweise sollen Dritt-Hersteller ja keine reinen Wear-OS-Smartwatches anbieten, die irgendwelche Überzüge haben.

Xiaomi nannte in der Vorstellung zahlreiche Partner, allerdings bremse ich schon einmal aus: Da sah bislang nur wenig nach europäischen oder gar deutschen Partnern aus.

Über die Optik muss man sich sicherlich wenig unterhalten, da seht ihr selber, was geboten wird. Erinnert ein wenig an das Design der Apple Watch – außer natürlich in der Seitenansicht, der Sensor unten ist schon fett. Das Gehäuse ist aus einer Aluminium-Legierung, die matt gehalten wurde. Rechts befindet sich die Krone, über sie könnt ihr beispielsweise die Lautstärke ändern oder durch irgendwelche Seiten und Listen blättern.

Xiaomi setzt auf den Qualcomm Snapdragon Wear 3100 4G, dem bisher aktuellen Prozessor in diesem Bereich. Satt: Der Akku bringt 570 mAh mit, aber er hat auch ordentlich zu tun.

Xiaomi setzt bei der Mi Watch auf viel Technik, verbaut eine e-SIM, Bluetooth 5.0, WiFi, NFC, GPS und die üblichen Sensoren für Trainings wie Schwimmen, Laufen und viele weitere – Xiaomi nannte in der Vorstellung 10 Sportarten, die schnell ausgewählt werden können. Die Herzfrequenz lässt sich natürlich auch messen.

Xiaomi sprach von dem Nutzen des öffentlichen Nahverkehrs, aber auch vom Entsperren von Schlössern über die Mi Watch, aber wie gesagt – ich denke, dass man hier den Heimatmarkt im Sinn hat.

Das Display der Mi Watch mit 44 mm bietet 1,78 Zoll (326 ppi). Was die Technik nun in Verbindung mit dem Akku leisten soll? Bis zu 36 Stunden Betriebszeit. Neben den smarten Dingern zeigt die Mi Watch natürlich auch die Uhrzeit und Benachrichtigungen an – auch können Nachrichten beantwortet und Telefonate geführt werden. Verbaut sind Lautsprecher und natürlich ein Mikrofon.

Der Preis der Mi Watch? Ab 1.299 Yuan – umgerechnet 166 Euro, je nach Variante (Edelstahl als Gehäuse und Armband gibt es auch) kann er auch bis 1.999 Yuan steigen, das wären dann 255 Euro.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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26 Kommentare

  1. Gibts mehr Infos zum Display, z.B. betreffend Always-on?
    eInk wäre die Lösung, aber nach der Pebble kam da irgendwie niemand mehr auf den Trichter.

  2. Brüllwürfel says:

    gibt es Infos über Google Pay?

  3. chilibrenntzweimal says:

    Sind volle 4gb verfügbar. Würde da Musik draufladen wollen als mp3?

  4. Just my two cents says:

    Der ganze Hype für einen Apple Watch Clone mit Fossil Sport Technik? 4GB Speicher spricht dann passend gleich auch für „nur“ 512MB RAM. Da hätte ich von Xiaomi mehr erwartet.

  5. 36 Stunden Akkulaufzeit? Oh Mann, das Teil ist zwar toll ausgestattet, aber wird mich nicht von der Amazfit BIP (hier sind es meist 36 TAGE Akkulaufzeit) weglocken. Dann wird es wohl als nächstes eine Amazfit GTS.

    • Hatte die BIP mal hier, die ist lediglich ein Fitnesstracker und mit einer Smart Watch absolut nicht vergleichbar! Selbst als Fitness Tracker nervig und schlimmer wie jedes Mi Band – das hält nämlich eine BT Verbindung auf ca. 10 Meter, die BIP kann nur 5-6m womit sie daheim immer die Verbindung zum Handy verliert und Benachrichtigungen nicht ankommen – das geht mal so gar nicht! Ausserdem verschwinden einmal nicht angenommene/betrachtetete Benachrichtigungen (weil man vielleicht gerade etwas macht und keine Zeit zum scheuen hat) in der Benachrichtigungsliste, man wird aber nicht mit einem Punkt oder dergleichen auf dem Zifferblattdisplay daran erinnert und somit aus den Augen, aus dem Sin…

      • Und die BIP sieht grottenhässlich aus, das Display ist eine Katastrophe.

      • Die BIP ist sehr viel mehr als ein Fitness Tracker. Was zeichnet eine Smart Watch denn deiner Meinung nach aus? Das einzige, was wirklich fehlt, ist die Möglichkeit, damit zu bezahlen. Das macht aber die Akkulaufzeit von mehreren Wochen im Alltag mehr als wett. Was nutzen die ganzen Möglichkeiten einer „richtigen“ Smart Watch, wenn du sie nicht nutzen kannst, weil der Akku kaum einen Tag hält?

        • Ich finde auch, man kann den Funktionsumfang mit Alternativ-Apps ordentlich erweitern. Notify & Fitness hat mittlerweile Navigationshinweise inkludiert, per Tasker kann man auch eine (zugegebenermaßen rudimentäre) Musiksteuerung nachbauen (bei mir: Doppelklick = Toggle Pause/Play) usw. Pay (na gut, und eine richtige Musiksteuerung) fehlt mir als einziges, aber das wird durch den Preis, das always-on-Display und die unschlagbare Akkulaufzeit mehr als aufgewogen. Bin sehr zufrieden. Und das Old-School-Design finde ich auch absolut gut, aber das ist wie immer wohl Geschmackssache.

    • Wenn Du die BIP wegen ihrer Akkulaufzeit liebst, wird Dich die GTS nicht überzeugen. Display-Schärfe usw. ist schon der Hammer. Aber: mit Always-On Display und durchschnittlicher Nutzung von Pulsmesser, Trainingstracking usw bleiben da nur wenige Tage. Ca 3 meiner Erfahrung nach. Ich bin bei der BIP geblieben.

    • Liebe die BIP auch, vor allem wegen der Laufzeit… kein bock jeden Tag noch meine Uhr laden zu müssen

  6. Ich nehme an, dass von der Warch auch noch eine Globalversion raus kommen wird.. Dann wohl mit Google Pay. Zumal muss sich Xiaomi ja hier erstmal Partner suchen für die E-Sim.

  7. Wie sieht es eigentlich mit Google Pay aus?

    • @ Bob da es die Chinaversion ist gibt´s auch kein Google .. Das Mi Band 4 gibt´s auch mit NFC ials Chinaversion ist aber in Deutschland nutzlos zum bezahlen während es in China dafür genutzt wird.

  8. tomasioBLITZ says:

    Gut, dass ich eine Apple Watch habe 🙂

  9. Puh also die Seiten der Uhr sind mir doch etwas zu kantig, Da wird die Amazfit GTS nicht so klobig und unfertig.

  10. Wenn die Akkulaufzeit besser wäre und NFC auch für Google Pay nutzbar wären, dann wäre es gut. So bleibe ich bei meiner Fitbit Versa 2. Mit der komme ich 5 Tage ohne Nachladen aus und kann bequem damit bezahlen.

  11. Bei Engadget spricht man von 1Gb Ram und 8 Gb Speicher.

  12. Okay, irgendwie sehr uninteressant. Hätte etwas mehr von Xiaomi erwartet. So wird es wohl doch eher eine Kospet Prime. Hat immerhin mehr Laufzeit, schaut besser aus, Kamera mit Face-ID. Gut“nur“Android7, dafür aber auch GooglePay und co.
    Echt schade, aber alleine schon die Optik ist echt zu Apple ähnlich und somit echt hässlich.

    • Bernd Matzkowski says:

      @maro:
      Ich bin gerade auf Deinen Beitrag gestoßen, weil ich mich für die Mi Watch insbesondere wegen der eSIM interessiere. Ich habe kürzlich eine Kospet Prime erhalten und möchte einiges zu bedenken geben. Die Prime hat viel Spiel in der Ladeschale, so dass eine exakte Ausrichtung in der Schale notwendig ist, damit Kontakt vorhanden ist und der Akku lädt. Das finde ich nicht ganz einfach und mühselig. Ein Aufladen z. B. in der Tasche mittels Powerbank geht gar nicht. Beim OS handelt es sich nicht um eines für Uhrendisplays angepasstes und so lassen sich aus dem Play Store installierte Apps zumeist nicht nutzen. Notwendige Menüpunkte werden nicht dargestellt und die Schrift ist derart klein, dass ich eine Lupe zu Hilfe nehmen muss. Auch das vorinstallierte Google Maps lässt sich nahezu nicht verwenden. Ich suche ein SmartWatch, die ich ohne Smartphone zum Telefonieren und für Sprachnotizen verwenden kann und bin leider mit der Kospet Prime nicht fündig geworden.

  13. Wolfgang D. says:

    Danke für die Info. Habe mich zu früh, und jetzt vergeblich, gefreut.

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