Xiaomi hat heute auch das neue Konzept-Smartphone Mi Mix Alpha vorgestellt. Dabei setzt man auf ein Rundum-Display und präsentiert so seine eigene Version der Zukunft des mobilen Segments. Statt also ein faltbares Design zu verwenden, verläuft der Bildschirm dieses Geräts quasi um alle Seiten – selbst dort, wo üblicherweise an den Seiten ein Rahmen zu finden wäre. Das Ergebnis ist ein Screen-to-Body-Ratio von 180,6 %.
Mein erster Gedanke? Wenn das Ding einmal auf den Boden knallt, muss der Bildschirm ja an irgendeinem Punkt zu Bruch gehen. Auch mit Schutzhüllen dürfte das „spannend“ werden, da ja eben auch der Rahmen an den Seiten nun mit dem Display überzogen ist. Im Grunde bleibt nur ein schmaler Streifen nahe der Kamera frei von dem Display. Xiaomi bezeichnet den Bildschirm auch als Surround-Display und hatte einen Prototyp im Gepäck.
Wie löst Xiaomi hier das Problem mit der Frontkamera? Nun, da der Bildschirm ja quasi um das gesamte Smartphone herum verläuft, benötige man laut dem Hersteller keine separate Frontkamera. Stattdessen soll die Hauptkamera auf der Rückseite auch für Selfies herhalten. Ich bin dabei gespannt, ob das haptisch alles im Alltag so gut funktionieren wird, denn im Grunde grabbelt man ja ständig auf dem Bildschirm herum – auch wenn man seine Finger nur auf die Rückseite legt.
Dazu äußerten sich die Chinesen dann auch und versprachen mit künstlicher Intelligenz und ausgefuchsten Algorithmen die Berührungen so auszuwerten, dass keine Funktionen versehentlich ausgelöst werden. Xiaomi will sich gerade damit sehr lange beschäftigt haben, sodass die Köpfe der Entwickler rauchten. Aber das muss man in der Praxis eben selbst austesten.
Doch nicht nur in Sachen Display, auch bei der Kamera will Xiaomi punkten: 108 Megapixel knallt das Xiaomi Mi Mix Alpha auf den Tisch. Bedenkt aber: Megapixel sind nicht alles, es kommt auf viele weitere Faktoren an – wie etwa die Sensorgröße. Zumindest andere Smartphones soll das Mi Mix Alpha da deutlich ausstechen, da der Sensor ungleich größer ausfallen werde und somit mehr Licht aufnehmen könne und folgerichtig auch mehr Details einfange. Außerdem nutze die Kamera eine 4-Achsen-Optische-Bildstabilisation. Eine zweite Kamera arbeitet mit 20 Megapixeln (Ultrawide) und eine dritte nutzt 12 Megapixel (Telephoto) – es wird also ein Triple-Kamera-Design verwendet.
Für den Teil des Rahmens an Ober- und Unterseite, der nicht von dem Display bedeckt wird, nutzt man eine Titan-Legierung. Die Kamera schützt man außerdem durch Saphirglas. Weitere, technische Daten? Die wirken angesichts des Designs fast nebensächlich, aber Xiaomi hat bestätigt, dass der Qualcomm Snapdragon 855 Plus als SoC herhält und ihm 12 GByte RAM sowie 512 GByte Speicherplatz zur Seite stehen. Außerdem ist ein Akku mit 4.050 mAh verbaut. Schnellaufladung ist hier ebenfalls mit 40 Watt möglich – also wie beim neuen Xiaomi Mi 9 Pro 5G.
Erscheinen soll das Xiaomi Mi Mix Alpha voraussichtlich 2020. Das Smartphone wird auch 5G unterstützen und soll in einer kleinen Auflage zum Preis von umgerechnet 2.560 Euro erscheinen. Da werden also sicher nur absolute Enthusiasten zuschlagen.
