Xiaomi stellt heute neue Produkte vor, darunter auch das Mi 8. Das MI 8 wird ebenfalls mit der neu vorgestellten Oberfläche MIUI 10 ausgestattet sein. Diese Version setzt ihren Schwerpunkt auf Geschwindigkeit und AI, ermöglicht zum Beispiel auch Porträtaufnahmen mit Bokeh-Effekt, egal ob ein Smartphone mit Single- oder Dual-Cam ausgestattet ist.
Wie Ihr bereits auf dem Eingangsbild erkennen könnt, ist beim Mi 8 eine gewisse Ähnlichkeit zu einem anderen Smartphone gegeben, egal ob man auf die Displayaussparung vorne oder die Anordnung der Dual-Cam hinten schaut. Lediglich am unteren Rand vorne hat man das berühmte Kinn, ein schmaler Rahmen, der aber eben dennoch vorhanden ist.
Das von Samsung stammende AMOLED-Display misst 6,21 Zoll in der Diagonalen und löst 2248 x 1080 Pixel auf. Es 18,7:9 ist das Seitenverhältnis, es geht also noch ein Stück krummer. 600 Nit Helligkeit kann das Display erzeugen, das 88,5 Prozent der Vorderseite einnimmt.
Unter der Haube kommt ein Snapdragon 845 zum Einsatz, Standard für Flaggschiff-Smartphones heute, Xiaomi beruft sich aber auf den AnTuTu-Benchmarkscore, der mit 301,472 Punkten das bisher höchste Ergebnis für ein SD845-Gerät bedeutet. Allerdings wissen wir ja, das solche nackten Zahlen keinerlei Auskunft über die gefühlte Leistung eines Smartphones bringen.
Kommen wir zur Kamera, beziehungsweise den Kameras, zweimal 12 Megapixel stehen als Hauptkamera zur Verfügung. Natürlich mit AI-Funktionen, wie eingangs schon erwähnt. Während Xiaomi die Cam als die bisher beste von Xiaomi bezeichnet, kommt die Leistung aber offenbar nicht ganz an die der bei DxOMark Mobile führenden heran. Gesamt werden nämlich nur 99 Punkte erzielt – allerdings 105 im Bereich Foto, das ist schon sehr gut.
Die Kamera bietet auch Porträtaufnahmen mit Studio Beleuchtung, also quasi verschiedene Effekte, die für bessere Porträts sorgen sollen. Ebenso werden Szenen automatisch erkannt und die Einstellungen für die Aufnahme angepasst. Generell sollte die Cam eine durchaus gute Performance liefern. Ein paar Beispielbilder hat Xiaomi auch veröffentlicht, allerdings gilt hier letztendlich das gleiche wie bei Benchmarks, sie sagen wenig über die tatsächliche Nutzung der Cam aus:
Die Vorderseite hat ebenfalls eine Kamera zu bieten. 20 Megapixel löst sie auf, aber das ist nicht alles, was sich in der Displayaussparung versteckt. Dort ist nämlich auch ein Infrarot-Sensor für die Gesichtserkennung untergebracht. Ein sicherer Unlock auch bei Dunkelheit soll so ermöglicht werden. Ähnlichkeiten zum iPhone X sind auch an dieser Stelle sicher rein zufällig und einfach technisch bedingt…
Die Frontkamera bietet zudem noch Funktionen wie AI Beauty oder auch Porträt Selfies. Wie gut die Cams tatsächlich sind, wird sich dann zeigen, wenn Nutzer und nicht der Hersteller sie ausprobieren.
Xiaomi hat während der Vorstellung auch GPS erwähnt. Dank Dual-frequency GPS soll eine akkuratere Navigation möglich sein – keine Ahnung, ob Xiaomi da bisher besonders Probleme hatte.
Ihr vermisst Animojis auf dem Android-Gerät? Auch hier hat Xiaomi eine Lösung, wird spannend zu beobachten sein, ob das genutzt wird. Wurde ja gerne mal belächelt.
Das Mi 8 kommt mit 6 GB RAM und 64 GB Speicher für rund 400 Euro auf den Markt, außerdem sind Versionen mit 128 GB und 256 GB Speicher erhältlich. Auch eine Explorer Edition wird es vom Mi 8 geben, diese bietet dann noch einen Fingerabdruckscanner im Display und eine transparente Rückseite sowie 8 GB RAM und 128 GB Speicher – für rund 500 Euro.
Nicht das einzige Modell, das Xiaomi vorgestellt hat, auch ein Mi 8 SE wird es geben. Dabei handelt es sich um ein kleineres Smartphone, das erste, welches mit einem Snapdragon 710 ausgestattet ist. Das Display misst in diesem Fall 5,88 Zoll in der Diagonalen, nimmt ebenfalls einen Großteil der Front ein und kommt mit Aussparung.
Während es vorne wie beim Mi 8 eine 20 Mgeapixel Kamera gibt, muss man rückseitig mit 12 + 5 Megapixel Vorlieb nehmen. Aber auch hier gibt es AI-Fähigkeiten, die dem Nutzer die Aufnahmen erleichtern.
Ein kleineres Modell, das wird sich auch im Preis niederschlagen. Rund 270 Euro wird Xiaomi für das Gerät wohl nehmen. Über eine Verfügbarkeit außerhalb Chinas ist noch nichts bekannt, der Importeur Eures Vertrauens wird Euch da aber sicher helfen. Zumal Xiaomi in Europa aktuell ja ordentlich Gas gibt.
Update 16:30 Uhr: Angeblich soll die Rückseite nicht transparent sein, sondern nur ein Aufkleber (Carsten Knobloch).
Update 17:20 Uhr: Beitrag angepasst. Es gab unterschiedliche Berichte, ob die transparente Rückseite wirklich transparent ist. Das Unternehmen teilt mit, dass es sich um keine Fake-Transparenz handelt. (Carsten Knobloch).
