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Xiaomi Mi 10: Kühlung im Detail vorgestellt

Xiaomi wird mit seinem neuen Smartphone-Flaggschiff, dem Mi 10 bzw. Mi 10 Pro, am 23. Februar 2020 den Nachfolger des sehr erfolgreichen Mi 9 vorstellen. Viele Infos sind schon bekannt. Nun ist der Hersteller selbst in einem sehr langen Post im chinesischen Netzwerk Weibo auf die spezielle Kühllösung des Smartphones eingegangen.

Die Kühlung ist bei Smartphones aus Sicht vieler Anwender nicht unbedingt das spannendste Merkmal an einem mobilen Endgerät – schließlich sieht man davon als Nutzer ja nichts. Doch die Auswirkungen der jeweiligen Kühllösung bekommt man durchaus zu spüren. Denn eine effiziente Kühllösung kann dafür sorgen, dass die Leistung des Geräts unter Last länger erhalten bleibt, bevor herunter getaktet werden muss. Und genau da soll auch das Xioami Mi 10 punkten, wenn man dem Hersteller Glauben schenkt.

Xiaomi spricht durch seine Kombination verschiedener Techniken und Materialien, etwa mehrschichtigem Grafit, von einem „dreidimensionalen Wärmeableitungssystem„. Auch setzt man auf eine Vapour Chamber (VC), welche mit einer Fläche von 3000 mm2 fast dreimal so groß sei, wie bei vielen anderen Unternehmen. Vapour-Chamber-Kühllösungen kennt man auch von PC-Grafikkarten sowie beispielsweise aus der Xbox One X. Mittlerweile kommen sie aber auch in mobilen Endgeräten zum Einsatz.

Die VC der Mi 10 decke sowohl den SoC, den Bereich für das Power-Management, den Akku als auch den 5G-Chip ab. Die Hitze werde dabei an den mittleren Rahmen abgeleitet, was bei der Mi-10-Serie deutlich effizienter funktionieren solle, als bei Konkurrenzmodellen. Neben der genannten VC und Grafit setzt Xiaomi auch auf eine hohe Menge an Kupferfolie plus auf die Wärme ableitendes Gel im Inneren. Xiaomi spricht auch von einer Art Sandwich, sodass das Innenleben in der Mitte quasi optimal gekühlt werden könne.

Damit die Wärme im Inneren präzise erkannt wird, kommen ein Matrix-Temperatursensor und weitere, zusätzliche Temperatursensoren zum Einsatz, um zu kontrollieren, wie einzelne Bereiche, etwa am 5G-Chip, den Kameras oder auch den Ladeschnittstellen, sich verhalten. Alles wird in Echtzeit überwacht, um in jedem Szenario eine effiziente Kühlung zu erreichen. Zudem wolle man über einen mit der Hilfe von maschinellem Lernen trainiertem Algorithmus nachhelfen. Das Ergebnis sei eine Kombination aus der bestmöglichen Kühlungs-Hardware und einem speziellen AI-Temperaturregelungsmodell.

Klingt auf dem Papier natürlich erstmal alles toll. Wie sich das Xiaomi Mi 10 bzw. Mi 10 Pro am Ende im Alltag schlägt, sollte man aber natürlich erst einmal abwarten.

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