Xiaomi Aqara Tür- und Fenster-Sensor angeschaut

Ich habe in der letzten Zeit einige Mails bekommen, ob ich kurz etwas über die Aqara-Sensoren schreiben könnte. Klar, kann ich, ist ja eigentlich kein Hexenwerk. Wird ja nun auch für viele Anwender interessanter, da Aqara nun auch den Hub nach Europa bringt, ein paar Länder beliefert man bereits. Viele die abwarten wollen, da Aqara auch den HomeKit-Hub M2 mit Zigbee 3.0 vorgestellt hat: Dieser ist zur Zeit noch nicht einmal in China auf dem Markt und es gibt bisher keine Informationen, ob dieser auch außerhalb verkauft wird. Aqara gehört zu Xiaomi und arbeitet wunderbar mit der Mi-Home-App zusammen.

Ich selber nutze den europäischen Hub und habe beim Setup auch den EU-Server eingegeben. Den Sensoren ist es grundsätzlich egal, ob sie auf einem EU- oder dem chinesischen Server angebunden sind, allerdings gibt es ein paar Komponenten, die kundenspezifisch funktionieren. In der Mi-Home-App lassen sich bei Nutzung der EU-Server beispielsweise die hier im Handel erhältlichen Roborock-Staubsaugerroboter einbinden, nicht aber die neue Aqara G2, eine Kamera, die auch als Ziggbee-Gateway fungiert. Hier ist man meines Wissens in einer Testphase, die Kamera auch über die EU-Server zugänglich zu machen.

In Kurzform nun aber mal: Ihr habt also das Aqara-Gateway und an dieses könnt ihr Sensoren anbinden. Das EU-Gateway gibt es auch mit Apple HomeKit, sodass viele angeschlossene Sensoren auch über Apple HomeKit funktionieren. Alternativ gibt es eben die Mi-Home-App für Android und iOS.

Ein Sensor wird über die App eingebunden – oder am Hub. Drückt man 3x seinen Button, dann geht er in den Kopplungsmodus. Auf jedem Sensor gibt es einen kleinen Button, den drückt man bis zum Blinken der LED und dann wird gekoppelt. Der Hub gibt ein Sprach-Feedback wieder, in der App kann man den Sensor dann einem Raum zuweisen.

Sensor mit Protokoll in der Mi-Home-App

Tja – und dann habt ihr zahlreiche Möglichkeiten. Ihr könnt euch per Push darüber benachrichtigen lassen, wenn der Aqara Tür- und Fenster-Sensor (4,10 x 2,20 x 1,10 cm groß) etwas festgestellt hat, ihr könnt andere Bedingungen mit einbauen (Licht an oder so) – oder auch einen Alarm über den Hub starten. Viel machbar, da sind eurer Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Sensor mit Benachrichtigungsregel in HomeKit

Im Lieferumfang des Sensors befindet sich die Bedienungsanleitung, das Gegenstück und ein Ersatzpaket mit dem Kleber zum Anbringen auf den Rahmen des Fensters oder der Tür.  Geöffnet werden kann der Sensor auch, vielleicht muss man ja mal die Batterie tauschen. Das geht ganz einfach, Fingernägel, Buttermesser oder Ähnliches vorausgesetzt. Verbaut ist eine CR632-Batterie. Die Verarbeitungsqualität empfinde ich als sehr gut, schön klein und recht wertig.

Was kostet so ein Sensor für Tür oder Fenster? Das kommt drauf an, wo ihr bestellt. Ich habe selber meine für um 9 Euro geschossen, habe bei Gearbest bestellt, wobei es immer Aktionen gibt – manchmal gibt es die Sensoren auch bei Aliexpress und Banggood günstiger. Auch bei eBay und Amazon Deutschland sind die Aqara-Sensoren zu finden, oftmals mehr als doppelt so teuer, obwohl es sich auch um chinesische Händler handelt.

Die Sensoren haben ein CE-Logo, des Weiteren bestellt man sich am besten immer nur kleine Mengen, um unter der Wertgrenze von 22 Euro zu bleiben – der Zoll rechnet übrigens Versandkosten mit in diese Wertgrenze ein. Entscheidend ist, welcher Betrag tatsächlich gezahlt wurde, um die Ware zu erhalten. Sollten im Rechnungsendbetrag Portokosten enthalten sein, werden diese nicht herausgerechnet.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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21 Kommentare

  1. Gibt es die EU-Version vom Hub inzwischen irgendwo offiziell zu kaufen? Anbieter der China-Version hüllen darüber in ihren Artikelbeschreibungen den Mantel des Schweigens. Versuchen höchstens, durch ein mystisches „{UPDATE}“ in ihren Artikelbeschreibungen noch ein paar Teile zu verticken.

  2. Eine Ergänzung für die technikaffinen Leser hier:
    Wer seine Daten nicht (auch noch) über asiatische Anbieter laufen lassen möchte oder auch schlichtweg unabhängig von Clouddiensten sein möchte, sollte sich Zigbee2Mqtt ansehen.
    Hiermit können Zigbee-Geräte unterschiedlichster Hersteller, u.a. Xiaomi, Hue, Osram und Tradfri, mit einen CC2530 USB Zigbee Stick angesprochen werden: https://www.zigbee2mqtt.io/

    Wer sowieso schon einen Raspberry o.ä. für die Hausautomatisierung laufen hat, kommt damit günstiger und flexibler weg!

  3. Aktuell habe ich 15 Stück davon im Haus verbaut, jedes Aussenfenster und jede Aussentür hat einen. Angemeldet sind sie an einem Conbee-Gateway, die Logik ist in Node Red abgebildet. Auf einer Übersichtsseite auf dem Smarthome-Tablet kann ich jederzeit sehen, welche Tür oder welches Fenster noch offen ist, muss also beim Verlassen des Hauses nicht alle drei Etagen absuchen, ob irgendwo noch was offen steht. Eine rudementäre Alarmanlage geht auch, stille Nachricht per Pushbullet auf’s Smartphone wenn was geöffnet wird, oder wildes Blinken aller Aussen- und Innenleuchten per Hue :-).
    Die Reichweite der Sensoren ist begrenzt und da ich die Sensoren in einem anderen Zigbee Netz betreibe als die Hue-Leuchten, werden sie auch nicht darüber geroutet. Selber routen tun sie wegen des Batteriebetriebs nicht. Ich muss mal sehen, ob man das mit den billigen Ikea-Zigbee-Repeatern in den Griff bekommt.
    Einer von den Sensoren kam mit leerer Batterie. Defekte hatte ich bei den nach und nach über Gearbest bestellten 17 Stück (2 Reserve) und auch bei den Aquara Wassersensoren in den bis jetzt 9 Monaten Betrieb noch nicht, eine Batterie musste ich bisher tauschen.
    Als ich die ersten Sensoren am Gateway ausgelesen habe, war ich happy, die Dinger senden ja die Temperatur mit. Kann man allerdings vergessen, die Abweichungen liegen im Bereich von +/- 10° C, total ungenau.
    Die Nachfrage nach den Dingern scheint allerdings momentan immer größer zu werden. Anfangs habe ich mal Schnäppchen gehabt für unter 7 Euro das Stück, sogar aus EU-Lager ohne Zollbegrenzung. Mittlerweile sind auch die Angebote aus China meist bei über 10 Euro. Aber egal, wert sind mir die Teile das allemal.

  4. Ich habe einen dieser Sensoren im Deckel meines Briefkastens. Kommt die Post, nimmt eine Überwachungskamera ein Foto auf und sendet es mir als Push Nachricht zu. Sehr praktisch.

  5. Wilhelm Onken says:

    Was mir nicht gefällt an der Lösung sind die Knopfzellen. Würden die Dinger mit AAA-Zellen betrieben werden, würde ich mir mal 2 Stück bestellen und in mein Node Red einbinden.

    • Die Knopfzellen bei den von mir verbauten Sensoren sind bestimmt schon knapp 2 Jahre alt. AAA und das dann entsprechend größere Gehäuse wäre mir viel zu groß.

      • Hi, habe mir die Tage eine Handvoll der Sensoren gekauft, allerdings meutert meine Frau Die Sensoren sind in einem schicken Weiß gehalten, leider haben wir braune Holzfenster. Spricht etwas dagegen, die Sensoren mit einer braunen Folie zu bekleben? Ich sehe nur eine kleine Öffnung, sie würde ich auch lassen. Hat ja jemand Erfahrung mit?

        • Christian M says:

          Ich habe die auf die Oberkante vom Fenster geklebt, dann sind sie nicht mehr so auffällig. Trotzdem kein allzu grosser WAF 🙂

          Bekleben kannst du sie, das sollte die Funktion nicht beeinträchtigen, solange es keine Metallfolie ist. Das Loch zum Pairen, im Idealfall brauchst du das also nie wieder. Ich würde aber vorher schauen, wie man die Teile aufmacht zum Batteriewechseln, das wird sonst mühsam.

    • Die Sensoren sind kleiner als eine AAA, die würde da nicht reinpassen – mit AAA wären die wieder nur groß und häßlich :-). CR1632 kosten unter 50 Cent pro Stück und halten ca. 1-3 Jahre, kommt auch darauf an, wie oft ein Funksignal gesendet wird – jeweils beim Öffnen/Schließen und ca. einmal pro Stunde den Status. Bei mir zeigen alle Sensoren 100% Batterie an nach 9 Monaten Betrieb, bis auf einen Sensor hat noch keiner eine neue Batterie bekommen.

  6. Ich habe zwar nicht die Dinger von Aquara, sondern die von Xiaomi, allerdings sind die ja von der Funktion her gleich.

    Nun kann mir vielleicht jemand bei meinem Problem helfen. Und zwar verliert mein Türsensor dauernd die Verbindung zum Gateway (auch von Xiaomi).

    An der Entfernung sollte es eigentlich nicht liegen. Jemand eine Idee?

  7. wer noch eine klasische alte türklingel verbaut hat kann ihn auch neben die klingelspule kleben und bekommt ohne lötarbeit die möglichkeit der benachrichtigung aufs handy. nutze es um dann schnell von unterwegs die haustür für pakete aufzudrücken, oder zumindest um zu wissen wann und ob jemand geläutet hat.
    nutze raspberry mit domoticz und xiaomi hub.

  8. Tja, das ist ja alles schön und gut, aber wo gibt es denn nun das EU-Gateway zu kaufen?
    Ich finde es nirgendwo?!?

    • Christian M says:

      Das Xiaomi-Universum ist komplex, und für unsere westlichen Denkmuster reichlich unverständlich. Aber mit ein bisschen Übersetzungshilfe doch irgendwann überschaubar.

      Aqara gehört in keiner Form Xiaomi. Man könnte sie als Zulieferer betrachten, aber strenggenommen sind sie nicht mal das. Aqara ist eine Firma mit über 300 Mitarbeitern, die Smarthome-Produkte entwickelt und herstellt und zu Lumi United Technology gehört. Letztere bekamen von Xiaomi Investorengeld und den Auftrag, Smarthome-Produkte zu entwickeln. Die hat Xiaomi dann anfangs unter eigenem Namen verkauft, mittlerweile werden die unter der eigenen Marke verkauft (also Aqara), Xiaomi ist auf der Verpackung nicht mal mehr erwähnt. Einhergehend mit der Kooperation ist die Einbindung in die Mi-App.

      Mi ist generell die generell die Umgebung, in der Xiaomi Fremdprodukte einbindet. Andere Beispiele wären Roidmi oder Roborock. Haben beide nichts mit Xiaomi zu tun, haben aber von Geld bekommen und dürfen die Produkte dort integrieren. Natürlich verkauft sie jeder Shop als Original Xiaomi, des hebt den Wert. Die Hersteller selbst und auch Xiaomi tun das aber nicht.

  9. Christian M says:

    Das Xiaomi-Universum ist komplex, und für unsere westlichen Denkmuster reichlich unverständlich. Aber mit ein bisschen Übersetzungshilfe doch irgendwann überschaubar.

    Aqara gehört in keiner Form Xiaomi. Man könnte sie als Zulieferer betrachten, aber strenggenommen sind sie nicht mal das. Aqara ist eine Firma mit über 300 Mitarbeitern, die Smarthome-Produkte entwickelt und herstellt und zu Lumi United Technology gehört. Letztere bekamen von Xiaomi Investorengeld und den Auftrag, Smarthome-Produkte zu entwickeln. Die hat Xiaomi dann anfangs unter eigenem Namen verkauft, mittlerweile werden die unter der eigenen Marke verkauft (also Aqara), Xiaomi ist auf der Verpackung nicht mal mehr erwähnt. Einhergehend mit der Kooperation ist die Einbindung in die Mi-App.

    Mi ist generell die generell die Umgebung, in der Xiaomi Fremdprodukte einbindet. Andere Beispiele wären Roidmi oder Roborock. Haben beide nichts mit Xiaomi zu tun, haben aber von Geld bekommen und dürfen die Produkte dort integrieren. Natürlich verkauft sie jeder Shop als Original Xiaomi, des hebt den Wert. Die Hersteller selbst und auch Xiaomi tun das aber nicht.

  10. Hi, ich habe mir die Tage eine Handvoll der Sensoren bestellt, jetzt meutert allerdings meine Frau Wir haben braune Holzfenster, weiße Sensoren gehen natürlich gar nicht. Kann ich die evtl. Mit farblich passender Möbelfolie bekleben?

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