Xiaomi: 70 Prozent mehr Nettogewinn im Jahr 2021

Xiaomi war einst Geheimtipp für Smartphones und allerlei andere Technik aus Fernost. In den vergangenen Jahren hat man hierzulande Fuß fassen können und ist nun auch hier über die Nische der Technik-Bubble hinaus bekannt. Xiaomi gibt bekannt, dass man durch weitere Diversifizierung gegenüber dem Vorjahr im Jahr 2021 ein Wachstum von 70 Prozent des bereinigten Nettogewinns erwirtschaften konnte – trotz Pandemie und Lieferengpässen.

Im Jahr 2021 konnte Xiaomi einen Gesamtumsatz von 328,3 Milliarden Yuan (RMB), also rund 47 Milliarden Euro, erzielen. Während man in puncto Umsatz knapp 33,5 Prozent im Vorjahresvergleich zulegen konnte, war es beim Nettogewinn in Höhe von 22 Milliarden Yuan (RMB) bzw. rund 3 Milliarden Euro ein Zuwachs von knapp 70 Prozent. So konnte man bei Smartphone-Auslieferungen mit 190 Millionen Einheiten ein Rekordhoch erzielen. Auch hier ein Anstieg von 30 Prozent bei den Smartphone-Lieferungen.

Xiaomi kommt damit auf Platz 3 weltweit im Bereich der Smartphone-Anbieter und einen Marktanteil von rund 14 Prozent. Dies sei, so Xiaomi, insbesondere auf das Vordringen in weitere Märkte zurückzuführen. So konnte man auch auf dem hiesigen, europäischen Markt Zuwächse verzeichnen. In Europa komme man inzwischen auf einen Marktanteil von 22,5 Prozent und damit Platz 2 bei den Smartphones – so die Analysten von Canalys.

Auch in anderen Bereichen verzeichne man einen Zuwachs. So weist man 434 Millionen ausgelieferte AIoT-Geräte (ohne Smartphones, Tablets, Laptops) auf, ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von etwa 34 Prozent. Knapp 8,8 Millionen Nutzer seien mit mehr als 5 Geräten unterwegs. Xiaomi verzeichne zudem 12,3 Millionen verkaufte Smart-TVs. Im Bereich IoT könne man einen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent verzeichnen. Der Umsatz läge hier bei 85 Milliarden Yuan (RMB) bzw. 12 Milliarden Euro.

Spannend auch die Nutzerzahlen von MIUI. Auch hier ein Wachstum um etwa 28 Prozent. 2021 habe man hier 112,5 Millionen neue MIUI-Nutzer hinzugewonnen. Wobei hier knapp 19 Millionen alleine aus dem chinesischen Heimatmarkt stammen.

Mit erhöhten Einnahmen gehen auch erhöhte Ausgaben in Forschung und Entwicklung einher. Hier verzeichne man einen Anstieg von über 42 Prozent. Knapp 2 Milliarden habe man investiert. Für die nächsten 5 Jahre sind insgesamt über 14 Milliarden veranschlagt. Genauere Einblicke in die Zahlen erhaltet ihr hier.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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15 Kommentare

  1. …und in ein paar Jahren fragt sich die Gesellschaft wie wir schon wieder sehenden Auges ein diktatorisches Regime unterstützen konnten

    • oder wir lachen dann noch immer über deinen Kommentar

    • Guter Punkt. Und dann kommt die große Frage um die Spionage-Fähigkeiten auf diesen Geräten…

    • jup.

    • Kommentierte er auf einem Gerät „made in China“ – manche sollten sich echt mal dieses Doppelmoral abgewöhnen …

    • Die Sache ist komplexer aber ja, die Gesellschaft und ihre Art und Weise zu Leben (z.B auch bedingungsloser Konsum), wird unter Umständen auf einen selbst zurückfallen. Gerade hat wohl China alle Filme von Keanu Reeves aus dem Verkehr gezogen, weil er an einem Tibet-Konzert teilgenommen hat.
      Bleibt abzuwarten ob die Menschheit aus diesem Kreislauf nochmal ausbrechen will und ein anderes gesellschaftliches Bewusstsein entwickelt.

    • gäähn, wir unterstützen lieber die ach so demokratischen usa

    • VerkaufeKaufeBehalte says:

      Einfach Samsung kaufen und gut ist.

    • Sollte nochmals ein Spalter und Lügenbaron Präsident werden, dann kannst du die selbe Frage bei nordamerikanischen Firmen unterhalb Kanadas nochmals stellen.

      Und ehrlich gesagt, käme der Gedanke eh zu spät: ohne „made in China“ sähen etliche Regale so aus wie Toilettenpapierregale 2020.

      Immerhin, seit den 60ern boykottiere ich erfolgreich alle Produkte aus Nordkorea. Hat nur dort nichts geändert.

  2. Wir haben mehrere Geräte von Xiaomi gekauft und ja, die Qualität ist wirklich gut.

    Was mich nicht überrascht, immerhin wird ja auch das IPhone und andere Phones in China produziert, damit muss die dazu notwendige Infrastruktur ja gut sein.

    Mal schauen, ob es bei den wettbewerbsfähigen Preisen bleibt. Die neuesten Modelle nähern sich da ja der Konkurrenz an.

    • Die Preise für die neuen Modelle sind auf Samsung Flaggschiff-Niveau und die Softwareaktualisierung (Majorupdates, Zeitraum, Sicherheitsupdates) sind auf dem Niveau einer kleinen SoftwareKlitsche.

      Kameras sind schlecht und nur mit viel Werbung verbunden alla MEGAPIXELWAHN.

  3. Wäre schön, wenn sich das auch mal wieder adäquat im Aktienkurs niederschlüge

  4. Wieder kein Gewinn (nicht Umsatzsteigerung) in der Smartphonesparte. Bitte die Zahlen vollständig veröffentlichen, denn es könnte sonst der Eindruck entstehen, dass Chinesische Hersteller mit Smartphones Gewinne machen, was nicht der Fall ist.

  5. Da war ein großer Anteil bestimmt die verweigerte Garantie. Habe ich selbst 2 Mal erlebt.

  6. Irgendwie komisch, es wird über knappe Ressourcen und Chip Mangel gejammert, Xiaomi haut aber gefühlt jeden Monat ein neues Smartphone raus das mit etwas Glück 2 Jahre (eher weniger) mit Software Updates versorgt wird. Wo bleibt da das nachhaltige Denken. Aber was soll`s, ist ja egal was morgen ist……… Man sollte sich mal gedanken um unsere Gesellschaft machen.

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