Caschys Blog

Wuala: wie viel Schweiz steckt noch drin?

Der Schweizer Service Wuala zieht sich seit Jahren hier durch das Blog. Einer der ersten großen Cloudspeicher, der für die Massen gut und einfach nutzbar war. Zudem gab es Verschlüsselung und immer wieder die Aussage: „die Daten sind sicher, wir sitzen in der Schweiz“. Diese Aussagen änderten sich auch nicht, als Wuala Teil von LaCie wurde, die wiederum Teil von Seagate sind.

Seagate ist ein US-Unternehmen und nachdem Wuala sich fragen lassen musste, wie viel Einfluss die USA auf den Dienst haben, hieß es unter anderem: „Wir sind unter LaCie Schweiz (bzw. schlussendlich Seagate Irland) eingegliedert.“.

Vollmundige Aussagen, da fühlt man sich doch irgendwie sicher? Auch viele unserer Leser kommentierten in den letzten Jahren immer wieder, dass sie froh seien, dass die Daten auf Servern in Europa liegen, zudem verschlüsselt sind. Dennoch ist Wuala wohl doch nicht ganz unangreifbar für Ansagen aus den USA.

Auf der Facebook-Seite des Unternehmens kommentierte ein Nutzer aus dem Iran, dass er auf seine Daten nicht mehr zugreifen könne, der Zugang gesperrt sei und er seine wichtigen Daten nicht mehr nutzen könne.

Nun die Antwort von Wuala: Es wurde ihnen leid tun, was dem Nutzer widerfahren ist. In Zeiten, in denen immer mehr Cloudspeicher schließen müssen, hätte es für Kunden Vorteile, dass Wuala zu Seagate gehört. Dies würde aber auch implizieren, dass man US-Vorschriften befolgen müsse, zu denen das dem Nutzer aus dem Iran auferlegte Embargo gehört.

Hier darf man sich nun tatsächlich die Frage stellen, wie viel Schweiz noch im Cloudspeicher Wuala steckt. Klar, hier geht es um einen Bürger des Iran und nicht um ein westliches Land, welches wohl kaum mal eben unter Embargo eines US-Dienstes fällt. Dennoch zeigt es, wie Wualas Unabhängigkeitsbekundungen zu deuten sind. (danke Cecil!)

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