Wuala: Cloudspeicher stellt Betrieb ein

Es war quasi ein Ende mit Ansage. Nachdem sich Wuala, seinerzeit in der Schweiz gegründet und mittlerweile zu LaCie & Seagate gehörend, mit nicht gerade kundenfreundlichen Aktionen seiner Nutzer des kostenlosen Angebotes bereits entledigt hatte, folgt nun der Rest. Gemeint sind damit die Kunden, die dem Dienst mit barer Münze dennoch die Stange gehalten haben. Caschy prophezeite damals eine Schließung 2016, knapp daneben, es wird nämlich noch 2015 passieren.

Wuala Logo

Ab sofort kann man bei Wuala keinen Speicherplatz mehr erwerben und auch Vertragsverlängerungen für Bestandskunden sind mit dem heutigen Tag nicht mehr möglich. Das vermeldet Wuala in diesem Artikel. Ab dem 30. September folgt dann der nächste Schritt und bestehende Nutzer können keine Dateien mehr hochladen, Wuala wird in den „nur lesen“-Modus versetzt. Dateien können so noch abgerufen werden, es können aber keine weiteren hinzugefügt werden.

Aus die Maus heißt es dann am 15. November 2015. Zu diesem Datum existiert der Dienst nicht mehr und alle gespeicherten Daten werden gelöscht. Der Zugriff auf die gespeicherten Dateien ist dann nicht mehr möglich. Wuala empfiehlt die Dateien vorher zu sichern oder bei zu einem anderen Cloudspeicher-Anbieter umzuziehen. Wuala selbst empfiehlt hier Tresorit, einen Anbieter mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Interessante Information für Kunden, die in Vorkasse ein Jahres-Abo bezogen haben:

Kunden, die ein aktives Prepaid-Jahresabonnement haben, erhalten eine Rückerstattung der nicht genutzten Abonnementsgebühr. Ihre Rückerstattung wird zu einem Kündigungsdatum mit Wirkung vom heutigen Tage berechnet, auch wenn der volle Service noch bis 30. September 2015 weiterläuft und Ihre Daten noch bis 15. November 2015 verfügbar sind. Rückerstattungen werden automatisch verarbeitet und berechtigten Kunden in den nächsten Wochen ausgezahlt.

Wie eingangs schon erwähnt, handelt es sich hier um ein Ende, das man erwarten konnte. Wuala glänzte nicht gerade mit Transparenz und machte auch sonst nicht viel, um für den Kunden der breiten Masse attraktiv zu sein. Nach der Aktion 2014 dann, war es nur eine Frage der Zeit. Die ist nun gekommen und es gibt einen Cloudspeicher-Anbieter weniger auf den Markt. Es sollte geneigten Nutzern dennoch nicht schwer fallen, einen passenden Ersatz zu finden, auch wenn Wuala mit seiner Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schon punkten konnte. (Danke Joseph!)

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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21 Kommentare

  1. Ich habe eben in einem alten Eintrag über Wuala meine Erfahrungen gepostet, ich kopiere das auch mal hier rein:

    Was Owncloud anbelangt hatte ich jetzt nur ocloud.de ausprobiert. Läuft nicht ganz so rund, gerne mal „Server nicht erreichbar“, „Schreibvorgang konnte nicht ausgeführt werden“ usw. Ordner mit wenigen Dateien sind oft nicht das Problem. Aber Ordner mit 1000en Dateien, wie meine Bilder oder verschiedenen Ordner mit Programmdateien.

    Your Secure Cloud hab ich ausprobiert (ist quasi Seafile). Leider hat auch dieses Programm ein nerviges Problem: Sobald mehrere Ordner den gleichen Namen haben, wirds unübersichtlich. Das Problem besteht z.B. wenn ich Spielstände synchronisieren möchte. Dann gibt es mal eben 10 „Save“-Ordner, und man weiß nicht, welcher welcher ist. Eine Lösung wie bei Wuala mit den Unterordnern ist hier nicht möglich.

    Dann Bix: Klang auch vielversprechend. Immerhin 16 GB kostenlos. Hier ist es noch schlimmer: Gleichlautende Ordnernamen werden zwangsweise umbenannt. Also unbrauchbar für Ordner die nun einmal ihren Namen behalten müssen.

    Dann TrendMicro SafeSync. Hier geht es endlich, wie es soll. Der Synchronisierungsordners kann in der Cloud einen anderen Namen haben, als der lokale Ordner. Im Programm sieht man dann schön übersichtlich, welcher lokale Ordner mit welchem Cloudordner synchronisiert wird. Super!

    Cubby. Zwar kann man hier keine Unterordner erstellen, es wird alles in sogenannten „Cubbys“ organisiert. Das macht jedoch nichts, die Cubbys kann man beliebig nennen. Will man dann mit einem lokalen Ordner synchronisieren wird erstmal nachgefragt ob man den Cubby-Ordner übernehmen (dann wird im zu synchronisierenden Ordner ein Unterordner mit eben diesem Namen erstellt) oder beide Ordner zusammenführen möchte (dann bleibt der lokale Ordnername erhalten, die Dateien des Cubby werden mit diesem synchronisiert). Auch klasse! Bis 5GB sogar kostenlos (durch Freundschaftwerbung noch erweiterbar). Leider gab es auf einem meiner PCs Fehlermeldungen. Irgendein anderes Programm scheint da in meinem Fall dazwischen zu funken, Schade, also musste ich doch noch weitersuchen.

    Hängen geblieben bin ich jetzt bei Synplicity. Macht seine Sache sehr gut und 10 GB kostenlos. Auch hier besteht jedoch das gleiche Problem, wie bei Your Secure Cloud. Da mir die 10 kostenlosen GB aber reichen, bleib ich erstmal hier. In gleich lautenden Ordnern habe ich nun eine Textdatei mit dem Spielenamen o. ä. gepackt, so find ich mich erstmal zurecht. Sobald ich Cubby zum laufen kriege (wollte eh mal formatieren), wechsel ich da hin.

    Soweit meine Erfahrung. Im Falle von Cubby und Synplicity handelt es sich um US-Unternehmen. Bei Bix weiß ich nicht genau, Firmenhauptsitz ist Dubai. Mich stört das nicht, aber damit sind diese Dienste vom Sicherheitsfaktor wohl nicht mit Wuala vergleichbar. Müsst ihr also für euch selbst entscheiden.

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