WSJ: Apple arbeitet seit einem Jahr an einem Elektro-Fahrzeug

Das Wall Street Journal kommt mit einer interessanten Meldung daher. Apple soll tatsächlich an einem elektrischen Fahrzeug arbeiten. Und das bereits in einem recht großen Umfang. Mehrere hundert Mitarbeiter sollen an das Projekt „Titan“ gebunden sein, ein Projekt, das bereits seit einem Jahr existiert. Die Möglichkeit, dass Apple das Projekt vor Beendigung einstampft? Laut Wall Street Journal gegeben, aber aufgrund der Größe des Projekts und der involvierten Mitarbeiter eher unwahrscheinlich.

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Allerdings untersucht Apple – wie jedes andere Unternehmen auch – immer neue Gebiete, in die man sich einbringen könnte. Ob daraus letztendlich etwas wird, kann man zu so einem frühen Zeitpunkt noch nicht wissen, auch Apple nicht. Wer sich an die Vorstellung der Apple Watch erinnert, Tim Cook sagte, dass sich diese drei Jahre in der Entwicklung befand. Nun kann man sich ausmalen, wie lange es dauert, wenn man ein völlig neues Gebiet betritt, vom Computer-Hersteller zum Fahrzeug-Hersteller wird.

Anzeichen, dass Apple es ernst meint, gibt es allerdings auch. So sollen Apple-Vertreter nach in Österreich mit Fabrikanten für Luxus-Fahrzeuge getroffen haben. Darunter auch Magna Steyr, einem Fahrzeug-Fertiger, der unter anderem die Mercedes G-Klasse fertigt. Auch holte sich Apple einige Leute, die mit dem Bereich Fahrzeug-Design vertraut sind.

Apples Plan soll sein, mit einem Einstieg in die Welt der Elektro-Fahrzeuge einen ähnlichen Impact zu hinterlassen wie mit dem iPhone oder iPad. Nun ist ein Elektro-Fahrzeug allerdings kein 1000-Euro-Gadget, das man eben mal millionenfach absetzt. Und es ist auch nicht so, dass es noch keine Elektro-Fahrzeuge gibt. Tesla bedient den hochpreisigen Markt, andere Hersteller versuchen es mit alltagstauglichen (im preislichen Sinn) Fahrzeugen, erst diese Woche wurde bekannt, dass Chevrolet einen 30.000 Dollar Bolt fertigen wird.

Es gibt einige Indizien, die dafür sprechen, dass Apple an einem solchen Fahrzeug arbeitet, das in der Form eines Minivan gestaltet sein soll. Apple hat auch genügend Geld, um solche Projekte ohne Probleme finanzieren zu können. Tim Cook selbst sagte in einem Interview, dass Apple keine Grenzen kennt, was die Geschäftsfelder angeht. Und dass sich Produkte in der Entwicklung befinden, für die es bisher noch nicht einmal Gerüchte gab. Nun, das Gerücht hätten wir jetzt. Fehlt nur noch das Produkt.

Aber selbst wenn Apple das Projekt wieder einstellen wird, können die Erkenntnisse daraus in andere Produkte einfließen und diese verbessern. Auf jeden Fall ein spannendes Gebiet, das uns noch so lange beschäftigen wird, bis Elektrofahrzeuge auf den Straßen keine Ausnahme mehr sind.

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*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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34 Kommentare

  1. In den nächsten 10-20 Jahren wird sich die Automobilindustrie radikal verändern… stärker als in den letzten 100 Jahren insgesamt. Wer dabei Apple und Google unterschätzt, dem könnte es wie Nokia und Blackberry ergehen.
    Apple hat einerseits das Geld, die Fähigkeit durch und durch Überzeugende Produkte zu entwickeln und zudem eine Marke, die so stark ist wie Mercedes, Porsche, BMW und Co.
    Die deutschen Autobauer haben kaum Vorsprung im Bereich Elektroantrieb und Leichtbau… da können Unternehmen wie Apple echt gefährlich werden.

  2. @HO

    Du willst Unternehmen mit hohem Know How jetzt ersnsthaft mit Apple vergleichen, die nicht mal in der Lage sind eine Uhr zu entwickeln, die nicht mal 24 Stunden genutzt werde kann, weil der Akku zu schwach ist?

    Hahaha

  3. @dominik
    das ist ja das problem der (deutschen) autohersteller… sie haben kein know-how.. zumindest nicht in den bereichen, die bald die automobilwirtschaft umkrempeln werden.

    der gesamte it-bereich (onboard, kommunikation zwischen autos, autopilot, etc) ist nicht gerade die stärke der autobauer. die zarkhaften gehversuche in dem bereich, kann eine firma wie google oder apple schnell aufholen.

    im leichtbau bereich, halten sich die premiumhersteller noch sehr zurück… stichwort karbon/verbundstoffe. da kann man mit viel geld und forschungseinsatz bzw firmenaufkauf auch schnell aufholen.

    und dann halt der bereich akku und elektroantrieb. man sieht wie schnell tesla dort was brauchbares auf die beine gestellt hat. hier könnte apple auch innerhalb von 10 jahren vorne mitspielen.

    zur apple watch… ja, die apple watch soll im schnitt nur 19 std halten. toll ist das nicht, aber ein vergleich zu anderen uhren macht keinen sinn, da es keine uhr derzeit gibt, die zb so viele sensoren an bord hat und einen so starken prozessor und dazu ein so hochauflösendes display.
    außerdem stehen die neuen akkutechnologien noch vor dem start.. mal sehen wann sich da mal richtig was tut.

  4. Sascha Ostermaier says:

    Wie immer wieder das LG Prada als Smartphone hingestellt wird. Ich hatte das Teil und es war einfach nur ein schlechtes Stück Technik. Zwischen es gab Smartphones und es gab Smartphones, die der Kunde auch nutzen will, liegt halt doch ein kleiner Unterschied. Gleiches gilt für das iPad. Klar gab es vorher Tablets, aber für den Kunden halt nicht ansprechend genug. Und das hat nicht nur etwas mit Marketing zu tun. Siehe Nokia, die brachten 2002 das Nokia 7650, ein Smartphone. Nicht im Sinn von Touchscreen-Handy, aber mit einem System, das die Installation von Apps erlaubte. Heute gibt es Nokia in dieser Form nicht mehr. Ähnlich wird es sicher auch einigen Autoherstellern ergehen. Wenn nicht Apple den Markt aufrollt, wird es halt Tesla oder eine andere Firma. Und das Apple Watch Argument mit der Akkulaufzeit. Echt jetzt? Ihr vergleicht ein Auto mit einer Uhr… Wenigstens fehlen die Update- und Tank-Witze nicht…

  5. Das, was @elknipso schreibt. Wer was anderes schreibt hat schlichtweg keine Ahnung oder ist schlecht informiert.

  6. omg! Lauter Spezialisten hier mit ganz viel Wissen.
    Apple kocht auch nur mit Wasser, aber es geht viele Dinge anders an. Und genau aus diesem Grund gibt es heute Smartphones wie sind und vorallem für die Masse.
    Bzgl. Deutsche Hersteller? Klar doch – keine Ahnung von nichts. i3 und i8 sind ja von wem? Leichtbau und Verbundwerkstofffe? Ach ne war ja wieder keine Deutsche Firma die die Hälfte der Weltjahresproduktion gekauft und gesichert hat.
    Akkutausch – wuste gar nicht das das beim Tesla und Co geht…
    Ansonsten – warten wir doch mal ab. Den Apple Fernseher gibt es ja auch nicht. Und bis dahin freut Euch, dass es jemanden gibt der wieder etwas Druck aufbaut in einer Branche….

  7. @elknipso: Scheinbar hast du dann den einen oder anderen Artikel überlesen 😛

  8. @Sascha: Damit hast dich doch als Apple-Fanboy geoutet.
    Beim Prada ging es ums Design. Übrigens das iPhone 1 war auch kein Smartphone, es konnte bei erscheinen nur HTML-Anwendungen. Da war das Prada mit HTML und Java-API sogar „Smarter“.

  9. @Micha: Nicht zu vergessen Opel, die die Voltec-Plattform für GM in Mainz entwickelt haben.

  10. @Horst Meier
    Du bleibst weiterhin Fakten schuldig… aber das überrascht mich nicht wirklich.

  11. Hier die Fakten, dass Apple wirklich das erste Tablet erfunden hat:
    http://www.freakingnews.com/pictures/74500/Steve-Jobs-with-the-iSketch-Etch-A-Sketch–74567.jpg

    Apple wird auch das Auto erfunden haben. (Futur 2 korrekt angewendet?)

  12. @elknipso: Du hast Recht, was die ganzen Äußerungen hier und von Herstellern angeht. Allerdings muss auch ich dir in einigen Punkten widersprechen.. Der Preis ist sicherlich eine Hürde. Das Paradebeispiel ist hier sicherlich der Tesla mit ~100k nicht vergessen darf man dabei aber, dass dies ein Auto der Spitzenklasse ist. Auch glaube ich, dass mit steigender Nachfrage der Preis fallen wird. Ganz einfaches Prinzip, der early adopter zahlt immer drauf.

    Das Problem mit der Reichweite halte ich für nicht existent. Wenn ich mit einer „Tankfüllung“ heute 400km fahren kann und anschließend für 30-45min. eine Pause einlegen muss. Dann halte ich das für vollkommen akzeptabel und würde mich in meiner Mobilität absolut gar nicht einschränken.

    Ich glaube schon, dass Strom den Antrieb der Zukunft darstellt.

    @Micha: Es ist einfach ein Fakt, dass die deutschen Hersteller den Trend verschlafen werden. Ja, BMW hat den i3 und den i8 raus gebracht. Beim i3 fahre ich dann im EcoPro + Modus ohne Klima und mit maximal 90 km/h fast 200km weit. wow.
    Der i8 schafft elektrisch ganze 120km/h Spitze. Ebenfalls: wow. Noch geiler, im i8 schaltet sich dann ab 60km/h der Verbrennermotor hinzu. Das ist mal konsequent!
    Das richtig traurige daran ist allerdings, dass BMW damit einsame Spitze ist was die deutschen Hersteller angeht… Den Rest ist noch trauriger.

    Da werden noch einige Hersteller auf den Automobilmarkt drängen die wir heute nicht auf dem Schirm haben…

  13. Apple und Google werden für das digital zurückgebliebene Deutschland noch ein großes Problem darstellen.

    Die haben so viel Geld, dass sie einen deutschen Automobilhersteller schlucken können.

    Generell ist Europa in der digitalen Welt viel zu schwach. Besonders nach der Bankenkrise hat Europa den Anschluss verloren.

    Wer jetzt sagt Mercedes usw sind stark, hat zwar Recht, aber ein Unternehmen dass in einem Quartal 18 Mrd USD Gewinn macht, ist ein anderes Kaliber. Generell entsteht der Eindruck, dass die dortigen Unternehmen mit dem Staat gemeinsame Sache machen. Der kometenhafte Aufstieg der Unternehmen spricht sicherlich nicht dagegen 🙂

  14. Why Apple won’t build the ‚iCar‘
    Paul Horrell wants Apple to make its much-rumoured electric car, but reckons it won’t. Here’s why
    http://www.topgear.com/uk/car-news/apple-icar-project-titan-electric-car-2015-02-19

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