World Backup Day 2018: Und wie sieht deine Strategie aus?

Da schaut man in den Kalender und bemerkt: Es ist ja schon Ende März, morgen kommen die ganzen semi- und professionellen Spaßvögel aus ihren Löchern gekrochen. Vorab ist erst einmal der seit ein paar Jahren existente „World Backup Day“ angebrochen. Gibt ja für alles Tage. Für Bier, Kaffee, die für viele Blogger obligatorische Jogginghose (für mich nicht mehr!) und noch etliche andere. Sind mir eigentlich immer egal diese Dinger. Auch der World Backup Day ist so ein Ding. Da muss ich immer an einen Tag denken, der von der Software ausgeschlachtet wird, wie Muttertag von Fleurop und Co. Feststehen dürfte: Wenn man nur einmal jährlich an das Backup denkt, dann läuft wahrscheinlich etwas falsch.

Schiefgehen kann ja eigentlich immer was. Man wünscht es ja keinem. Das Smartphone wird geklaut, im Desktop-PC oder dem Notebook raucht die Platte ab. Oder eine Festplatte raucht bei Strategen ab, die der Meinung sind, ihr 2bay-NAS im Stripe-Modus betreiben zu müssen. Wobei eine solche Lösung auch die erste Stufe zu einem Backup sein könnte, wenn man denn die Daten noch an einem anderen Ort vorliegen hat.

In den ganzen Jahren, die ich irgendwie in der IT zu tun habe, hat sich meine Denke und mein Szenario privat geändert, früher sicherte immer das komplette Windows-System regelmäßig, heute geht es mir nur um reine Daten – und im Falle von macOS und Time Machine ist das eh eine andere Nummer.

Auf dem Rechner selber habe ich kaum Daten, die sonst nicht irgendwo auch lagern. Für Windows halte ich mir immer Kopien meiner virtuellen Maschinen auf einem Rechner und meinem NAS (Synology 418play) vor. Musik liegt auf dem Desktop und dem NAS vor, der komplette iMac wird per Time Machine auf meinem NAS gesichert. Hierfür synchronisiere ich via der Synology-Apps die gewünschten Ordner.

Filme und Serien habe ich auch, diese liegen derzeit ausschließlich auf dem NAS vor, da ich diese Medien für Dinge halte, die ich nicht an zwei Orten sichern muss. Wird sich aber vielleicht irgendwann ändern, da man mittlerweile vieles automatisiert in die Cloud sichern kann – auch verschlüsselt und recht preisgünstig. So halte ich es auch mit meinen Fotos und Dokumenten. Die sind nicht nur auf dem Rechner zu finden, sondern auf dem NAS – und von dort wandern sie in die Cloud, allerdings verschlüsselt. Alternativen „für den kleinen Mann“ gibt es in der Cloud genug, herunterskaliert gibt es nicht nur bei Google Fotos unendlich Speicher, sondern auch bei Apples iCloud – das Stichwort sind hier geteilte Foto-Streams mit einer Kapazität von jeweils 5.000 Mediendateien. Außerdem kann man, allerdings unverschlüsselt, Fotos als Prime-Kunde bei Amazon kostenlos sichern.

E-Mails lagere ich in der Cloud, bei Gmail. Doch auch hier sichere ich in losen Abständen mal, hierzu nutze ich persönlich Google Takeout, Windows-Nutzern kann ich auf jeden Fall MailStore Home empfehlen, das für den Privatgebrauch kostenlose Tool sichert Mails aller Anbieter und bietet eine tolle Archiv-Funktion. Bei E-Mails kann man ansonsten jedes Programm, zum Beispiel Portable Thunderbird, nehmen. Mac-Nutzer können ja ebenfalls Mailboxen exportieren und irgendwie sichern. Die Möglichkeiten für die Datensicherung sind mannigfaltig, schier unbegrenzt. Wer sich auf eine Festplatte in seinem Rechner verlässt, der macht vielleicht, nein – wahrscheinlich – einen Fehler. Dann wenigstens eine zweite Festplatte, auf die gesichert wird, das kann die erste Stufe sein.

Empfehlungen? Schwer, es gibt so viele Lösungen, teils mächtig und für Profis, teils überschaubar und passend für jeden Anwender. In Sachen Windows-Software kann man viel empfehlen, mittlerweile recht beliebt dürfte das kostenlose Veeam Endpoint Backup sein.

Ob man ein NAS braucht, kann ich euch nicht beantworten. Ich habe seit Jahren welche im Einsatz und habe da immer zu Synology gegriffen. Hatte zwischenzeitlich auch mal günstigere Anbieter getestet, aber in Sachen Software war das totaler Mumpitz. Alternativ kann man sich vielleicht auch Bewertungen zu QNAP durchlesen, das wäre vielleicht eine Alternative. Und wem die Software auf NAS-Seiten egal ist, der hat eh große Auswahl.

Also Freunde – Backup machen. Sollte eigentlich nach der Ersteinrichtung kein großer Akt sein – vieles kann ja automatisiert werden. Dennoch ist das alles kein einfaches Thema. Denn mit Backup machen alleine ist es ja nicht getan. Ich schmeiße zu bedenkende Stolpersteine in den Raum: Das Backup kann durch einen Schädling infiziert werden. Eine Festplatte oder ein NAS kann abbrennen oder gestohlen werden. Außerdem sollte man ein Backup regelmäßig validieren, den Notfall also testen. Bei Einzeldaten: Ist noch alles da? Bei Archiven: Kann ich Dateien aus dem Backup zerren?

Wer noch unschlüssig ist: Einfach mal hier im Blog nach Backup suchen, ich habe im Laufe der Jahre unzählige System-Backup-Tools und Synchronisations-Programme vorgestellt, da sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein. Und wenn einmal etwas verloren gegangen ist – das ultimative Tool zum Wiederherstellen verloren gegangener Daten ist meiner Meinung nach Testdisk / Photorec.

Lasst gerne hören, wie ihr das macht, freue mich da auf eure Lösungen. Und nehmt gerne an unserer Umfrage teil 🙂

Hast du mal Daten verloren?

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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33 Kommentare

  1. Dokumente, Bilder und Musik – also für mich wichtige und teils unwiederbringliche Daten, werden mittels Syncthing auf PCs und NAS synchron gehalten. Das NAS sichert diese Daten regelmäßig lokal (unverschlüsselt) und in die „Cloud“(verschlüsselt). Die Cloud besteht in diesem Fall aus drei weiteren NAS im Familien- und Freundeskreis. Wir stellen uns hier gegenseitig Backupspeicher zur Verfügung.

  2. Ich sichere wichtige Daten von meine Geräte alle auf mein NAS. Und das wird wiederum in der Cloud bei Strato gesichert bzw auch auf ne externe Festplatte.

  3. Täglich mittels rsync auf das nas und extern in die eigene Cloud die wiederum auf einen zweiten Server gespiegelt wird.

  4. Mich wundert es immer wieder, für wie unbedeutend viele Techno-Fans ihre Betriebssysteminstallationen halten. Ja, anders als die privaten Daten, kann man sowas wieder nachinstallieren. Aber mit welchem Aufwand!! Und dann noch alle Extensions, Makros, Verknüpfungen nachbauen usw. Ich habe deshalb von Allem, nicht nur den paar Nutzerdaten, Mehrfachkopien. Natürlich auf gespiegelten NAS-Platten, aber zur besseren Sicherheit auch noch auf weiteren externen Festplatten. Und übrigens buchstäblich nichts von Belang in der Cloud. Sondern im eigenen Safe.

    • Hm, also mit allem drum und dran dauert die Neuinstallation meines OS (arch) ca. 30 bis 45 Minuten. Grundinstallation + Programme macht ein kleines Script und die Konfigurationen hole ich mir mittels git clone wieder. 😉

      • Wie lange die Re-Installation des Betriebssystems dauern kann, habe ich gerade mit einem älteren Notebook mitgekriegt, wo wieder Windows 7 drauf mußte. Nicht mal mit einem Update-Pack und vielen Stunden Geduld ist man da durch, nein es hagelt dann noch Update-Welle um Update-Welle. Ist halt kein Linux, gebe ich zu.

        Wie schwierig eine „einfache“ Neu-Installation sein kann, habe ich schon mehrfach mit Outlook als Email-Programm erlebt. Die Serverparameter sind nicht leicht zu erledigen, selbst mit den aufgeschriebenen Paßwörtern quält man sich da rum. Ich bin deshalb für Emails auf rein portable Anwendungen übergegangen und habe den Ordner mit den portablen Anwendungen auf mehreren Rechnern parallel.

        Um so ärgerlicher, daß nicht immer portabel drin steckt, wo portabel drauf steht: Wegen der Facebook-Geschichte bin ich jetzt von Chrome auf Vivaldi umgestiegen und von Google zu Startpage. Aber wenn man so ein portables Verzeichnis auf einen anderen Rechner kopiert, fehlen da all Erweiterungen, weil die nicht im portablen Verzeichnis gespeichert werden sondern auf C: unter den Userdaten.

        • Name? Sag ich nicht says:

          Neben dem Betriebssystem habe ich eigentlich nichts, was großartig „installiert“ werden müsste. Außer vielleicht Firefox und Chrome. Hier muss dann auch nur das sync wieder eingerichtet werden und alles ist wieder da. Alles andere ist praktisch portabel und entsprechend per Dateiversionsverlauf mit dem NAS synchronisiert.
          Für den Fall der Fälle kann man ja mit der Freeversion vom Macrium Reflect noch ein Image von der HD ziehen. Selbst für Office 2016 braucht man ein Microsoft Konto und installiert dann aus der Cloud.

  5. Name? Sag ich nicht says:

    Das was auf dem Windows PC ist geht per Dateiversionsverlauf aufs NAS. E-Mails bleiben sowieso auf dem Mailserver, werden aber lokal noch mit Mailstore gesichert. Fotos vom Smartphone gehen gleich in die Cloud. Firefox synct Lesezeichen, Passwörter & Co. Der Keepass-Container ist auch in der Cloud und offline auf allen Geräten.
    Somit gibt es auf dem Smartphone und Tablet eigentlich nichts, was extra oder manuell gesichert werden müsste.
    Ein paar wichtige Ordner vom NAS werden unregelmäßig noch auf eine externe Festplatte gesichtert. Der „Rest“ vom NAS ist praktisch ein großes schwarzes Loch. Wenn weg dann weg, schade drum aber nicht wirklich ärgerlich.

  6. „So halte ich es auch mit meinen Fotos und Dokumenten. Die sind nicht nur auf dem Rechner zu finden, sondern auf dem NAS – und von dort wandern sie in die Cloud, allerdings verschlüsselt.“

    Hat da jemand Empfehlungen?
    Einerseits Festplatte automatisiert inkrementell in eine verschlüsselte Cloud (gerne Dropbox) schieben.
    Boxcryptor?

    Und würde auch gerne von Dropbox eine automatische Sicherung irgendwo hin haben.
    Hätte gerne meine Hauptdaten in der Cloud, sodass ich mit jeden Gerät dran komme und Änderungen vornehmen kann.

  7. Ich bin in dem Thema Backup etwas zu übervorsichtig, wenn es das in diesem Fall überhaupt gibt.
    Meine gesamten Daten, also Fotos (ca. 30000), Musik, private Videos (Kinder und Familie), Dokumente etc. lagern immer schon auf meinem Windows Rechner auf der 2. internen Festplatte, diese Daten werden auf meinem Notebook, Synology NAS und 2 externen RAID-Festplatten (Spiegelung) mittels manuellem Sync (Free Filesync) synchron gehalten.
    Fotos, Dokumente und Videos sind dann nochmal mit der selben Methode auf einer Festplatte in der Firma gelagert.
    Fotos, Dokumente und Videos gehen dann mittels Hyper-Backup automatisiert und verschlüsselt auf eine USB-RAID-Festplatte direkt am Synology NAS und zusätzlich noch in die Synology C2-Cloud.

    Die beiden ersten RAID-Festplatten nutze ich eigentlich nur, da ich diese aus gebrauchten PCs übrig hatte und nicht wusste was ich damit tun soll, daher alles doppelt und 3-fach gesichert.

    Es würde sicher die Synchronisation zwischen PC und NBK reichen und zusätzlich noch, NAS und C2 Backup.

    Frohe Ostern allerseits und alles Gute beim Datensichern.

  8. Ich habe eine externe 4TB Platte am PC auf die täglich mit Image For Windows ein verschlüsseltes Image der System-Platte erstellt wird (1 Full, 6 differentielle, 4 Sets, also knapp ein Monat), zusätzlich macht Arq Backup stündlich verschlüsselte Backups ausgewählter Ordner auf die Platte und Dropbox. Zusätzlich werden wichtige Ordner per Dropbox bzw. demnächst Nextcloud gesynct. Die Nextcloud-Instanz ist ein Dedicated Server bei Hetzner.Da kommt ggf. demnächst noch eine StorageBox dazu, wenn ich mich von Dropbox verabschiede. Mails liegen bei mailbox.org. Wichtige Mails werden als PDF-Ausdruck bei Dropbox/Nextcloud gelagert, Logins und Lizenzen liegen in einem Enpass Vault. (mit Kopie auf Dropbox/Nextcloud).

    Ich habe weiterhin mit Cryptomator verschlüsselte Vaults lokal, bei Dropbox und Nextcloud, auf die ich per MountainDuck sehr komfortabel zugreifen kann.

  9. Die BootSSD wird am 1.Sonntag des Monats gesichert,die DatenHDD am 3.Gesichert wird auf einem HP Proliant Microserver der nicht ins WWW kann und nur bei Bedarf eingeschaltet wird.Die Platten werden nach 2 Jahren getauscht und dienen dann nur noch für Testzecke oder stehen wie früher Videokassetten im Regal.

  10. Früher war ich jemand, der regelmäßig Systembackups angelegt hat und all solchen Kram. Das hat sich mittlerweile deutlich geändert, weil es sich einfach nicht lohnt. Das System ist im Notfall innerhalb maximal einer Stunde mit allen Treibern wieder nutzbar. Kommt noch die Programminstallation hinzu, wobei ich da einfach bei den wichtigsten Anwendungen die Einstellungen einmalig sichere (entweder die Ini-Datei kopieren oder die Registry-Keys exportieren) und das wäre dann auch wieder in maximal einer weiteren Stunde komplett durch. Für potentiell maximal 2 Stunden Arbeit für einen höchst selten eintretenden Fall, opfere ich keine Terrabyte an Datenträgern mehr.

    Benutzerdaten (Bilder, Dokumente, Downloads, Profilordner von Firefox u.s.w.) liegen auf einer zweiten physischen Platte und werden automatisch mittels CryptSync verschlüsselt auf die extrerne Festplatte gesichert, sofern die angeschlossen wird, was im Schnitt völlig unaufgeregt einmal alle 7-14 Tage passiert. Außerdem landen diese Daten (abzüglich des riesigen Download-Ordners) noch – ebenfalls per CryptSync verschlüsselt automatisch im OneDrive – das passiert dann im Gegensatz zur Sicherung auf der externen Platte jederzeit sofort.

    Während früher Backups für mich eine sehr platzfressende Methode waren, einfach weil ich es nicht wirklich besser zu konfigurieren wusste und weil eine Windows-Installation mit Updates da auch mal einen halben Tag dauerte, wird jetzt eben das gesichert, was wirklich wichtig ist. Spart Platz und ist viel individueller konfigurierbar – sowohl bei der Erstellung als auch bei der Wiederherstellung. Und ist alles einmal ordentlich konfiguriert läuft alles genauso unscheinbar und ohne wirkliche Nutzerinteraktion ab, wie es das damals bei den Systembackups tat.

    Mails (GMail) werden unregelmäßig mal mittels Mailstore Home gesichtert (allerdings eher so einmal alle 6 Monate, wichtige Mails landen eh lokal in meinem Dokumente-Ordner), dass Smartphone sichert wichtige Ordner mittels MyPhoneExplorers MultiSync beim Anschluss an den PC ebenfalls automatisch, wobei diese Daten dann letztlich mit in dem normalen „Backupsystem“ des PCs landen und dort mitgesichtert werden.

    Potentielle Schädlinge beißen sich vermutlich an der Tatsache die Zähne aus, dass die Daten an allen anderen Backup-Orten verschlüsselt sind und die externe Platte eben zusätzlich im Regelfall nicht am System hängt.

  11. Raid, NAS, wichtiges in Glacier. Systembackup interessiert mich nicht. Ist in 1h wieder eingerichtet, alles im Kopf.

    Sobald ich irgend einen Virus habe, widerherstellungspunkte via NAS, oder komplett platt. Wie gesagt, für mich 1h warten, 5min Einrichtungszeit. Weiß ja nicht was ihr da alle groß einstellt ….vll in Linux aber Windows ist mir doch völlig Wurst. 5 min alles wieder da.

  12. Lokal installiert ist bei mir eigentlich nur das Betriebssystem(Win 10) und ein paar herkömmliche x86-DesktopProgramme.
    Zum größtenteil als portable Version..die man einfach auf die Platte kopiert.Win10-Apps habe ich komplett von der Platte gelöscht. Deshalb sind auf meiner lokalen Platte auch nur 32 GB belegt.

    Der größere Teil meiner Anwendungen sind komplett in der Cloud(AWS und GCP) und dort vor Malware aller Art
    geschützt. Daten (Bilder, Musik, Video, Tabellen, Dokumente u.s.w.) sind größtenteil auch in der Cloud und auf
    einem NAS. Der NAS wird nur bei Bedarf eingeschaltet.

    d.h. das schlimmste was mir bei Malware passieren könnte ist, dass Win10 neu installiert und von dem
    Standard-Unrat gesäubert werden muss(das wäre grob gerechnet vielleicht eine Stunde Arbeit ) . Der Rest
    ist ein simpler Kopiervorgang um das System wieder herzustellen….und dafür habe ich ein paar Skripts.
    Richtig zu installieren(mit Setup und so)…sind bei mir nur die Browser – Chrome und Firefox.

  13. Da ich momentan noch alles auf Platten direkt bei speichere suche ich nach einer Cloudlösung mit Verschlüsselung und möglichst viel Speicher. Daher würde mich interessieren bei welchem Anbieter ihr in der Cloud eure Daten habt.

  14. Neben dem Schutz gegenüber Ausfall des Speichermediums finde ich vielleicht noch wichtiger einen Schutz gegen Ransomware. Deshalb
    1. eine eigenes Netzwerk, das von meinem IoT Netzwerk getrennt ist. Insgesamt habe ich drei Netzwerke, Gast, IoT und Büro/Backup.
    2. drei Backup Medien, die mit rsync arbeiten und die an zwei verschiedenen Orten stehen.
    3. zusätzlich 2 Backup Medien, die im allgemeinen ohne Strom sind und bei denen ich alle 2 Wochen ein manuelles Backup (dann mit Strom :-)) anstoße, wenn ich weiß, dass die Daten ok sind.
    4. Systembackups mache ich im allgemeinen auch nicht. Nur die Systeme für meine beiden Raspberries werden auf jeweils zwei uSD Karten gesichert.

  15. ich arbeite nur noch mit portablen Programmen von PortableApps (LibreOffice,VLC,Firefox und Thunderbird). Die damit erzeugten Dateien liegen im gleich Verzeichnisbaum.
    Dieses Verzeichnis sichere ich täglich auf einen USB Stick mit Winrar.
    Auf dem Stick ist Windows mit einer unattend.xml.
    Wenn das System abraucht, Stick rein, Neustart, max. 30 Minuten warten. System mit allen Daten und Apps wiederhergestellt (Dank setupcomplete.cmd und firstrun.cmd).
    Mittlerweile habe ich auch eine Lösung gefunden, die Dateiverknüpfungen automatisch herstellen zu lassen (doc, xls, ppt, pdf etc).Dies ist ja, wenn man nicht „richtig“ installiert, (also mit setup.exe) sonst nicht gegeben. Funktioniert bei mir mit assoc und ftype.
    Schaue ich jetzt bei mir in die Systemsteuerung „Programme deinstallieren oder ändern“ steht da: auf diesem Computer sind keine Programme installiert.
    Das System läuft im wie nach einer frischen Neuinstallation.
    Damit das ganze auch auf einem Fremdrechner oder anderem Account funktioniert arbeite ich in meinen Skripten viel mit Variablen ála %homedrive% %homepath% %appdata% etc,

  16. Ich habe zwei NAS in einem VLAN. Diese sind nur direkt via IP ansprechbar, andere Erkennungsmethoden werden ausgefiltert.
    Eines der beiden läuft rund um die Uhr, das andere wird jeden Sonntag nur für die Sicherung eingeschaltet.
    Via GoodSync mache ich sowohl das Backup von Laptop auf NAS1, als auch von NAS1 auf NAS2. Freie Software war hier allesamt zu langsam beim Indizieren der Dateien (bis über 2h, GS erledigt denselben Job in 15 min).
    Damit bin ich gut gegen Datenverlust und Ransomware aufgestellt.
    Alleine für einen Wohnungsbrand suche ich noch nach der geeigneten Methode.

  17. Puhh! Beim Thema Datensicherung habe ich scheinbar echt noch einen langen Weg vor mir. Ist toll was ihr das alles macht und welche Kosten ihr in Kauf nehmt. Eure Beschreibungen helfen mir neue Lösungen und Programme zu entdecken und neue Ideen für eigene Strategien zu entwickeln 🙂

  18. Ich benutze „personal Backup“. Ein kostenloses Tool, das mehr Funktionen bietet als jedes kommerzielle Tool, das ich ausprobiert habe. Damit erstelle ich täglich Backups von Ordnern in denen ich nahezu jeden Tag Dateien bearbeite (und wöchentlich von allen anderen Dingen die ich brauchen könnte. Wie Benutzerprofile diverser Programme). Die Backups kommen in einen Ordner auf einer zweiten Festplatte, der nur durch einen bestimmten User beschreibbar ist. Damit wird vermieden, dass diese Verschlüsselungsviren irgendwas damit machen können. Selbst wenn ich als Admin angemeldet sein sollte.
    Was Windows und Programme angeht mache ich aber allegemein keine Backups. Seit Windows 8-Release ist mir Windows noch nie abgeraucht. Neuinstallationen mache ich daher nur wenn die Hardware getauscht wird. Also sehr selten und es dauert höchstens ’ne Stunde.Deswegen fange ich da gar nicht erst an irgendwelche Setups zu basteln, die bei der nächsten Neuinstallation eh wieder veraltet sind.

    Das Ganze wird dann automatisch jeden Tag in die Cloud geladen. Jetzt werden sicher einige aufhorchen. Aber keine Sorge. Dafür benutze ich einen Ordner, der nicht synchronisiert wird. „Mega“ macht es einem da sehr einfach. Zudem sind die Backups verschlüsselt, so wie auch alles bei Mega selbst noch mal verschlüsselt wird.

    Die Backups lagere ich mittlerweile nur noch in der Cloud (neben der lokalen Kopie auf meinem Rechner) da mir in den letzten Jahren einfach viel zu viele externe Platten und USB-Sticks das Zeitliche gesegnet haben.Da bezahle ich lieber ein paar Euro im Monat und überlasse die Wartung Leuten die sich damit den ganzen Tag beschäftigen müssen.

    Verloren habe ich zum Glück noch nie was. Seit knapp 15 Jahren. Ich denke das ist ein ganz guter Schnitt.

  19. elknipso2 says:

    Ich mache alle paar Tage ein 1:1 Image von meinem PC mit Veeam Backup auf eine externe Festplatte.

    Zusätzlich werden die wichtigen Dateien auf mein NAS gesichert, zusammen mit den anderen Daten die auf meinem NAS liegen wird davon eine Kopie auf eine weitere externe Festplatte erstellt.

    Des Weiteren gibt es noch ein Backup das alle paar Monate aktualisiert wird und an einem anderen Ort liegt falls es hier mal brennt oder eingebrochen wird. Natürlich liegen dort zwei Festplatten welche abwechselnd aktualisiert werden. Für den Fall, dass es hier mal brennt an dem Tag an dem die eine Festplatte zum aktualisieren im Haus ist.

    Ich denke mit dem System bin ich ganz gut aufgestellt. Und für den Fall, dass die Hölle zufriert gibt es noch ein Cloud Backup, das habe ich aber primär deshalb erstellt um auch unterwegs im Notfall auf die Daten zugreifen zu können, und weil ich für den Cloud Speicher so gut wie nichts bezahle.

  20. diebullen says:

    Backup + digitales Erbe

    Das für mich wichtigste Backup habe ich im Kopf meines Vaters abgespeichert. Den Schlüssel.

    Mein essentieller Datenbestand liegt encrypted in meiner OneDrive und es gibt zwei mit Bitlocker verschlüsselte MobilPlatten (ca. Halbjahresturnus). Die eine liegt bei meinem Vater, dessen Key habe nur ich und die andere liegt bei mir, auf dessen Key (Desktop PC hat denselben Key, Keepass auch) ich ihn schon lange antrainiert habe. Sollte mit mir mal was sein war das nicht nur ein Backup, sondern er hat sofortigen Zugang zu sämtlichen Accounts, Daten, Smartphone.

  21. Professor says:

    Wer sein Glück und das Leben von Daten abhängig macht die er dann auch noch aufwändig backupen muß sollte tatsächlich mal anfangen ganz kräftig darüber nachzudenken.

  22. Time machine und fertig. Der Rest in der Cloud. Dropbox, Google Drive, Box usw.

  23. Unsere Daten liegen auf einem NAS. Auf diesem liegen u.a. versionierte Snapshots und ein tägliches versioniertes Backup auf eine 2. NAS. Daneben wird 1xtägl. ein Offsite Backup durchgeführt (aktuell HiDrive). Auf Einsatz eines RAID verzichte ich. Meine Recovery Objective Time ist geduldig 😉

  24. Time Machine und Backblaze.

    Mit Time Machine kann ich sogar alte Änderungen an Dokumenten wiederherstellen. Nicht nur Backup sondern auch Versionen usw.

    Mit Backblaze sind meine 4 TB in der Cloud gesichert. Der Client verbraucht kaum Ressourcen (kein Java-Monster wie bei Crashplan) und tut sein Ding ohne zu murren. End-to-end verschlüsselt und für 5 EUR im Monat. Habe allerdings vor ein paar Monaten für 100 EUR 2 Jahre im Voraus gekauft. Einziges Problem: Wiederherstellung nur per Zip-Download oder Platte mit Daten per Post.

    Minimales Setup und kein Babysitting. Ich habe hier Jahrelang externe Platten mit rsync gespiegelt usw. Nie wieder.

  25. Inzwischen mache ich es mir relativ einfach, von NAS & Co. habe ich mich verabschiedet.

    Ich sichere lediglich dauerhaft mittels Arq Backup meine Rechner verschlüsselt in One Drive. Da habe ich auch einen Versionsverlauf über mehrere Monate. Fotos liegen zusätzlich noch in der iCloud.

    Schnell, einfach, sicher und für meine Zwecke völlig ausreichend.

  26. Olvi Lapinkulta says:

    Ich bin altmodisch. Ich habe alles, was für mich wichtig ist, im Kopf.

    • FriedeFreudeEierkuchen says:

      Auch deine Fotos und Dokumente? Wie druckst du die aus? Oder sind dir Fotos tatsächlich unwichtig? Was ist mit Verträgen, Rechnungen etc?
      Ich habe viel im Kopf, aber eine ganze Menge Alltagskram möchte ich nie und nimmer im Kopf haben. Und meine Fotos sind mir heilig 🙂

  27. Rolf Wagels says:

    Crashplan, einmal lokal auf eine externe Platte und einmal in die Cloud. Dazu Dropbox, was natürlich aufgrund des Syncs kein so richtiges Backup ist. Crashplan läuft hier tadellos, hört man nicht, sieht man nicht, aber macht, was es soll.

  28. Ich versuche derzeit noch meinen Weg zu finden.

    – Die Rechner sichern per UrBackup auf das NAS
    – Daten der Smartphones (Bilder, Whatsapp usw.) per Resilio auf NAS
    – Verteilte Daten auf den Rechnern und auf das NAS per Seafile
    – Auf dem NAS läuft ZFS mit einem täglichen Export auf eine USB-HDD

    Ich probiere gerade den ZFS-Export zu verschlüsseln und in die Cloud zu kopieren. Verschlüsseln ist kein Problem, aber die Datenmenge in die Cloud ist nicht ohne. rsync hilft da nur bedingt.

  29. Seit dem ich Datenschutz nicht mehr so ernst nehme, ist es ganz einfach. Kontakte über Google, Bilder auch über Google Fotos (ich mag es irgendwie ziemlich sehr), Mails sowieso in Google. Bei Mails habe ich noch nie an eine Sicherung gedacht, nutze ich nur am Smartphone oder direkt im Browser. Damit hat man von überall Zugriff.
    Aufm PC sind Dokumente und Install-Dateien von einigen Programmen im Dropbox-Ordner. Den hab ich mit dem Werbelink und Google Adwords auf knapp 28Gb kostenlosen Speicher geblasen.
    Windows 10 ist im Notfall ruckzuck neu aufgesetzt. Ich empfehle sehr die Webseite ninite.com. Dort sucht man sich seine Programme raus, bekommt einen Installer und alles wird werbefrei Installiert. Chrome synchronisiert sowieso, Spiele kommen über Steam und Musik über Spotify, Filme über Amazon und Netflix. Und die ganzen Passwörter dazu lagern bei Bitwarden und Lasspass.
    Ab und zu setze ich Smartphone und PC mal zurück, da merkt man dann auch immer, ob man für den Ernstfall gut gerüstet ist. Aktuell klappt es ganz gut. Früher hatte ich aber auch schon mal Verluste zu beklagen.

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