WordPress.com: Neue Hosting-Tarife und Beschneidung von „WordPress Kostenlos“

WordPress ist das System, auf welches weltweit am häufigsten bei der Auswahl von Content-Management-Systemen gesetzt wird. Da gibt es einmal das kostenlose WordPress, welches jeder herunterladen und installieren kann, auf der anderen Seite gibt’s einen Dienst, der auf WordPress.com zu finden ist. Dort kann sich jeder sein kostenloses WordPress-Blog anlegen. Auch kostenpflichtige Angebote mit mehr Speicher, Werbefreiheit und eigener Domain hat man im Angebot.

5 Abo-Stufen gab es bislang, von der kostenlosen über 4 unterschiedliche Premiumstufen ging es da. Das hat sich nun geändert – und es betrifft auch Bestandsnutzer eines kostenlosen WordPress-Blogs. Die alten Stufen sind Vergangenheit, es gibt jetzt eine kleine „Kostenlos“-Stufe, danach geht’s dann direkt bei WordPress Pro für 15 Euro im Monat los.

Die neue Kostenlos-Stufe ist schlechter aufgestellt als bisher. Das kostenlose Paket enthielt keine benutzerdefinierte Domain und 3 GB Speicherplatz, nun gibt’s noch 500 MB. Ebenfalls neu ist eine Besucherobergrenze. Das gab es vorher nicht. 10.000 Besucher darf ein Free-Blog haben, 100.000 das WordPress Pro.

Laut ersten Meldungen wird es wohl so sein, dass Nutzer im Free- und Pro-Tarifen für „kleines“ Geld Speicherplatz und ein Mehr an möglichen Besuchern erkaufen können. Eigentlich Dinge, die man sich vorher vielleicht hätte überlegen sollen.

Ärgerlich für Bestandsnutzer: Laut Meldungen in den Foren hat WordPress auch die beschnitten, denen also Speicherplatz weggenommen. Das ist überraschend, da WordPress sich selbst mit seinen kostenlosen Angeboten immer auf die Seite der Nutzer geschlagen hat, viel im Bereich Open Source getan hat, man es auch den Leuten einfach machen wollte, dass diese publizieren können. Hoffentlich bekommt man da noch den Dreh und es handelt sich um einen Fehler. Normalerweise beschneidet ein Unternehmen keine Alt-Konten ohne Ansage und Übergangszeit.

Nutzer, die ihr Blog bei WordPress.com hosten (wollen), sollten unbedingt die Augen aufhalten, ob es noch offizielle Ankündigungen gibt, wie es da noch weitergeht.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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10 Kommentare

  1. Sebastian says:

    SaaS= Der Nutzer ist die Kuh. Zuerst wird gefüttert, dann gemolken.

    • FriedeFreudeEierkuchen says:

      SaaS ist nicht automatisch schlecht. Alles was ein Server-Setup involviert kann man gerne auslagern oder man muss viel Zeit und Energie in das Absichern, Updaten und Lernen von „best practices“ stecken. Selbst einfaches Webhosting ist SaaS (Apache oder nginx), dein E-Mailprovider, dein Messenger – ist alles SaaS.
      Klar: Du kannst dich richtig tief reinknien und dich mit Sicherheitsrichtlinien und dem Lesen von Security News beschäftigen – Wer die Zeit dazu hat…
      Es gibt Leute, denen ist schon ein einfaches WordPress Setup zu komplex. Die wollen sich nicht mit Zertifikaten, Domain-Konfiguration, Datenbank etc beschäftigen. Da muss man sich schon mit prinzipiellen Konzepten auseinandersetzen, anstatt einfach mit dem Inhalt loszulegen. Warum sollen Einsteiger nicht auf das Angebot zurück greifen? Und irgendwie muss die Party „WordPress“ auch finanziert werden. Server und Hosting kosten einfach Geld.
      Oder hast du konkrete Alternativ-Vorschläge für Nutzer ohne Vorwissen oder mit wenig Zeit die nix kosten? Das dürfte es nicht ohne massive Datenschnorchelei geben.

  2. Christian says:

    So gut und vielseitig WordPress ist, der kostenlose Blog war ja eher nicht so konkurrenzfähig. Spätestens jetzt nicht mehr. Allein , für 15€ bekommst besser Pakete.

  3. Hat WordPress.com Server in Deutschland bzw. der EU? Auch so wäre das Angebot für Deutsche doch eh nicht DSGVO-Konform, weil du Daten an die USA sendest, was aktuell so nicht erlaubt ist, soweit ich weiß.

  4. Also wer für einen Blog bzw. eine Website mit 500 MB und 10000 Besuchern nicht auskommt, sollte sich wirklich nicht aufregen. Das kostenlose Angebot ist noch immer ziemlich gut aufgestellt.

    Aber es gibt auch viele deutsche Anbieter wie zB IONOS die deutlich günstiger ein Hosting für verwaltete WordPress-Instanzen anbieten. Inklusive Domains und genug Speicher. Außerdem gibt es weiterhin immer noch die Möglichkeit WordPress selber auf einem Webspace zu installieren und zu warten.

  5. Besucherobergrenze? rofl.

  6. Für Bestandskunden ändert sich nichts: » […] These new plans only apply to new sites created after March 31, 2022. If you have a legacy plan, you are welcome to stay on it.

    If you have a free site created before this pricing update, you can choose to stay on that legacy free site or you can choose to switch to the new Pro Plan. […] «

    https://wordpress.com/forums/topic/pricing-feedback/

  7. Achtung, weil das viele nicht unterscheiden können: wordpress.com ist ein Hosting Anbieter und hat NICHTS mit dem WordPress CMS zu tun. Sie nutzen es nur. Das CMS gibts nach wie vor kostenlos.

    • FriedeFreudeEierkuchen says:

      Ich zitiere die Wikipedia:
      „WordPress […] wurde ab 2003 von Matthew Mullenweg als Software für Weblogs programmiert […] Im August 2005 gründete Matt Mullenweg […] das Unternehmen Automattic mit dem Ziel, weitere Dienste rund um das Bloggen anzubieten und die Entwicklung von WordPress besser zu koordinieren. Im selben Jahr startete Automattic den Bloghosting-Dienst WordPress.com, der auf der Multi-User-Version von WordPress basiert.“
      Deine Aussage stimmt also nicht, dass wordpress.com nichts mit WordPress zu tun hat. WordPress.com ist die Geldmaschine hinter WordPress. Irgendwo muss das Geld für Hosting und Entwicklung etc auch her kommen. Ein legitimes und durchaus übliches Geschäftsmodell in der Open Source Szene.

  8. Grade unter https://wordpress.com/de/pricing/ geguckt, da steht nun bei „WordPress Kostenlos“ 1 GB und nicht 500 MB.

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