
Die Messlatte, die man sich selbst auferlegt hat, liegt also entsprechend hoch. Diese zu reissen, möchte man unter anderem dadurch vermeiden, zu wirklich 100% Open Source-Software und dabei auch alle bekannten Enterprise-Features liefern zu können.
An letzterem Feature arbeitet das Team übrigens eigenen Angaben zufolge noch und befüllt aktuell GitHub mit den notwendigen Inhalten. Auch die Enterprise-Funktionalitäten sollen zu 100% Open Source sein und dazu führen, dass die Qualität der Applikationen entsprechend ist und auch die Release-Zyklen kurz gehalten werden. Da man nun ja nicht mehr auf zwei Hochzeiten tanzen und die Enterprise-Features vom Community-Projekt trennen möchte, verspricht man sich gerade mit diesem Weg einiges für Nextcloud.
Natürlich kann Support auch nach wie vor eingekauft werden, Geld muss ja dann am Ende doch irgendwie in die Kassen kommen – hier möchte man das „Red Hat“ Business-Modell verfolgen und wird zeitnah weitere Informationen dazu veröffentlichen. Interessierte User dürfen bereits hier Kontakt aufnehmen. Wer übrigens die Möglichkeit der „Upload only“-Freigaben oder ein ausführlicheres Log benötigt, darf sich freuen: Diese Funktionen sind bereits direkt mit an Bord.
Wer den Sprung nun wagen möchte, findet auf der Webseite des Projektes die Download-Pakete und auch die Möglichkeit, von ownCloud direkt auf Nextcloud zu aktualisieren. Ab ownCloud 8.2.x soll das direkt funktionieren, davor gilt es, eine händische Upgrade-Anleitung zu befolgen. Aktuell gibt es die Nextcloud-App übrigens nur für Android-Geräte, aber auch die bekannten Android- und iOS-Apps von ownCloud sollen – ebenso wie jeder WebDAV-Client – funktionieren. Daran arbeite man aber und werde zeitnah auch die iOS-App nachreichen, so die Entwickler.
[appbox googleplay com.nextcloud.client ]