
Das ist nicht das erste Mal, dass sich Spotify wegen nicht bezahlter Streams in der Klemme sieht. Allerdings muss man bedenken, dass hier das ganze Musiksystem auch eine Rolle spielt, denn es verdient an einem Lied nicht nur eine Partei, sondern mehrere. Da gibt es Gelder für Sänger, Komponisten und haste nicht gesehen. Spotify hat hierfür auch einen Pott und beteuert immer wieder, dass man gewillt ist, Lizenzen zu bezahlen, wenn die Lizenzinhaber denn greifbar sind.
An diesem Modell stört sich Wixen Music Publishing allerdings, es würde keine faire Summen an die Rechteinhaber auszahlen. Spotify hingegen zweifelt indes sogar an, dass Wixen Music Publishing die Rechte hat, im Namen der Künstler zu klagen. Zwar hätte Wixen administrative Rechte für die einzelnen Künstler, diese würden aber Rechtsstreitigkeiten nicht einbeziehen.
Der Zeitpunkt der Klage kommt allerdings auch nicht von ungefähr. In den USA besteht die Möglichkeit, dass der Music Modernization Act in Kraft tritt, dann wäre die Klage hinfällig, wenn sie nicht vor dem 1. Januar 2018 eingereicht wurde. Aus diesem Grund wurde die Klage noch letztes Jahr eingereicht, Wixen Music Publishing ist aber durchaus offen für faire außergerichtliche Angebote von Spotify.