WinSIM: Gericht kippt Preiserhöhung aus dem März

WinSIM machte sich Anfang des Jahres bei einigen seiner Kunden unbeliebt. Der für brutal günstige Tarife bekannte Anbieter hat plötzlich Preise erhöht – für Bestandskunden. Neulich gab es dann die Meldung, dass Kunden wieder auf den alten Preis umgestellt werden. Warum das so war, war zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Des Rätsels Lösung sollte ein Gerichtsurteil sein, über das die Verbraucherzentrale NRW informiert. Diese hatte geklagt und vorm OLG Frankfurt gewonnen.

Dabei beruft sich das Urteil nicht einmal auf die Preiserhöhung an sich, die durchaus über die AGB abgedeckt ist. Das Gericht stört sich vielmehr an der Information der Kunden. Diese wurden per Mitteilung in der „Servicewelt“ darüber informiert, darauf per SMS und E-Mail hingewiesen. Allerdings in einem Wortlaut, der nicht angemessen ist.

„Aktuelle“ oder „neue Informationen“ zu einem Tarif können laut Gericht vom Kunden auch als Werbung interpretiert werden. WinSIM kann nicht sicherstellen, dass die Nachricht auch alle Kunden erreicht, was wiederum Voraussetzung ist, um den Preis über die AGB abgedeckt zu erhöhen.

Die Verbraucherzentrale rät Kunden, Rechnungen genau zu prüfen und bei einer Preiserhöhung dieser zu widersprechen. Ebenso soll man zu viel bezahlte Euro wieder zurückfordern.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Gut wenn ich richtig gelesen habe, wegen 2€ mehr im Monat muss man schon etwas länger auf das nächste 800€ Smartphone sparen.

  2. …. aber wenn im Leben jeder Euro zählt…

  3. Ob ich nun 3,99€ oder 5,99€ im Monat zahle ist mir fast egal.
    Wenn ich mir die anderen Tarife, gerade Vodafone und Telekom anschaue, da bezahle ich ein vielfaches für die gleiche Leistung.
    WinSim ist für mich immer noch günstiger als der Rest.

  4. @ NickS Rufnummernmitnahme kostet immer bis zu 29,95€ . Die max Höhe ist von der Bundesnetzagentur vorgeschrieben. Und ja ist zwar alles Drillisch aber halt eigentändige Firmen. winsim Premiumsim Smartmobile.. Da kannst nix machen. Und bin jetzt zu Premium Sim weil 9,99 für 3 GB und mtl kündbar!!

  5. @Michel Ehlert und NickS:

    Genau wegen dieser Rufnummermitnahme streite ich mich gerade mit Smartmobile rum. Ich bin von Smartmobile zu PremiumSIM gewechselt – die Mitnahme wurde als kostenlos eingestuft. Nun berechnet mir aber Smartmobile den „Markenwechsel“ (steht genau so auf der Rechnung) – das ist für mich betrügerisches Vorgehen, da weder in den AGB noch sonstwo darauf aufmerksam gemacht wurde.

  6. @ Luke2kk

    bin von 1&1 zu vodafone mit meinem DSL gewechselt. Wunder 29,9€ auf der Schlussrechnung für die rufnummern Mitnahme.. AGB nix gefunden bei der Küdigungs-/Portierungsbestätigung stand auch nix. Daraufhin hab ich ich jadie Bundesnetzagentur angerufen. die haben gesagt das die das dürfen.

  7. Nicht nur wiedersprechen, bei sowas hat man auch Sonderkündigungsrechte. Die Preiserhöhung ist ja nur einseitig und wer akzeptiert eine einseitige Vertragsveränderung automatisch? Niemand, normal sollte überall eine neue Unterschrift erfolgen müssen. Das nervt vor allem wenn Banken 0 8 15 Infos schicken, wenn sie überhaupt was schicken, wo die AGBs abgeändert werden. Natürlich nie zum Guten für die Verbraucher.

  8. Es geht nicht um die Erhöhung um ein paar Euro, wobei das prozentual natürlich eine heftige Erhöhung war, sondern primär um die Art und Weise wie der Anbieter diese durchgesetzt und kommuniziert hat.

    Das war auch in meinen Augen in einem sehr unseriösen Bereich angesiedelt, weshalb ich den Anbieter zukünftig ebenfalls meiden werde. Das ist einfach kein faires Geschäftsgebaren.

  9. @NickS und Michael Ehlert:

    Kleines Update: PremiumSIM hat mir nun aus Kulanz den „Markenwechsel“ erstattet.
    Dreistigkeit setzt sich somit nicht immer durch. Man muss nur ein wenig hartnäckig sein.

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