Windows: Vollbackup mit Redo Backup erstellen

Windows 8 steht vor der Tür und viele wollen den Spaß vielleicht auf ihrem Rechner ausprobieren. Sicherlich werden viele bis alle vorher ein Backup ihrer Daten, ja vielleicht sogar ihres gesamten Systems machen wollen. Ich selber sichere meine Daten in regelmäßigen Intervallen als lose Datensammlung, ab und an sichere ich aber auch das komplette Betriebssystem – falls mal eine Platte die Grätsche macht.

Unter Windows 8 gibt es verschiedene Bordmöglichkeiten, ein Backup zu erstellen, die gar nicht sooooo schwierig sind, sich für Einsteiger nicht unbedingt anbieten. Denen kann man noch immer Acronis und Co auf die Platte werfen und einmal einrichten. Ich selber nutze mittlerweile für mein Backup das auf Ubuntu* basierende Redo Backup, welches super einfach zu bedienen ist. (*CD basiert auf Ubuntu, der Rest ist eine GUI für partclone).

Es lässt sich von einer Boot CD starten, allerdings ist auch das Einrichten eines USB-Sticks mittels unetbootin möglich. Nach dem Boot findet man nicht nur die Möglichkeit vor, Partitionen oder die komplette Platte auf ein anderes Medium zu sichern (andere Festplatte oder Netzwerk), es gibt auch einen Browser, Dateibetrachter, sondern auch die von mir hoch geschätzte Photorec- / Testdisk-Kombination zum Wiederherstellen gelöschter Fotos und anderer Dateien.

Alleine dieser Punkt ist schon Grund genug, Redo Backup mal einen Blick zuzuwerfen. Obwohl Selbstgänger, habe ich mal eine kleine bebilderte Anleitung meines Windows 8-Backups für euch angefertigt 🙂 Vielleicht hilft es dem einen oder anderen ja.

Boot: startet nach ein paar Sekunden von alleine

Wir wollen ein Backup erstellen:

Auswahl der zu sichernden Festplatte:

Auswahl der zu sichernden Partitionen. Bei Windows 7 und Windows 8 bitte nicht die kleinen Bootpartitionen vergessen (in der Regel unsichtbar unter Windows, bis 350 MB groß). Auch mitsichern, wenn ihr irgendwelche Computer mit Recovery-Partition habt – meist zu erkennen an System Reserved!

Ort des Backups angeben. Hier wird die andere Platte in eurem System oder der Netzwerkordner gewählt!

Logischerweise können Unterordner am Zielort gewählt werden!

Und dann? Kaffee trinken. Alternativ Wasser, Limo, Bier oder whatever. Wobei Redo schon flott ist 🙂

Danach ist das Backup fertig und würde sich bootfähig wiederherstellen lassen. Auch direkt von der CD oder dem USB-Stick. Warum ich oben erwähnte, dass ich meine Daten separat noch einmal sichere? Wenn der Rechner aus einem Grunde mal wegkommt, verbrennt, geklaut wird – whatever, dann habe ich meine Daten extern.

In heutigen Zeiten sind Betriebssysteminstallationen und Programmaufspielereien im privaten Bereich Tinnef. Kostet zwar Zeit, ist aber kein großer Akt. Deswegen sind Daten wichtiger. Außerdem bietet Redo Backup oder die Windows-interne Backup-Lösung keine Integritätsprüfung – wobei es bei mir noch NIE vorkam, dass sich ein Backup nicht mehr wiederherstellen ließ. Dennoch: ohne Netz und doppelten Boden mache ich nichts.

Mit Redo Backup erstellte Sicherung wieder einspielen? Auch kein Akt!

Start, Auswahl von Recovery und den Source Drive aussuchen. Der Source Drive ist der, der das Backup enthält.

Backup suchen:

Ziel aussuchen:

Bestätigung der Wiederherstellung:

Dann wieder abwarten und Kaffee trinken gehen, das Backup wird wiederhergestellt. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, kann der Rechner neugestartet werden und alles ist wie vorher!

Wie erwähnt: viele Wege führen nach Rom und es gibt unzählige Möglichkeiten Daten oder komplette Platten zu sichern. In mittlerweile über 7 Jahren des Bloggens habe ich hier mehrere Dutzend Lösungen vorgestellt, einfach mal die Suche nach Backup anwerfen und das für euch Passende finden. Mir gefällt Redo Backup momentan sehr gut – vielleicht euch ja auch 🙂

Denkt dran: Daten gehören für gewöhnlich nicht dem Buddhismus an – Wiedergeburt ausgeschlossen!

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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27 Kommentare

  1. Komisch, bei mir hat das Windows Systemabbild schon ohne Probleme funktioniert. Musste es allerdings auch noch nicht oft anwenden.

  2. @Christian
    mit „AutoMountDrives.exe“ (z.B. aus Hirens Boot CD) kannst temporär versteckte Partitionen nutzen! – zum Sichern wie auch zum wiederherstellen!!!

    Über diesen Weg (versteckte Partition zuvor Bootfähig machen und mit (Mini-)Windows-PE bespielen!) kannst Du immer ein halbwegs aktuelles gesichertes Windows bereithalten zum sofortigen Rücksichern!

    Nutze ich bereits seit langer Zeit als professionelle Lösung – auch für Laien ist dies mithilfe einer Mini-Anleitung schnell zu verstehen.

    TIPP: Versteckte Partition als Typ HEX 12 (Dez 18) markieren (Dell oder Compaq(?) Service Partition.

  3. wie immer bei diesem thema: mein favorit ist ShadowProtect Desktop

    @Luv
    physikalisches system zu virtuellem: VMware Workstation
    mit ShadowProtect Desktop ist das auch möglich.

  4. > Ist ja auch kein Wunder, denn diese
    > Image-Programme benutzen dafür
    > seit Windows XP Microsoft’s “Volume
    > Shadow Services” (VSS),
    > also keine eigene Erfindung
    > der Image-Programm-Hersteller.

    Hallo,

    kann man so nicht sagen. Paragon hatte schon vor Windows XP den Hot Core Treiber, der eine Sicherung im laufenden Betrieb ermöglichte. Irgendwann war VSS dann stabil genug, dass Paragon den Hot Core Treiber heute nur noch optional bei der Installation anbietet.

    Schöne Grüße,
    Tobias Funken

    Paragon Software Group.

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