Windows RT Tablets kommen mit kostenlosem Microsoft Office

Ab dem 26. Oktober komme sie: die Tablets aus dem Hause Microsoft. Wer der Meinung ist, kein volles Windows zu benötigen, sondern nur die RT-Variante, der bekommt ein kostenloses Microsoft Office dazu. Das ist eigentlich keine großartige Neuigkeit – wurde jetzt allerdings (wieder mal) bestätigt. Auf der RT-Version von Windows laufen „dank“ ARM-Plattform keine Standardprogramme wie auf unserem PC, sondern nur die neuen Windows Store-Apps. Man muss also hoffen, dass die Entwickler sich auf diese Plattform stürzen und uns wunderbare Apps bescheren. Aber wer hat daran Zweifel?

Als ich auf dem Nokia Lumia-Launch in New York war, kam Steve Ballmer höchstpersönlich auf die Bühne und ließ verlauten, dass Entwickler, die erfolgreich sein wollen, für Windows entwickeln. Na dann. Übrigens: Obwohl Windows RT keine klassischen Desktop-Apps unterstützt, kommt Office in der normalen Ansicht – anscheinend hat man es bei Microsoft nicht geschafft, eine neue Oberfläche zu zimmern – oder es gibt Gründe, die ich nicht erahnen kann. Interessant dürfte zu erwähnen sein, dass die RT-Tablets mit einer Vorversion von Office ausgestattet werden, die dann via Update zwischen November und Januar das finale Update erhalten. Finales Gerät mit einer Preview-Version von Office – und die auch noch ohne Outlook. Irgendwie beschleicht mich so langsam das Gefühl, dass das mit Windows 8 nicht wirklich was wird…zumindest nicht so schnell, wie von Microsoft gedacht.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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24 Kommentare

  1. Nun ja, ich habe (hatte) auch Windows 8 seit drei Wochen im Einsatz, bin selbst .Net Entwickler und hätte demnach ein reges Interesse daran, dass MS mit seiner Strategie Erfolg hat. Ich kann die Gründe für so manch Entscheidung auch nachvollziehen, nur werden diese damit nicht besser.

    Windows 8 ist für mich eindeutig ein Tablet-orientiertes OS. Auf einem solchen ergeben die Gesten durchaus einen Sinn, die Grundeinstellungen sind leicht bedienbar und für den unbedarften Consumer ist es in der Tat ein großer Schritt. Das stellt wohl auch niemand ernsthaft in Frage.

    Was jedoch die Benutzung im Business-Sektor angeht, kann ich nur Verschlechterungen feststellen. „Zum Glück“ ist ja noch alles „alte“ vorhanden, sofern man sich erst einmal bis zum Arbeitsplatz durchgekämpft hat.
    Was für den Consumer auf einem 10′ Display ein Segen ist, nämlich die Apps ohne Platzverlust im Vollbild darzustellen, ergibt im Büroalltag überhaupt keinen Sinn. Ich benötige, gerade zum Entwickeln mehrere Fenster auf einen Blick. Selbst der normale Sachbearbeiter hat in der Praxis mehrere Fenster gleichzeitig geöffnet und navigiert schnell zwischen diesen. Das „Finden“ der Ecken treibt einem bei einem 27′ Display + 2 externen Monitoren schier in den Wahnsinn. Klar gibt es für alles Shortcuts, nur brauche ich dann auch nicht mehr die tollen Gesten bzw. Oberfläche. Auf die Idee, den Bildschirm via Touch zu steuern, komme ich schon aufgrund des Abstandes nicht mal ansatzweise. Ganz abgesehen davon, wer diesen ständig putzen soll, wird sich dieses auch nicht etablieren, da hierfür die Wege einfach zu lang und unergonimisch sind. Bei einem Notebook bietet sich hierfür ganz klar das Touchpad an, nur kann MS bei diesen kein Multitouch voraussetzen. Das müssen dann wohl die Hersteller liefern.

    Kurzum, ich kann der Vision des einheitliches Bedienkonzeptes, gleichsam für 4′ und 27′ Devices, jedenfalls nicht den suggerierten Vorteil entnehmen. Für mich gibt es nicht einmal den Bedarf dafür. Lieber habe ich Devices, die perfekt auf ihre Aufgabe hin zugeschnitten sind. Selbst der Ansatz der Hybriden ist doch letztlich nur ein fauler Kompromiss. In der Praxis ist entweder der abnehmbare Bildschirm für ein Tablet zu groß, oder fürs Notebook zu klein. Man könnte zwar…, wenn man wollte, nur hat das letztlich nichts mit Effektivität zu tun. Unterm Strich sind dann selbst für den Arbeitgeber zwei Geräte billiger.

    Das Ende der Geschichte war, dass ich mich etwas frustriert auf einem Test mit einem Macbook Pro eingelassen habe und ich habe jetzt noch Tränen in den Augen. Visual Studio auf dem Mac? Mittels Parallels gegenüber Windows 8 ein Traum. Die Navigation zwischen den verschiedenen Instanzen dank Mission Control und den zahlreichen anderen Gesten (drei Finger nach oben – alle Fenster, nach links und recht – zum nächsten Desktop und nach unten – die geöffneten Fenster der aktiven Anwendung) wirklich eine andere Welt. So etwas hätte ich mir gerne bei Windows 8 gewünscht, aber diesbezüglich ist rein gar nichts passiert.

    Das Fazit: Microsoft konzentriert sich offenbar z.Z. ausschließlich auf den Consumer-Bereich und lässt seine Business-Kunden im Regen stehen. Letztere sind sowieso erst einmal mit dem Umstieg auf Win7 beschäftig. Nach einer Woche Mac werde ich diesen, auch wenn ich weiterhin mit .Net (also Windows-Programmen) meine Brötchen verdiene, wohl nicht mehr hergeben und gemächlich auf ein Windows 9 hoffen. Der Strategie eines einheitlichen Benutzererlebnis für die verschiedenen Geräteklasse erteile ich ganz klar eine Absage. Irgendwie sieht man auch selten einen Porsche mit einer Anhängerkupplung, weil die Besitzer für den Transport von Gegenständen anscheinend lieber ein anderes Fahrzeug benutzen, auch wenn sie in der Zeit auf den geliebten Sound verzichten müssen.

  2. @Dirk: Ein kompetenter und umsichtiger Kommentar, der alles Wesentliche gut zusammenfasst. Mehr gibt es zum Thema nicht zu sagen.

  3. Bin nicht sicher, ob ich die Kritik richtig verstehe. Jeder Käufer eines WinRT-Tablets bekommt Office 2013 gratis. Das ist doch eine nette Dreingabe für Kunden, die kein „vollwertiges“ Windows benötigen und ab und zu mal Word & Co. anwerfen wollen.

    Klar:
    – ist noch nicht die „Gold“-Version, aber die bekommt man ja dann per Update
    – natürlich braucht man eine Tastatur zur Bedienung. Auch wenn Office 2013 schon etwas touch-friendlier ist, es bleibt ein Programm für Tastatur und Maus. Aber wer will wirklich einen langen Text, eine Tabellenkalkulation oder eine Präsentation ohne Tastatur erstellen?
    – für Business wenig geeignet, da sollte man wenn schon Windows 8 nehmen. Aber für normale User doch gar nicht schlecht und ein Mehrwert gegenüber dem iPad

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