Windows 10 Fall Creators Update soll die Privatsphäre verbessern

Microsoft hat schon einige Male über das Windows 10 Fall Creators Update gesprochen: Es kommt am 17. Oktober und führt neue Features ein, streicht aber auch etwas Ballast. In einem neuen Blog-Post schlüsseln die Redmonder nun außerdem ein wenig auf, welche Veränderungen es bei Datenschutz und Privatsphäre geben soll. Wir erinnern uns: Windows 10 erntete in beiden Punkten zum Launch enorme Schelte. Schrittweise besserte Microsoft anschließend nach und will sich wohl mit dem Windows 10 Fall Creators Update weiter vom Saulus zum Paulus mausern.

So hat Microsoft laut eigenen Aussagen direkt bei der Einrichtung des Systems nachgebessert. So können Nutzer dann benutzerfreundlicher alle Bedingungen zum Datenschutz durchstöbern und es soll direkt möglich sein zu den einzelnen Einstellungen und Abhandlungen für ortsbasierte Daten, die Spracherkennung, die Diagnostik, Werbung und individuelle Präferenzen zu springen. Wer also z. B. nur genau wissen möchte, wie Microsoft mit ortsbasierten Daten verfährt, kann aus einer Übersicht heraus „Mehr Erfahren“ anklicken und sich gezielt informieren, ohne sich erst durch einen ganzen Wust an Text wühlen zu müssen.

Mehr Transparenz und eine bessere Informierung der Nutzer soll also das Ziel sein. Außerdem scheint sich Microsoft von der aktuellen Verwaltung der Berechtigungen unter Android inspirieren zu lassen. So sollen Anwendungen, die ihr aus dem Windows Store heruntergeladen habt, in Zukunft erst nachfragen, ob sie etwa auf das Mikrofon, die Kamera, die Kontakte oder den Kalender zugreifen dürfen. Dadurch könnt ihr stärker beeinflussen, was die unterschiedlichen Apps bei euch dürfen.

Das soll dann so aussehen wie auf dem Bild oben. Zudem wird es, auch auf Drängen von Geschäftskunden, eine neue Einstellung geben, welche nur die allernotwendigsten Daten an Microsoft für die Diagnostik bzw. Windows Analytics sendet.

Microsoft zeigt also durchaus Einsehen und geht ein paar Schritte in die richtige Richtung, was Privatsphäre und Datenschutz betrifft. Ob das ausreicht, um den in dieser Hinsicht angeschlagenen Ruf von Windows 10 aufzupolieren? Das entscheidet ihr.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. das thema datenschutz ist einzig und alleine ein riesiger imageschaden für MS.
    zu jedem neuen update gibt es anscheinend eine „abschwächung“ des datenklaus. minutengenaue statistiken jedes einzelnen users können sie trotzdem erstellen…

    ich nutze weiterhin O&O Shutup + AntiBeaconLoader

  2. Ich gehöre ja zur Minderheit jener, welche sich offen für Windows10 begeistern können, obwohl sie für Datenschutz sind.
    Ich nutze durchaus DoNotSpy10, doch seien wir ehrlich, wer sich um diese Themen sorgt, hat sein Windows mindestens seit der NT5-Reihe, spricht Windows2000 Professional und Windows XP, dementsprechend abgeriegelt.

    Nichtsdestotrotz stimmt es wohl, was auch der Benutzer st geschrieben hat, besonders in heutigen Zeiten ist das Datenschutz-Debakel ein Problem für Microsofts Image.
    Nun könnte man ja sagen, es nutzen eh (fast) alle Facebook und Whatsapp, doch nach wie vor hat das PC-Betriebssystem einen viel höheren Stellwert, auch bei durchschnittlichen Anwendern, als eine Webseite, welche einfach nur unglaublich populär ist.

  3. Was ist denn „Informierung“? 😉

  4. Und diejenigen die Win10 nicht neu installieren, dürfen sich weiterhin durch den Dschungel an Einstellungen in zig verschiedenen Pfaden wühlen?

  5. dachte bei der überschrift mit w10 und sicherheit ich wäre versehentlich bei
    http://www.der-postillon.com
    gelandet 🙂

  6. Ich benutze nach jeden Update Dienstag ooshutup10 denn Windows setzt gerne gegen den Willen Sachen zurück auf spy Modus.

  7. normanbrodowsky says:

    Schrieb Dirk von seinem Android Phone über den Chrome Browser 🙂

  8. @Walter W.
    Danke für den Hinweis.

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