Winamp: NFT-Initiative statt Beta-Version

Die Jüngeren unter euch werden mit Winamp nichts anzufangen wissen, aber als die ältere Generation (mich eingeschlossen) mit dem Internet anfing und auf dem PC Audio-Dateien anhören wollte, nutze man meist den Winamp-Player. Lange Zeit war das Tool tot und zwischendurch tauchte gelegentlich mal ein Lebenszeichen auf. Im November letzten Jahres dann die Überraschung: Man sucht Beta-Tester für eine neue Version. Viele freuten sich, doch bis heute gibt es nichts davon zu sehen.

Nun twittert man erneut und wer nun denkt, man kommt mit einem neuen Release um die Ecke, den muss ich enttäuschen. Winamp startet eine NFT-Initiative und möchte mit dem gesammelten Geld Musiker unterstützen. Alle Erlöse werden in wohltätige Projekte verteilt. Doch was genau möchte man verkaufen? Es wird ab 16. Mai eine Auktion auf OpenSea geben, bei der der ursprüngliche Skin des Players bis 22. Mai versteigert wird. Am 23. Mai folgen dann 20 weitere digitale Werke, die Derivate des ursprünglichen Skins sind. Die gesamte Kollektion wird dann 1997 Werke beinhalten (19 x 100 und 1 x 97 Stück).

Solltet ihr selbst kreativ werden wollen, dann könnt ihr auch einen Vorschlag abgeben. Wenn ihr ausgewählt werdet, bekommt ihr 20 Prozent aus dem ersten Sale eures Werkes und 10 Prozent von weiteren Verkäufen. Die restlichen 80 Prozent fließen in die Winamp Foundation ein.

Schaut man sich die Reaktionen auf die Ankündigung an, scheint man damit nicht unbedingt auf offene Ohren zu stoßen.

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail

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12 Kommentare

  1. In den 90er und 2000er war Winamp auf jedem Rechner zu finden. Das hier wirkt leicht verzweifelt und deutet auf Cashgrab hin.

  2. Schon verrückt. Gerade auf dem Mac könnte ich einen einfachen Player, der Musik-Ordner abspielt und das am besten auch aus der Cloud wirklich gebrauchen. Ich liebe MacOS aber hasse alles was mit iTunes, Musik und Co zu tun hat. Das ist so fummelig und dumm gelöst, da hätte ich gerne eine Alternative.

  3. link level100 says:

    Spendet lieber ans WACUP (WinAmp Community Update Project)

  4. „…und 10 Prozent von weiteren Verkäufen…“
    Erklärt ziemlich gut, warum viele Anbieter versuchen sich auf NFT einzustellen – statt 1x Verkauf können so bei theoretischen weiteren Beaitzerwechseln des NFT fortlaufend Einnahmen generiert werden.
    Falls(!) eine hohe Nachfrage am jeweiligen NFT auftreten sollte. Oft dürfte das aber nicht der Fall sein

  5. Winamp ist nach wie vor auf jeden meiner Rechner installiert 🙂 Da gibt’s überhaupt nichts zu diskutieren! 😀

  6. Winamp war lange ein nützliches Tool. Irgendwann konnte Windows von Hause aus genug und dann kam Streaming.
    Das einzige Tool aus der alten Zeit, welches ich noch gelegentlich nutze, ist der VLC Player.
    Winamp hat für mich keinen Nutzen mehr. Lokale Musik habe ich keine mehr und das was ich hören will kommt aus Echos.

    Jetzt mit Nostalgie etwas Geld abzugreifen liegt auch voll im Trend.
    Traurig genug.

  7. Früher nutzte man Winamp für Inhalte ohne DRM. Jetzt dann also für DRM ohne Inhalte.

    Cool.™

  8. Das ist enttäuschend. Hatte auch den Fragebogen zum „Betatest“ ausgefüllt. Aber ich wollte einen einfachen Musikplayer für lokale Dateien wie Winamp auf dem Mac, keine NFT-Cashgrab-Community. Also bleibe ich auf dem Mac bei Ionica und auf dem PC bei Aimp.

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