Willkommen beim Google+ Projekt: Googles langsamer Weg ins Social Web

Willkommen beim Google+ Projekt: Teilen wie im richtigen Leben, neu erfunden für das Web. So der Aufmacher, der uns auf der deutschsprachigen Seite des Google+ Projekt begrüßt. Weiter heisst es: „Google+ befindet sich in einer frühen Testphase mit einem begrenzten Nutzerkreis. Derzeit testen wir das Google+ Projekt noch mit einer begrenzten Anzahl an Nutzern, doch schon bald kann jeder mitmachen. Wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse angeben, schicken wir Ihnen eine Mitteilung, sobald der Nutzerkreis ausgeweitet wird“. Hier übrigens schon einmal der Link zur Google+ Android App.

Google geht es um das Teilen von Inhalten. Dieses Teilen soll aber punktgenau passieren. So hat man seine eigenen Circles (zum Beispiel Freunde, Arbeitskollegen, Sportverein etc.), mit denen man jeweils eigene Inhalte teilen kann. Damit es nicht langweilig wird, versucht das Google+ Projekt uns immer zu bespaßen – mit so genannten Sparks. Diese enthalten Dinge wie Fotos, Video oder Text, der uns interessieren könnte.

Der nächste Punkt sind die so genannten Hangouts. Hier teile ich meinen Circles mit, wo ich mich zum Beispiel am Abend befinde. So kann man Treffen organisieren. Langweilig? Ihr habt Recht, Hangouts sind etwas völlig anderes: Webtreffen mit Circles im Web. Und ja, ich bin genau einer von denen, die so etwas nutzen würden, da sie ihren Freundes- und Bekanntenkreis über die komplette Deutschlandkarte verstreut haben.

 

Sofort-Upload. Fotos werden nicht selektiert und großartig von Hand hochgeladen. Knipsen und der Upload passiert automatisch. Huddle. Gruppenchats sind schwierig und so? Huddle vereint SMS zu einem Gruppenchat.

Eigene Meinung: ich kann es nicht erwarten, dass Google+ Projekt testen zu können. Ehrlich. Das Ding wird sicherlich nett. Aber es gibt auch Probleme – denn so sollen zum Beispiel beim Google+ Projekt gesharte Bilder nicht bei Picasa auftauchen. Heisst: bestehende Google Dienste könnten sich beißen und so zu Benutzerunlust führen. Und warum baut man keine Dinge ein, die man bereits in der Google-Suche nutzt? Twitter zum Beispiel? Ich möchte mir vielleicht keinen neuen Social Circle aufbauen, denn wir haben mit Facebook und Twitter schon zwei große Netze.

Hier alle Videos zu den einzelnen Google+ Projekt-Punkten:
A quick look:

Circles:

Sparks:

Hangouts:

Instant Upload:

Huddle:

Ich mutmaße: hier kommt das dickste Ding nach Facebook und Twitter. Mehr auch im Google Blog. (via tc)

Update: hier der deutsche Beitrag von Google.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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32 Kommentare

  1. Hört sich interessant an! Bleibt nur abzuwarten, ob die Menschen sich von Facebook losreißen können!

  2. zum ersten mal sind die videos im apple style. find ich scheisse.

  3. Also irgendwie klingt das Konzept stark nach Diaspora

  4. Klingt sehr interessant. Für sowas bin ich ja immer zu haben (deswegen auch gleich eingetragen) 😀
    Wenn es wirklich so wird wie in den Videos UND wenn es wirklich viele Leute nutzen, dann wird es ein echter großer Mitstreiter im Social-Network. Könnte interessanter werden als Facebook und früher oder später funzt es bestimmt auch mit Twitter.
    Ich freu mich aufs Testen 😉

  5. @heiko hast du zufällig einen diaspora invite, ich will es mal testen.
    das google ding klingt aber interessant, wär gut wenn sich da mal was bewegt.

  6. @pihive: Schick mir eine Mail, dann bekommst du einen invite 🙂 hannes at woern.de

  7. Macht zumindest Sinn. Aber ob die jemals genug Leute bekommen damit es richtig funktioniert bezweifle ich leider noch.

  8. Ich hab’s versucht: Ich persönlich schaffe gerade so, Twitter und Facebook beieinander zu halten. Darum bin ich auch bei DingsVZ, XING, MySpace und einigen anderen Communities weg, denn das wurde mir dann einfach zu viel Social Media. Und jetzt kommt Google mit so einem „Musst Du dabei sein“ an.

    Nee, ich werde da erst aufspringen, wenn’s bekannt genug ist. So hab‘ ich es 2006 bei MySpace und 2009 bei Facebook gemacht und so werde ich es auch hier tun. Wenn’s überhaupt so lange lebt.

    Von Buzz spricht ja inzwischen auch kaum noch jemand.

  9. Ich freu mich drauf. Wenn die Android-Integration annähernd genauso gut oder sogar besser wird, könnte das was ganz Großes werden =)

  10. Angesehen und für gut befunden… 🙂

    Wollen wir (ich) mal hoffen, dass es nicht ein so schnelles Ende wie bei Google Buzz gibt.

  11. Ich hätte jetzt auch erstmal Sorge, dass das zu spät kommt und keiner von Facebook weg will.

  12. Auch im „richtigen“ Leben gibts nich nur „unser“, somdern auch „meins“ und „deins“… :mrgreen:

  13. Ich halte es da ähnlich wie @NetzBlogR: noch so ein social-hype-Dingen, diesmal von Google. Abwarten.

    Was erschwerend hinzukommt ist die immer größer werdende Unübersichtlichkeit von solchen Diensten und die „Featuritis“. Ich denke da z.B. an die Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook – ich warte auf den ersten, der darüber eine Diplomarbeit schreibt (Tutorials gibt’s ja schon genug). Im Endeffekt weiß man bei solchen Diensten nachher nicht mehr, wo man was ändern soll und welche Auswirkungen das auf weitere vernetzte Informationen hat. Vordergründig ist das alles total easy, nach dem Erst-Start einfach ein bißchen rumklicken, fertig eingerichtet. 2 Wochen später möchte man vielleicht einfach seinen Namen oder whatever ändern und fragt sich, an welcher Stelle man das tun muss…

    Und dann noch einige neue Begriffe, über deren tieferen Sinn man sich erstmal klar werden muss: Hangout, Huddle, Sparks, Circles. Alles total integriert in das eigene Google-Konto mit allen zugehörigen Diensten, die man – wissentlich oder unwissentlich – gebucht hat. Oh weia, ob da der Otto-Normal-User noch weiß, was er da eigentlich macht..? Spätestens, wenn der Google+-Account seltsame Dinge macht und man mit Sparks, Mails oder Invites oder irgendeinem anderen Scheisendreck zugebombt wird und man nicht mehr weiß, wie man das abstellen kann, wird’s unlustig.

  14. Irgendwie alles schonmal dagewesen! 🙁

  15. Das sieht endlich mal nach einem aufgeräumten Sozialen Netzwerk aus, welches aber alle Funktionen (inkl. Videokonferenz) bietet. Und die Freundeskreise optisch als Circle darzustellen ist klasse – ist das mit HTML5 umgesetzt? Bin sehr gespannt.
    Leider ist es von Google.

  16. Leider bietet mir Google aktuell nichts wofür ich mich bei Ihnen anmelden sollte. Meine Freunde sind bei Facebook. Der Google+ Account ist genauso unnötige wie ein Sky Abo! Nur meine Meinung. Es wird allerdings immer ein paar Leute geben die es nutzen werden.

  17. Mir gefällt Google+ auf den ersten Blick gut. Es hat einige gute neue Ansätze, z.B. Circles. Und wenn Google das besser macht, was viele bei Facebook nervt und es schafft, Twitter und Facebook-Kontakte zu integrieren gebe ich dem ganzen durchaus zumindest eine Chance. Ich bin gespannt, es auszuprobieren.

  18. Ich finde die Wortwahl sehr gelungen.

    „Eigenen Circles für Freundeskreise.“ und diese auch anschließend mit Kreisen darzustellen. Dies hätte von Apple kommen können =D

  19. Michael Z. says:

    Google, das kopflose Huhn.

    Jetzt mal ernsthaft. Google kommt dauernd mit irgendwelchen vermeintlich innovativen Konzepten an und keiner will anbeißen. „Hangouts“, „Huddle“… WTF!

    Was bekommt man denn zu sehen? Nichts!
    Ich sehe nur was die Leute bei Google für lachhafte Vorstellungen haben, verpackt in in 2-3 hochstilisierten Grafiken die mich mir Lust auf mehr machen sollen.

    Die sollen mir mal lieber zeigen wie ein mögliches Profil bei denen aussehen könnte, wie die Funktionen mit dem Interface verbunden sind und was für Möglichkeiten daraus ergeben.
    Die Leute wollen sich präsentieren und mitteilen und eine ansprechende Vita anlegen können die ihre Freunde sehen sollen. All das sehe ich nicht und mit diesen Gadget Gedöns brauchen die mir erst gar nicht ankommen.
    Ich lass mich nicht verAppeln!

    Ps: Eine graue Toolbar. Toll gemacht Google! *rolleyes*

  20. Herbert Krawczek says:

    XKCD bringt es auf den Punkt:

    http://xkcd.com/918/

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