Wie man Google entkommt

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Ich persönlich kann Google nichts vorwerfen. Ausser, dass sie einfach gut sind. Klar gibt es die ewige Aussage von der Datenkrake und dass in einer fernen apokalyptischen Zukunft alle diese gesammelten Daten gegen uns verwendet werden. Aber wir haben unser Datenschicksal doch selber in der Hand, oder? Niemand muss Dienste von Google nutzen. Doch was macht man, wenn man bereits extrem mit Google-Diensten aktiv ist und von diesen weg möchte? Google selber bietet eine Lösung an: auf DataLiberation.org gibt es Anleitungen, wie man seine Daten zu Google importiert oder auch exportiert. Finde ich persönlich eine gute Sache. Ist „don’t be evil?“ vielleicht doch das Credo von Google? [via]

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

22 Kommentare

  1. Mal sehen wann das ganze auf Deutsch kommt… ist sehr viel und könnte viele abschrecken, soviel Englisch zu lesen 😉

    Wer Angst vor Google hat kann schonmal den Logout Button benutzen und keine Google Cookies speichern.

    vg
    lutz

    Edit: kann es sein, dass keine Anleitung für die Google Suche („Search“) dabei ist? Mir fiele da z.b. robots.txt ein…

  2. Google hat das Problem, offen zugegeben zu haben, Daten zu sammeln. Ich persönlich nutze Googles Produkte sehr intensiv, da innovativ. Lieber von Google offen ausgekundschaftet zu werden mit der Option, dies etwas kontrollieren und regulieren zu können, als von irgendeinem anderen Unternehmen heimlich ausspioniert zu werden.

  3. Kein Problem, man kann sich doch wirklich gut von Google lösen:

    😉

    Ich selber nutze Google auch viel und gerne und schmunzle ebenso gerne über die Google-Verweigerer, die dann mit Payback bei Real kaufen …

  4. Auf Grund meines Blogs mit meinen vielen privaten, persönlichen und politischen Meinungsäußerungen denke ich, dass Google viel mehr nützliche Daten von mir gar nicht erhalten kann.

    Was Google oder die Unternehmen und Staaten, denen Google irgendwann mal mit Sicherheit seine gesammelten Daten verkaufen wird, damit anfangen können, ist für mich nicht von besonderer Bedeutung: Die Berufsverbote haben es uns gezeigt und die Diktaturen machen es uns vor: Wenn es drauf ankommt, wird gelogen und gefälscht – ich kann mich noch so sehr für Menschenrechte aussprechen, (demokratische) Diktaturen machen mich je nach Bedarf zu einem gefährlichen Menschenfeind.

  5. Auch ich bin ein immer stärkerer Nutzer von Google. Die Produkte sind durchdacht, breit unterstützt immer verfügbar, da online… usw.

    Vielleicht sollte einfach jeder Mensch alles ins Internet stellen! Würde es dann noch jemanden interessieren? Nein! Und auch der tolle Personalchef, der dann alles über mich wissen könnte, er würde am Ende gar nichts mehr wissen weil es einfach zu viele Informationen gibt!
    Meine Meinung, ich bin auch gerne zu Diskussionen bereit 😀

  6. @ Niklas Rother:

    Eine für mich sehr gut nachvollziehbare Sichtweise.
    Personalchefs & Co: Haut rein, es winken Überstunden.

  7. Google is not evil und Politiker sagen immer die Wahrheit…

  8. Gut muss ich auch mal als Gegenpart schreiben. Ich meide Google wann immer möglich. (Gut hat nun mal die beste Suche, manchmal nützt es nichts). Die Datensammelwut ist mir einfach zu wieder.
    Ist immer nicht so leicht die Idee dahinter herüber zu bringen…

    Sonst gibt es viele Alternativen für die Google-Dienste.
    Statt GoogleMail nen anderen Anbieter. (Google scannt die Mails, das mag ich nicht)
    Statt GoogleMaps z.B. openstreetmap.org
    Statt der Google Suche ixquick.com oder Metager2.de
    ect. wer suchet der findet.

    p.s.
    Wenn es genauer interessiert, hier ist ein Report auf kontrollausschluss.de
    „Der Meisterspion – Google und seine Dienste“

    http://tinyurl.com/r7o2m5

  9. Find ich gut. Bin dabei mich „abzunabeln“. Nur irgendwie klappt´s nicht so richtig…

  10. Natürlich sammelt Google Daten über mich. Die leben davon, die finanzieren ihre Serverfarmen damit, die nutzen diese Informationen, damit der Spamfilter von Googlemail gut filtern kann und auch dafür dass neben den Suchmaschinenergebnis (passende) Werbung eingeblendet wird.

    Google lebt von dem Image, dass sie mit diesen Informationen verantwortungsvoll umgehen und dass man unter diesen Bedingungen Google in Bekanntenkreis weiterempfiehlt.

    Genau deshalb gebe ich meine Daten lieber an Google als an jemand anderen. Google könnte(!) die Daten missbrauchen. Aber das was ich mit den schlechten Spamfilterungen zuvor bei GMX erlebt habe (und noch immer erlebe, da erst Google die GMX-Spams rausfiltert) das ist Mißbrauch meiner Aufmerksamkeit.

    Googlemail läßt mir die Freiheit, filtert meine Spammails in einem Umfang raus den ich sonst nicht kennengelernt habe.
    Im Webinterface kann ich „Webmail Ad Blocker“ als FF-Plugin benutzen.

    Die Google-Suchmaschine läßt mir die Freiheit, nach Herzenslust AdBlockPlus zu nutzen oder anders die Werbeanzeigen wegzublenden.

    Solange Google so funktioniert, nutze ich es gerne und empfehle es auch gerne weiter. Sollten die einen großen, unverzeihlichen Datenskandal bauen, bin ich weg und nutze andere Anbieter.

    UND GENAU DAS WEIß GOOGLE AUCH! Deshalb habe ich großes Zutrauen darin, dass Google dieses Vertrauen auf keinen Fall verspielen will.

  11. Ist doch eine gute Sache. Wir hatten das Thema Google Dienste ja auch schonmal und noch gehts eigentlich. Wobei ich auch mit dem Gedanken spiele einige mehr zu testen, da ich ihnen bisher auch nur vorwerfen könnte, einfach gut zu sein.

  12. Lieber von Google „beschnüffelt“, als von MS beschenkt… 😛

  13. bin gerade auch dabei von Gmail (nach vielen JAhren) weg zu kommen (Ausschlag war eigentlich das ich nur 5 Konten per PopAbruf einbinden kann, und ich keine Weiterleitung will).
    Also Gmail war meine ganze MailZentrale, jetzt habe ich mal Thunderbird probiert aber ich bin mehr als frustriert.

    Lange Rede kurzer Sinn – Google ist einfach TOPwenn die vielen Tentakeln nicht wie ein Damoklesschwert über einen hängen würden.

  14. Ich finde GoogleMail und Thunderbird ein gutes Gespann. 🙂

  15. Ich frage einfach mal ganz provokativ:
    Sind hier meistens Kinder die schreiben???

    Noch nie etwas von Desinformation gehört?
    Macht es doch den Profis nach!

    Müllt die diversen Stellen mit Falschinformationen zu.

    Ein unangenehmer Anruf?
    Sagt einfach: Ich bin gerade meine Frau am fi……
    Kannst Du mich in 20 Minuten zurück rufen, danke.

    Lasst Eure Fantasie spielen, schlagt sie mit den eigenen Waffen.

    Wenn ihr Profis werden wollt schaut wegen Mail nach bei:
    http://www.stealthmessage.com
    http://www.mailvault.com

    DAS sind Profis, alles kostenfrei!

    Freundliche Grüße aus der Ferne.

    David

  16. Gut finde ich auch bei der data liberation das „Powered by Google Sites“ im Footer…

  17. @Raus aus Deutschland,

    Angesichts der zunehmenden Rechenleistung von Servern etc bei diversen Geheimdiensten und Firmen sind Konzepte wie „Security by Obscurity“ oder Vorgehensweisen wie bei der Firefox-Erweiterung „Track me not“ eher fraglich in ihrem Nutzen.

    Durch das Streuen von „Datenmüll“ wird das Netz neben echtem Spam dann auch noch von Datenschutz-Fake-Requests gepeinigt und neben Servern von Google, Geheimdienst und Co auch die Leistung normaler Angebote eventuell beeinträchtigt (je nach Funktionsweise des Dienstes).

    Das von dir genannte Angebot von MailVault.com „is Powered by MetroPipe Network Services“, das offenbar ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland zu sein scheint. Deutsche Unternehmen als Schutz vor Datensammlung? Wo hier doch die Vorratsdatenspeicherung so populär ist?

    Stealthmessage.com „is powered by Codence Innovations Corp.“ ein Unternehmen mit Sitz in Kanada. Wäre es ein US-Unternehmen würde ich für ihre Vertrauenswürdigkeit nichmal einen Fingernagel ins Feuer legen.
    Über die Vertrauenswürdigkeit kanadischer Dienste, ihrer politischen Servilität etc weiss ich allerdings nichts zu sagen.

    Vielleicht bin ich ja ein kindisches kleines Mädchen, aber ein gerütteltes Maß an Paranoia habe ich und diesbezüglich leider auch völlig beratungs- und aufklärungsresistent. 😉

    @ichselbst – ja, das Google einen Dienst mit einem derart pseudo-anarchistischem Design und einem Domainnamen der eher an linksradikale Aktivisten denken lässt „powered“ fand ich auch sehr amüsant. 😉

  18. @Raus aus Deutschland

    Niemals würde ich wichtige Informationen einem Webmailer anvertrauen. Wenn ICH etwas verschlüssel, dann habe ICH den Schlüssel dafür und nur ICH. Für Email gibt es sichere Standards wie gpg. Für Webmailer kann man die Clipboard-Verschlüsselung nutzen. Und dann ist hotmail,googlemail oder was auch immer man an Webmailern benutzt sehr sehr sicher.

    Und was soll ich zu VPN/Internet über einen externen Diensleister sagen? Bezahlter man-in-the-middle 😉 ?

  19. @leosmutter

    geht mir genauso – GPG für die wichtigen Sachen und für alle unbelehrbaren Konktakte habe ich zwei Webmail-Accounts. Einen davon frei nach dem Motto: Spam is welcome. 😉

    Falls zum Download einer Datei irgendwo mal ein Bestätigungslink zugeschickt oder die Registrierung eines Newsletters verlangt wird – wozu gibt es Wegwerf-Adressen a la trash-mail? 😉

    Wer sich natürlich auf diesem Weg wichtige Passwörter zusenden lässt… :s

  20. Ist dieser Dienst hier bekannt?

    http://www.scroogle.org/

    Sozusagen Google by Proxy

    Für ausschließlich deutsche Resultate

    http://www.scroogle.org/scrapde8.html

    Gruß, Hermann