
Im Januar wurde von der Wi-Fi Alliance, zu der zum Beispiel Microsoft, Apple, Huawei und Qualcomm gehören, der neue WPA3-Standard angekündigt. Rund ein halbes Jahr später wird der WPA3-Standard nun eingeführt, quasi die nächste Generation Sicherheit für Drahtlosnetzwerke. Unterschieden wird dabei generell zwischen WPA3-Personal und WPA3-Enterprise, alle WPA3-Netzwerke werden aber mit den neuesten Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet sein.
Details zu den Sicherheitsfunktionen in WPA3 stellt die Wi-Fi Alliance auf dieser Seite bereit.
Die Sicherheitsmechanismen von WPA3 sorgen sowohl für mehr Sicherheit als auch für eine einfachere Nutzung. Zum Beispiel bei der Verbindung von Geräten ohne Display oder anderer Eingabemethoden mit einem WLAN. Wi-Fi CERTIFIED Easy Connect nennt sich das Ganze und erfordert für eine Verbindung nicht mehr als das Scannen eines QR-Codes eines Gerätes. Auch für Easy Connect gibt es eine eigene Seite, falls Ihr Euch für die Details interessiert.
Für die Anbieter öffentlicher Drahtlosnetzwerke gibt es auch Verbesserungen, das läuft unter Wi-Fi CERTIFIED Enhanced Open. Gerade für Bereiche, in denen keine Authentifizierung des Nutzers nötig ist, soll sich dies einfacher realisieren lassen. Gleichzeitig werden die Daten des Nutzers geschützt.
Interessant auch: WPA3 wird auch WPA2 unterstützen, man kann also auch beide Standards gleichzeitig einsetzen, ein Gerät das also nur WPA2 beherrscht, wird sich auch in einem WPA3-WLAN einsetzen lassen.
Erste Geräte mit WPA3 sollte man dieses Jahr noch sehen. Eventuell ein Grund, schon einmal genauer hinzuschauen, falls man mit der Anschaffung neuer WLAN-Hardware liebäugelt. Es wird zwar noch eine Weile dauern bis sich WPA3 breit durchsetzt, andererseits steigen die Sicherheitsanforderungen immer mehr, da kann man auch früh auf einen neuen Standard setzen.