whistle.im: ein weiterer sicherer Messenger

Messenger auf Mobilgeräten haben Hochkonjunktur, sie sind in sich eigene Netzwerke. Jeder hat Facebook, doch kommuniziert wird via Mobilmessenger. Der lokale Platzhirsch dürfte WhatsApp sein, doch auch ausserhalb unseres Landes gibt es andere, teils größere Lösungen, hier schmeiße ich nur einmal WeChat, KakaoTalk oder auch Line in die Runde. Seit dem Überwachungsskandal haben es auch wieder Messenger einfacher, die mit sicherer End-to-End-Verschlüsselung werben, Threema wäre hier einer der Kandidaten.

 

whistle

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Aus lokalen Gefilden kommt whistle.im, ein Messenger, welcher die Nachricht auf eurem Gerät verschlüsselt und beim Empfänger entschlüsselt (AES 256-CBC). Zur Anmeldung wird  lediglich ein Benutzername und ein Passwort benötigt, sodass whistle.im sogar anonym genutzt werden kann. Ist das Passwort verschütt gegangen, ist das Konto ebenso hinfällig. Bislang ist whistle.im auf der Android-Plattform zu finden, eine iOS-App soll folgen und auch im Browser kann man Whistle.im schon nutzen. Der Messenger wurde von zwei Studenten aus Deutschland realisiert, begründet auf der Aussage „dass Privatsphäre nichts damit zu tun hat, tatsächlich etwas zu verbergen zu haben, sondern jedermanns grundsätzliches und unantastbares Recht ist.“.  Unterschreibe ich.

whistle.im setzt zur Verschlüsselung auf die oft eingesetzte Public-Key-Kryptografie, die unter anderem auch bei PGP (Pretty Good Privacy) zum Einsatz kommt. Dennoch ist whstle.im nur zum Teil Open Source, das Kryptographiemodul ist einsehbar.  In der aktuellen Beta-Version bietet whistle.im verschlüsselte Textnachrichten an und ist in jedem modernen Browser, darunter auch auf Smartphones mit Android oder iOS, läuffähig. Weitere Funktionen wie der verschlüsselte Versand von Fotos sowie Apps für die verschiedenen Smartphone-Betriebssysteme sollen in Kürze folgen.

Eure Meinung: Kann der Überwachungsskandal dafür sorgen, dass „sicheren“ Apps der Vorzug gegeben wird, Menschen sich mehr mit der Privatsphäre ihrer Daten auseinandersetzen? Ich glaube, dass die Techies nun weiter sensibilisiert werden und ihr Wissen hoffentlich weitergeben, dennoch wird es immer einen Haufen Menschen geben, die mit der Thematik nichts anzufangen wissen, oder dies auch gar nicht wollen.

[appbox googleplay im.whistle]

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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27 Kommentare

  1. kurzer Nachtrag zu TextSecure: die gehören firmenmäßig zu twitter und sind für mich damit leider aus dem rennen :-/

  2. Schade, die Macher von whistle.im haben wohl einige derbe Schnitzer bei der Implementierung gemacht: http://hannover.ccc.de/~nexus/whistle.html

  3. @Eddy, #comment-354959

    Weshalb?

    Immerhin GNU GENERAL PUBLIC LICENSE

    https://github.com/WhisperSystems/TextSecure/blob/master/LICENSE

  4. @mundmmm weil opensoße kein allheilmittel ist und weil ich „großkonzernen“ (auch wenn sie twitter heissen) grundsätzlich erstmal nicht traue.

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