WhatsApp will deutlicher auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hinweisen

WhatsApp nutzt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das ist erst einmal natürlich altbekannt. Darauf weist man euch ja auch in der App z. B. in neuen Chats hin. Offenbar will man das aber noch deutlicher hervorheben – nicht nur in Chats, sondern auch bei Anrufen und beim Status. In der Beta für Android und Apple iOS wird das bereits ausgetestet.

Allerdings kommen auch nicht alle Beta-Nutzer in den Genuss. Ich selbst z. B. sehe darauf trotz aktueller Android-Beta keine Verweise.

Oben zeigt euch der Screenshot von WABetaInfo, wie das Ganze aussehen soll. Man stellt eben klar, dass auch Status-Updates und Anrufe Ende-zu-Ende-verschlüsselt seien. WhatsApp bzw. dessen Mutterkonzern Meta könne die Daten also nicht einsehen. Mit den deutlichen Hinweisen will man vermutlich einfach skeptische User beruhigen.

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13 Kommentare

  1. Andere schreiben lieber:
    „ Zudem ist WhatsApp der einzige Messenger, der den Behörden im Falle einer Überwachungsanfrage (Pen-Register) Daten nahezu in Echtzeit liefert. So würden Meta-Daten von Nachrichten im Abstand von 15 Minuten geliefert. WhatsApp hat gegenüber dem Rolling Stone dies bestätigt, dabei aber betont, dass die Behörden NICHT den Inhalt der Nachrichten erhalten.“
    https://amp.netzwelt.de/news/196683-whatsapp-fbi-dokument-outet-messenger-plaudertasche.html

    Das E2E wichtig ist, steht außer Frage. Aber die Metadaten verraten weitaus mehr als Inhalte einer Nachricht.
    Insofern ist die Betonung allein auf den Aspekt der E2E Verschlüsselung kaum mehr als eine Nebelkerze.

    • So, so eine IP-Adresse, Datum und Uhrzeit verraten mehr als der Inhalt einer Nachricht. Ich weiß ja nicht wie Du kommunizierst, aber ich habe meinen Gesprächspartnern in der Regel mehr mitzuteilen als o. a. Daten

      • Leider zeigt das, dass Du keine Ahnung von Metadaten hast.
        Metadaten sind maschinell viel einfacher auszulesen als der Nachrichteninhalt.
        Und natürlich kann aus Deinem Standortverlauf Deinen Kontakten und insbesondere wann Du mit wem kommunizierst erkannt werden
        – was Du beruflich tust
        – in welchen gesellschaftlichen Kreisen Du Dich bewegst
        – ob Du einen Partner hast und wenn ja wen
        – welche Ärzte Du besuchst
        – ob Du Kontakt zu Gruppen hast die zum Beispiel kritische Erkrankungen thematisieren
        Und so weiter, und so fort.

        Was Du für Smileys oder GIFs an wen auch immer schickst, interessiert niemanden und Dein Nachrichteninhalt erst recht.
        Die obigen Daten aber sehr wohl.

        • So eine Pauschale Aussage wie „Aber die Metadaten verraten weitaus mehr als Inhalte einer Nachricht.“ oder „Was Du für Smileys oder GIFs an wen auch immer schickst, interessiert niemanden und Dein Nachrichteninhalt erst recht.“ ist doch Quatsch. Mag ja sein, das du nur Smileys verschickst, in der Regel steckt aber der Hinweis auf eine Straftat in der Nachricht.

          • Die Hinweise kann man auch aus den Metadaten ableiten. Dazu braucht es kein quasi Geständnis aus einer Nachricht. Die wäre nur der endgültige Beweis.
            Predictive Policing wird schon einige Jahre eingesetzt um anhand von Metadaten und anderen Datenbanken mögliche Verbrechen vorhersagen.
            Und mit jeder Datenspende wächst die Genauigkeit.
            Wie gesagt, die Inhalte sind weniger entscheidend als die Analyse deines Verhaltens.

            • Es bestreitet doch niemand, wie wertvoll Metadaten sind und das man damit etwas machen kann. Metadaten sind aber eben nicht der Nachrichteninhalt. Denn der Inhalt der Nachricht steckt nunmal in… der Nachricht. Es ist einfach ein Unterschied zwischen „da bahnt sich etwas an“ und „da bahnt sich diese Tat an“.

              Der Standpunkt „Metadaten reichen doch schon aus. Den Inhalt benötigt eh niemand. E2E ist eine Nebelkerze!“ ist doch nur mal wieder der Versuch, komplexe Dinge für sich zu vereinfachen…

        • GooglePayFan says:

          Das sind praktisch alles Punkte die kann normale Nachrichtendienstliche oder Polizeiliche Aufklärung schon immer, ganz ohne (digitale) Metadaten und wahrscheinlich auch ohne Observierung.

      • Es wird schon etwas mehr übermittelt als nur eine IP, Datum und Uhrzeit.

        Hier ist ein guter Beitrag darüber was man mit Metadaten alles so anfangen kann.
        https://m.youtube.com/watch?v=-YpwsdRKt8Q&t=2792s

        Und schon mit deiner IP und der Uhrzeit kann man dich gut im Netz verfolgen, weiß was du wann anklickst usw.
        Man kann dich damit dann ziemlich genau analysieren.
        Du solltest nicht dem Irrtum unterliegen das hier dann nur WhatsApp betrachtet wird, Metadaten werden mit allen anderen Datenbanken abgeglichen.
        Und das gilt nicht nur für Strafverfolger, Firmen wie Facebook, Google und Co. haben hier ihr Geschäftsmodell um Benutzerprofil an Werbetreibende zu verkaufen.

      • Johann es tut mir leid aber Keri hat nun man leider recht. Lies mal das hier: https://ssd.eff.org/en/module/why-metadata-matters

  2. Achja, „quasi Datenschutz“ im Internet. Wenn man sich die Browser -und Betriebssystemverteilung so anschaut geht es doch an den meistern Nutzern völlig vorbei…

  3. Woher weiß man denn, ob wirklich komplette Verschlüsselung benutzt wird? Ist der Quellcode offen inkl. Nachweis, dass auch exakt aus dem gezeigten die Software kompiliert wurde? Gibt es ein wenigstens ein Audit der jeweils aktuellen Version?

  4. Was die Leute nicht begreifen wollen und WhatsApp bewusst verschweigen will:

    – Chats sind verschlüsselt und nicht lesbar. (okay, das wussten wir alle und das haben sie auch so gesagt)

    Als Nutzer gewährst du der App beim EInrichten aber Zugriff auf:
    – Medien
    – SMS
    – Anrufliste
    – Kontakte
    – Standort

    Damit kann die App im Hintergrund deine Fotos an den Konzern übertragen, deine Kontakte abgleichen, deine SMS lesen, sehen, mit wem du wann geschrieben hast usw. – und das ist der eigentliche Skandal.

    Ich persönlich bin vor einem Jahr umgestiegen auf Signal und Threema. Und nutze nur noch die beiden Dienste. Vermisse ich WhatsApp? Nein, überhaupt nicht.

    • Du KANNST den Zugriff drauf geben, musst du aber nicht.
      Man kann „wunderbar“ ohne diese Zugriffe leben. Man hat halt dann nur den Namen die die Person bei WhatsApp genutzt hat und muss z.B. Fotos per Hand an WA teilen, aber sonst geht das.

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