WhatsApp: So funktionieren ablaufende Nachrichten

WhatsApp hat eine Informationsseite zum Thema „Ablaufende Nachrichten“ veröffentlicht. Eine Funktion, die bald Einzug halten soll. Auf WhatsApp können dann Anwender Nachrichten senden, die von selbst wieder verschwinden. Dazu müssen diese nur ablaufende Nachrichten einschalten. Sobald die Einstellung aktiv ist, verschwinden neue Nachrichten nach 7 Tagen wieder aus dem Chat. In einem Chat kann jeder Benutzer ablaufende Nachrichten ein- oder ausschalten. In einem Gruppenchat können das nur Gruppenadmins. Hier einmal die Beschreibung:

  • Wenn ein Benutzer WhatsApp 7 Tage nicht öffnet, verschwindet die Nachricht automatisch. Allerdings sieht er die Vorschau der Nachricht eventuell noch in den Benachrichtigungen, bis er WhatsApp öffnet.
  • Wenn du auf eine Nachricht antwortest, wird die vorher gesendete Nachricht zitiert. Wenn du auf eine ablaufende Nachricht antwortest, bleibt der zitierte Text eventuell auch nach 7 Tagen noch im Chat.
  • Wenn eine ablaufende Nachricht an einen Chat weitergeleitet wird, in dem ablaufende Nachrichten ausgeschaltet sind, verschwinden die Nachricht dort nicht.
  • Wenn ein Benutzer ein Backup erstellt, bevor die Nachricht verschwunden ist, wird sie dort gespeichert. Sie verschwindet allerdings, sobald er das Backup wiederherstellt.

Bei Medien ist das etwas anders gelagert: Medien, die Anwender in WhatsApp erhalten, werden standardmäßig automatisch in den Fotos gespeichert. Wenn ablaufende Nachrichten eingeschaltet sind, verschwinden im Chat gesendete Medien, nicht aber auf dem Telefon, wenn automatisches Herunterladen aktiviert ist. Nutzer können automatisches Herunterladen aber jederzeit in WhatsApp deaktivieren. Öffnet dazu Einstellungen > Daten- und Speichernutzung.

Weitere Informationen:

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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13 Kommentare

  1. Man nenne mir ein Szenario, in dem das sinnvoll ist

    • Vielleicht für Zugangsdaten sinnvoll…

      • Zugangsdaten sollte man vielleicht generell nicht über WhatsApp kommunizieren.
        Was ich mir sinnvoll vorstellen kann, wäre eine Option, um eigene Chats, also die auf dem eigenen Handy, regelmäßig nach einer bestimmten Zeit zu löschen, um Platz zu schaffen.

    • Wenn du z.B. mit deinem Dealer üblicherweise über WhatsApp schreibst, der aber irgendwann hochgenommen wird. … dann wäre es gut, sie hätten nicht die letzten 3 Jahre Einkaufshistorie in der Hand. 😉

      …aber Spaß beiseite: Jede Konversation die sensibel genug ist als dass du sie nicht länger als notwendig in ihrer Vertraulichkeit vom Sicherheitsmodell der Teilnehmer abhängig machen möchtest. Also wenn du klüngelst, z.B., oder du bist politisch aktiv und versuchst diese Tätigkeit zu verschleiern. Das letztere ist besonders wichtig, wenn Gesprächsteilnehmer kritische Grenzen überschreiten, bspw.. nach China.

      Dort kann ein vollständiger Gesprächsverlauf sehr gefährlich sein. Da die Nachrichten allerdings für die Teilnehmer oft viel schneller an Nützlichkeit verlieren als für Dritte, z.B. Behörden oder Kriminelle, kann es Sinn ergeben, alte Nachrichten automatisch zu löschen.

  2. Das klingt doch ganz solide, oder? Klar, wie immer sehr langsam und so, aber finde ich super, dass sie so etwas einführen.

  3. Das Verhalten bei Medien finde ich absolut schlecht umgesetzt. Entweder kein Automatisches löschen bei Medien erlauben oder die gespeicherte Datei auch auf dem Telefon löschen.

    • Naja, vielleicht solltest Du einfach keine Medien versenden, die der Empfänger nicht aufheben soll.
      Ich finde das Verhalten grundsätzlich fragwürdeig. Der Sender schickt dem Empfänger Informationen. Auf dem Gerät des Empfängers werden Veränderungen an den Daten vorgenommen, ohne dass der Empfänger einfluss darauf hat.
      Hier sollten beide Seiten zustimmen müssen.

      • Naja, aber genau das ist ja nicht der Fall. Die Medien werden ja eben nicht auf Empfänger-Seite gelöscht.
        Und das ohne Zustimmung des Empfängers Nachrichten von Sender gelöscht werden können, ist jetzt schon so.

        • Naja was heißt ohne Zustimmung. Es sehen ja alle Beteiligten ob diese Funktion in einem Gesprächsverlauf aktiviert wurde. Wenn sie das nicht möchten, können sie es wieder deaktivieren.

          Meine WhatsApp Galerie sichert eh auf Google Photos. Insofern würde das nichts ändern, wenn WhatsApp auch die Bilder aus dem App-Folder löschen würde.

          Aber so richtig dagegen hätte ich auch nichts. … Wär ja wie gesagt eh nur die lokale Version.

    • Nachrichten und Medien sind meiner Meinung nach generell nach dem Senden als „unwiderruflich“ zu sehen – Lösungsunabhängig kann der Empfänger die Daten ja selbst nochmal wegsichern/ Screenshot machen etc

      • Ist aber eine andere Gefahr, um die es hier gar nicht geht.

        Das Feature soll nicht verhindern, dass der Gesprächspartner die Konversation dokumentieren kann. Das wär ja lächerlich. Irgendwie muss die Nachricht ja bei ihm ankommen, folglich kann er sie auch sichern.

        Bei diesem Feature geht es ausschließlich um Datenhygiene. Also speziell: Zu vermeiden, dass potentiell bedenkliche Nachrichtenverläufe langfristig auf den Geräten erhalten bleiben.

        … Was die Medien angeht: ich hab den automatischen Download ohnehin deaktiviert. Das passt mir nicht, dass jemand ohne mein Zutun Bilder in meiner Galerie ablegen kann.

  4. Klaus Mehdorn Travolta says:

    Die Frage ist nun ob trotzdem diese Nachrichten noch auf Servern bei WhatsApp oder Providern gespeichert bleiben, s.h. ob später noch ein wie auch immer juristischer Zugriff möglich ist.

    • Naja das ist bei WhatsApp schnell beantwortet: Nein.

      Der einzige Weg wie deine Nachrichtenverläufe ohne spezielles Zutun deinerseits von Dritten gesehen werden können ist das Cloud-Backup (also Google/Apple) oder weil Endgeräte von dir kompromittiert wurden. Also bsplw. das Telefon oder ein Gerät mit verlinktem Webclient.

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