Anzeige

WhatsApp Payments: Geld versenden über den Messenger startet in Indien

Die Pläne und Tests des zu Facebook gehörenden Messengers WhatsApp, ein Zahlungssystem über den eigenen Messenger zu realisieren, reichen bereits einige Jahre zurück. Im Sommer hatte man derartige Geldtransfers über „WhatsApp Payments“ bereits in Brasilien gelauncht. Dort hatte die ansässige Zentralbank aber schnell das Projekt scheitern lassen. In Indien hatte man die Einführung zumindest bereits großflächig getestet. Doch auch dort scheiterte man mit den Genehmigungen. Nun unternimmt WhatsApp einen weiteren Anlauf und startet WhatsApp Payments in Indien.

Geldbeträge können so einfach überwiesen werden, wie man im Messenger eine Nachricht an das Gegenüber verschickt. Das Ganze in Echtzeit. Ähnliches kennen wir ja bereits von iMessage mit Apple Pay – ist hierzulande aber ebenfalls nicht verfügbar. Zur Realisierung des Zahlungssystems arbeitet man mit einem indischen Zahlungsdienstleister zusammen und ermöglicht somit die Unterstützung von 140 Banken. WhatsApp Payments ist also ebenfalls nur Zahlungsdienstleister und bietet kein eigenständiges Konto an:

Um Geld mit WhatsApp in Indien senden zu können, benötigt man ein Konto und eine Debitkarte in Indien. Sobald Zahlungen auf WhatsApp eingerichtet sind, können nun mehr Menschen in Indien Geld von jeder UPI-App senden und empfangen.

WhatsApp betont, dass man auf „strenge Sicherheits- und Datenschutzgrundsätze“ bei den Zahlungen durchsetzt. Zudem muss jede Zahlung mit einer persönlichen PIN quittiert werden. Die Funktionalität bietet man sowohl für Android- als auch iOS-Benutzer an. Ob oder wann man plant die Funktion auch nach Deutschland zu bringen, ist unterdessen nicht bekannt. Würdet ihr sie denn nutzen – oder reichen euch die gegebenen Möglichkeiten mit PayPal, Sepa-Instant sowie diversen Fintech-Banken aus? Ich hätte da bei der Benutzung ehrlich gesagt so meine Bedenken…

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Student auf Lehramt. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

12 Kommentare

  1. Würde ich auf jeden Fall nutzen und denke auch, dass sich das durchsetzen wird. WhatsApp benutzt sowieso jeder und unkomplizierter geht es nicht.

    • Es steht und fällt mit der einfachen Nutzbarkeit.
      Wenn das per Whatsapp leichter als mit Paypal Geld an Freunde geht wird es sich sehr schnell verbreiten.

    • Dinge sollten getrennt sein und bleiben! Whatsapp WAR ein Chatdienst unter Freunden. Nicht mehr und nicht weniger.
      Ich werde Menschen nie verstehen, wie einen Dienst für alles haben wollen. Das zerstört nicht nur die Privatsphäre bzw den Privatsphäre Effekt sondern auch den Sinn und Zweck was eine einzelne App „sein soll“ oder in dem Fall „mal war“. Und gruselig ist, dass die Funktion der Storys wahrscheinlich nur ins Leben gerufen wurde, um noch mehr Werbung präsent zu platzieren. Deshalb ändert sich meistens auch die Navigation in einer App. Es ist einfach bitter….

  2. Das wird aber UX technisch grausam in Europa wegen PSD2

  3. Ich habe schon vor vielen Jahren über SMS Geld versendet, auch über Email gehts schon seit Jahren. Mittlerweile gibt es dutzende Apps über die es auch problemlos geht. Niemals würde ich WhatsApp für Geldgeschäfte nutzen. Ich nutze es ja nichtmal für belanglose Kommunikation, da es bessere und günstigere Alternativen seit Jahren gibt.

    • Diese Alternativen kranken leider seit jeher an der fehlenden Nutzerbasis. Natürlich gibt es Nutzer wie Dich, die es irgendwie hinbekommen haben, wenigstens einen Großteil ihrer Kontakte darüber zu erreichen, aber für die meisten wird das auch in Zukunft nur theoretisch möglich sein.

      • Solche Leute nutzen diese Dienste wie Threema mit 1-2 Leuten und meinen damit, von der Mehrheit zu sprechen. Die haben ganz andere Probleme…

  4. Würde ich machen, da fast alle Freunde WhatsApp haben aber lange nicht alle Paypal. Und der Austausch von Kontodaten ist einfach nervig und aufwändig. ApplePay würde mir da auch nicht so viel helfen, weil dafür einfach nicht genügend Leute ein iPhone haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bevor du deinen Kommentar abschickst:
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.