WhatsApp: Maßnahmen gegen Spam stehen auf dem Plan

Kettenbriefe via WhatsApp, schon einmal einen erhalten? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, die Inhalte dieser Kettenbriefe immer sehr seltsam. Ebenso die Warnung, man solle die Nachricht innerhalb von Zeit X an N Personen weiterleiten, da sonst schlimme Dinge passieren würden. Aber auch ganz normaler Spam tummelt sich bei WhatsApp. WhatsApp kennt diese Problematik offenbar und arbeitet an einem Weg, diese Nachrichten vielleicht leichter erkennbar zu machen oder gar einzudämmen. Die Hinweise dazu sind allerdings noch sehr gut versteckt und nicht wirklich aufschlussreich.

Der erste Hinweis zeigt sich, wenn man eine Nachricht weiterleiten möchte, das ist das normale Vorgehen von Spammern, die so zahlreiche Kontakte auf einmal auswählen können. Hier ist dann ein Hinweis zu sehen, dass diese Nachricht eben schon mehrfach weitergeleitet wurde. Dieser Hinweis erscheint dann, wenn man eine einzelne Nachricht mehr als 25 Mal weitergeleitet hat (aktuell erscheint er noch nicht, wird aber so erscheinen, wenn aktiviert). Gleichzeitig kann man bis zu 30 Nachrichten weiterleiten.

Die Meldung der häufig weitergeleiteten Nachricht taucht auch beim Empfänger aus, wie auf dem zweiten Screenshot zu sehen. WhatsApp blockiert die Nachrichten also nicht, sondern sie kommen ganz normal an, sind aber eben mit einem Hinweis versehen, dass es sich um eine häufig weitergeleitete Nachricht handelt.

Inwiefern dieses Labeln der Nachrichten – der Versand wird nicht unterdrückt – dann zur Spam-Bekämpfung hilfreich sein soll, ist allerdings noch unklar. WhatsApp geht bereits gegen Spammer vor, so wird zum Beispiel erkannt, wenn ein Nutzer plötzlich viel mehr Nachrichten in einem kurzen Zeitraum verschickt. Außerdem können Nutzer Nachrichten von unbekannten Absendern direkt als Spam melden.

Das Ganze kann natürlich nur über die Auswertung der Metadaten erkannt werden, Inhalte sind bei WhatsApp bekanntlich Ende-zu-Ende verschlüsselt.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

2 Kommentare

  1. Um ehrlich zu sein noch nie auch nur eine Spam Nachricht über WhatsApp bekommen.
    Und das obwohl ich regelmäßig in China bestelle, wo die meine Handynummer schön mit auf das Versandetikett drucken…

  2. Ich finde den Spam bei Telegram viel viel schlimmer. WhatsApp ist sehr ruhig, bei Telegram kommen täglich 5-10 dämliche arabische Sprüche rein. Anscheinend lässt sich bei Telegram nach Benutzern suchen und das nutzen Spambots aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.