WhatsApp lässt 30 Open Source Projekte von GitHub entfernen

Die Macher von WhatsApp haben dafür gesorgt, dass 30 Open Source Projekte von GitHub entfernt wurden, die womöglich das Copyright von WhatsApp verletzen. Die Coypright-Verletzungen sind unterschiedlich, können von der Verwendung des Logos bis hin zur unerlaubten Nutzung der WhatsApp-API reichen. Die WhatsApp-Macher berufen sich in ihrem Schreiben auf den Digital Millennium Copyright Act (DCMA). Das Schreiben wurde von GitHub veröffentlicht und kann an dieser Stelle, inklusive einer Auflistung aller betroffenen Projekte, eingesehen werden.

WhatsApp

Die betroffenen Projekte haben nun die Möglichkeit, gegen das Vorgehen bei GitHub Beschwerde einzulegen, wenn die Vorwürfe denn ungerechtfertigt sind. GitHub wird dann die Projekte wieder online stellen (so wie es aussieht ohne weitere Prüfung). WhatsApp hat dann nur noch die Möglichkeit der Klage, um die Projekte erneut entfernen zu lassen. Schon im September 2013 ging WhatsApp gegen den Unified Messenger Disa vor und hat die WhatsApp-Funktionalität entfernen lassen. Anrechnen muss man WhatsApp wohl trotz alledem, dass hier nicht gleich die juristische Keule geschwungen wird, sondern die Projekte erst einmal so entfernt werden, oder findet Ihr auch das nicht korrekt?

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

22 Kommentare

  1. Schutz der eigenen Idee in allen Ehren, aber ich finde das schon etwas lächerlich. Haben die Angst, dass ihnen die Nutzer vom offiziellen Client davon laufen? Würde sicher nicht passieren, da die Alternativen sich meist eh nur in einem versierten Nutzerkreis ausbreiten… Meiner Meinung nach..

  2. So sollte es laufen, besser fände ich zu erst einen Hinweis an die Appentwickler um dies entsprechend selbst durchzuführen. Viel besser als gleich mit dem Anwalt vor der Tür zu stehen…

  3. Gaaanz großes Kino… wollen die allen ernstes eine WebOS Version machen? Hatten sie jetzt aber schon einige Zeit verstreichen lassen… und BlackBerry etwa auch unterstützen? Also ich finde das ein extrem lächerliches und arrogantes Gehabe. Wenn es keine externen Projekte geben soll, dann sollen sie ihr lächerliches kleines buggy Chatprogramm halt ohne API machen.

  4. Ärgerlich, whatsapp-purple funktioniert sehr gut. Auf mein Handy kommt WhatsApp jedenfalls nicht.

    Danke für die Meldung, bleibt dran. 🙂

  5. das ist alles nur nötig, weil die whatsapp macher leider unfähig sind ihre anwendung und ihre api vernünftig zu designen, darum ist es so wichtig für sie, alternative clients zu verbieten.

  6. mozarthecht says:

    Schade das WhatsApp diese Weg beschreitet. Aber solange es für WebOS keinen Client von WhatsApp selber gibt, ist mal leider gezwungen auf einen erstaunlich guten Nachbau (mojowhatsup) umzusteigen.
    Hauptproblem ist dabei sicherlich der Teil „unauthorized use of WhatsApp APIs“. Den solange WhatsApp keine offizielle API bereit stellt muss man ja die inoffizielle nutzen. Aber ob das wirklich über Copyright abgesichert ist muss ein Jurist entscheiden. Und dessen ist sich auch WhatsApp selber bewusst. „WhatsApp has a good faith belief … „

  7. Disa funktioniert übrigens (noch) wunderbar mit Whatsapp. Wenn auch über einen kleinen Umweg/Kniff der Entwickler 😉
    Nur mal so am Rande… 😉

  8. Fischerland says:

    Die Amis machen was sie wollen – da sollte man die Projekte Forken und wieder online stellen – so schnell kommen die gar nicht nach mit dem Löschen 🙂

  9. Die haben schlicht Bammel, dass man noch mehr Sicherheitslücken findet. Wie sieht es eigentlich derzeit aus? Ich nehme an, dass Sicherheit immer noch ein Fremdwort ist, nachdem die letzte Diskussion nach einer Woche intensiver medialer Aufmerksamkeit wieder abgesoffen ist.

  10. Kann mir jemand einen Tipp geben, ob es möglich ist durch ein kleines Programm Whatsapp auf den PC zu bringen?

  11. Man verletzt das copyright wenn man Control-Daten (=Nutzung der API) übers Internet an einen Server sendet und empfängt?! Hier wurden teilweise nicht einmal Logos oder der Code des offiziellen Clients verwendet. Die spinnen doch!

  12. Dagegen ist Telegram ein leuchtendes Vorbild. Eine offzielle API und jede Menge inoffzielle Clients.

  13. anzensepp1987 says:

    @Andreas G.: Und dazu quasi keine Nutzer! (y)

  14. @Andreas G.: Telegram finde ich auch klasse, aber wie anzensepp1987 sagt, es nutzt keiner. Das ist doch immer das Problem. Meine Bemühungen, Leute zum Umstieg zu bewegen sind auch gescheitert, die hören einem nicht einmal zu 😀

  15. Ich fände es gut, wenn man WhatsApp auch übers Web nutzen könnte. So ganz ohne Smartphone.
    So einen Messenger über alle Devices, der nicht mit einem social Network (Facebook, Google+) verbunden ist.

  16. Das klappt immer. Kaum erwähnst du Telegram hebt sofort einer den Zeigefinger. …. bla bla … das nutzt keiner …. bla bla.
    In weniger als 6 Monaten 5-10 Mio. installationen allein auf Google Play sprechen eine andere sprache.
    Hab’s geschafft Whatsapp bei mir zu ersetzen. Läuft nur noch nebenbei für nicht so enge Kontakte denen ich dann auch Telegram empfehle. Das grösste Hinderniss ist in der Tat die noch nicht vorhandene deutsche Übersetzung.
    Guter Cybernetz Artikel zu Telegram: http://cybernetz.net/telegram-messenger

  17. @anzensepp1987

    Stimmt leider. In unseren Breiten ist WhatsApp der unangefochtene Platzhirsch.
    Allerdings hat z.B. Line bei uns auch kaum Nutzer aber in Japan hat es den gleichen Stellenwert wie bei uns WhatsApp.

    Irgendwie erinnert mich WhatsApp an die Hochzeit von ICQ. Damals konnte war man ohne ICQ Account quasi nicht erreichbar. Inzwischen wurde ICQ längst durch andere Messenger verdrängt.

    Würde mich nicht wundern wenn die Projekt die von Github entfernt wurden sich neu ausrichten und dann eben z.B. Telegram nutzen. Ein Anwendungsfall sind z.B. Mitteilungen von Monitoringdiensten.

  18. Ich kann auch immer wieder die Werbung für Telegram wiederholen. Ich hatte es mal auf zwei Geräten installiert, um es zu testen, denn in meinem Freundeskreis hat es einfach niemand. Das funktioniert super, um Testnachrichten zu verbreiten!

    Leider habe ich noch niemanden zum Umstieg bewegen können. Die einen verstehen das Problem an Whatsapp nicht, die anderen brauchen Telegram nicht, weil sie eben nicht nur mit mir kommunizieren wollen, und Whatsapp ohnehin haben, weil es der Rest der „Welt“ benutzt.

    Wie Andreas G schon schrieb: Müll, der sich wie ICQ leider durchgesetzt hat, und zum Quasistandard geworden ist. Sich dagegen zur Wehr zu setzen ist schwierig.

    Die Hoffnung gebe ich aber auch nicht auf, ich behalte Telegram installiert. Vielleicht bekomme ich ja eines schönen Tages eine erste reale Nachricht über das System!

  19. Na, zu whatsapp gibt es keine Alternative.

    Oder kennt ihr noch einen solchen Dienst der das alte Symbian Supportet?

  20. Bislang habe ich WhatsApp boykottiert und werde es auch weiterhin tun. Aber Telegram werde ich mir einmal anschauen.

    Passend dazu hat heute antenne.com darüber im Radio berichtet (auch wenn der Inhalt sicherlich auch auf andere Messenger zutrifft):
    http://www.antenne.com/news-service/nachrichten/1402/whatsapp-die-wanze-der-hosentasche/

    Vielleicht schwenken doch noch ein paar Nutzer um.

  21. Zwischenzeitlich haben sich schon einige nach Alternativen umgeschaut, inbesondere nachdem die Übernahme durch Facebook bekannt wurde. Einen interessanten Artikel dazu habe ich auch auf http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2014-02/29543374-internationaler-boom-fuer-whatsapp-alternativen-threema-und-telegram-016.htm gefunden.