WhatsApp aktualisiert Nutzungsbedingungen

whatsapp artikel logoWhatsApp gehört zu Facebook und wird zukünftig neue Wege gehen. Das könnten beispielsweise Bots sein, die man in den Messenger integriert, so wie es bei Facebook auch schon der Fall ist. Verzichten will man weiterhin auf Bannerwerbung von Dritten. Aber man habe gemerkt, dass viele Menschen mittlerweile auf einer Vielzahl von Kanälen Informationen erhalten – ob es eine Nachricht der Bank ist, die eine möglicherweise betrügerische Transaktion meldet oder eine Nachricht einer Fluggesellschaft, die den Nutzer über eine Flugverspätung informiert. Um diese Integration, also die Kommunikation mit Unternehmen zu testen, müsse man die Nutzungsbedingungen aktualisieren.

whatsapp

Auch wenn man in den nächsten Monaten enger mit Facebook zusammen arbeitet, möchte man, dass verschlüsselte Nachrichten weiterhin privat bleiben. Auch die Tatsache, dass man mittlerweile Ende-zu-Ende verschlüsselte Nachrichten anbietet, hat man in den neuen Nutzungsbedingungen noch einmal verdeutlicht. Laut WhatsAppp werde man die Telefonnummer weder weitergeben, noch posten. Dennoch werde man die Nummer mit Facebook verknüpfen:

Aus der Ankündigung:

Indem deine Telefonnummer mit den Facebook-Systemen verbunden wird, kann Facebook dir besser Freunde vorschlagen und dir passendere Werbung anzeigen, falls du einen Account dort haben solltest. Du könntest z. B. Werbung von einem Unternehmen sehen, mit dem du bereits in Kontakt standst, anstatt eines vorgeschlagen zu bekommen, von dem du noch nie gehört hast. Du kannst hier mehr darüber erfahren, wie du die Verwendung deiner Daten steuern kannst.

Die aktualisierten Nutzungsbedingungen sind hier zu finden. Die wesentlichen Punkte:

  • Neue Möglichkeiten, WhatsApp zu verwenden. Wir möchten Möglichkeiten erkunden, wie du und Firmen über WhatsApp miteinander kommunizieren können, wie beispielsweise über Informationen zu Bestellungen, Transaktionen und Terminen, Liefer- und Versandbenachrichtigungen, Aktualisierungen von Produkten und Dienstleistungen und Marketing. So kannst du zum Beispiel Informationen zum Flugstatus für eine bevorstehende Reise, einen Zahlungsbeleg für etwas, das du gekauft hast, oder eine Benachrichtigung bezüglich eines Liefertermins erhalten. Nachrichten, die du erhältst, die Marketing enthalten, könnten Angebote zu etwas enthalten, das dich interessiert. Wir möchten nicht, dass du das Gefühl hast Spam zu erhalten. Wie mit allen deinen Nachrichten kannst du auch diese Kommunikation verwalten und wir werden uns nach deiner Auswahl richten.
  • Auswahlmöglichkeiten, die du hast. Wenn du ein bestehender Nutzer bist, kannst du wählen, deine WhatsApp-Account-Informationen nicht mit Facebook zu teilen, um deine Facebook-Werbung und Produkterlebnisse zu verbessern. Bestehende Nutzer, die unseren aktualisierten Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie zustimmen, haben weitere 30 Tage Zeit, diese Auswahl zu treffen, indem sie zu Einstellungen > Account gehen.

Weitere Punkte, die man kennen sollte, die aber nicht neu sind bezüglich Datensammlung:

Man gibt seine Telefonnummer an. Man gibt aber auch die Nummern anderer WhatsApp-Anwender weiter sowie auch die sonstiger Kontakte. Auch findet sich die IP-Adresse unter den gesammelten Daten sowie Hardware-Modell, die Informationen zum Betriebssystem und Browser-Informationen. Wer nichts mitteilen will, liest hier – trotz Widerspruch werden in irgendeiner Weise Daten fließen:

Die Facebook-Unternehmensgruppe wird diese Information trotzdem erhalten und für andere Zwecke, wie Verbesserung von Infrastruktur und Zustellsystemen, des Verstehens der Art der Nutzung unserer bzw. ihrer Dienste, der Absicherung der Systeme und der Bekämpfung von Spam, Missbrauch bzw. Verletzungshandlungen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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51 Kommentare

  1. Inb4 haufenweise „Mimimi ich lösch jetzt WA“ und „Messenger xyz ist eh besser“ Comments 😀

  2. @Gabe: 😀

  3. Bei Facebook wird es wieder rund gehen. Mit Bildern und so 😀

  4. Ist das bis jetzt nur bei Android so oder auch schon bei iOS? Kann nämlich den Infos Teilen Button in den Einstellungen nicht finden.

  5. Ida Oberstein says:

    Wichtig ist aber der Hinweis auf der WhatsApp-Seite, wenn man die Informationen nicht teilen möchte:

    „Die Facebook-Unternehmensgruppe wird diese Information trotzdem erhalten und für andere Zwecke, wie Verbesserung von Infrastruktur und Zustellsystemen, des Verstehens der Art der Nutzung unserer bzw. ihrer Dienste, der Absicherung der Systeme und der Bekämpfung von Spam, Missbrauch bzw. Verletzungshandlungen.“ – https://www.whatsapp.com/faq/general/26000016

    Ist also völlig egal, was man macht, die Daten wandern zu Facebook.

  6. Verbesserung von Infrastruktur und Zustellsysteme…. bin ich der einzige der denkt dass das total schwammig ist. Also kurz gefasst: Wir tracken alles was du machst mit WhatsApp (außer die Nachrichten) so oder so und entweder wir verbinden das mit unseren Werbenetzwerk oder wir tracken „nur“ 😉

  7. Wenn ich aber facebook ausschließlich am Rechner nutze und nicht auf dem Handy und gleichzeitig meine Mobilnummer nicht bei facebook eingetragen habe, kann WhatsApp/facebook ja nicht erkennen, daß es sich um den gleichen Nutzer handelt?

  8. @Gabe: Hol dir mal wallabag und Telegram 😀 😀 😀 😀

  9. @Guankara: Rein theoretisch gibt es da mehrere Möglichkeiten. Schonmal Instagram, MSQRD etc. am selben Handy benutzt? Mit IP Adressen und Tracking-Historie kann Facebook auch schon mal eine gut verlässliche Annahme machen. WhatsApp Web im selben Browser. Fingerprinting von Geräten (einmal aus versehen anmelden vom selben Handy)… gibt genug Möglichkeiten (wie gesagt theoretisch). Dem FB Werbenetzwerk zu entkommen ist inzwischen sehr schwer… schon ne Kayak/Swoodoo Anfrage verändert deine Werbung auf FB und jeder Like Button verrät auf welcher Seite du bist 😉

  10. Ida Oberstein says:

    @Guankara: Du hast sicherlich Freunde, die WhatsApp haben und bei Facebook sind. Deine Telefonnummer wandert also schon einmal darüber zu Facebook. Und dann kann Facebook ja anhand der Kontaktverknüpfung erkennen, dass du bei Facebook der gleiche bist, wie derjenige bei WhatApp, wenn du mit den gleichen Leuten auch bei Facebook befreundet bist.

  11. @therealmarv gabs vor ner Weile doch schonmal. Bloss warens da Forscher und haben festgestellt, dass durchschnittlich die Leute Whatsapp am meisten zwischen 7 Uhr Morgens und 10 Uhr Abends nutzen. Unglaublich! 😉 Viel mehr können sie dank der End-to-End Verschlüsselung eh ned machen. ^^

  12. Ich bleib‘ bei Telegram.

  13. Finde ich aber sehr fair das man als Bestandsnutzer einfach widersprechen kann, dann muss nicht alles mit Fotos zugespammt werden wie bei Facebook… xD *Ironie*

  14. Ida Oberstein says:

    @Reen: Naja „widersprechen“. Die Daten wandern so oder so zu Facebook. Anders als vor 2 Jahren angekündigt.

  15. Völlig unkritischer Artikel und dann werden in den Kommentaren Bedenkenträger auch noch ins lächerliche gezogen… Läuft ja super hier.

  16. Also, man kriegt einfach den Finger noch tiefer im Po geschoben…
    Gut, dass ich seit der FB Übernahme weg bin! Mittlerweile haben fast alle die mir wichtig sind Threema. Mit allen anderen wird gesimst oder telefoniert, geht doch!

  17. Es gibt so viele Alternativen und das Umsteigen ist so easy. Trotzdem sind über 90% meiner Kollegen noch bei WA. Es ist so nervig mit diesen DAUs

  18. Erledigt.
    http://imgur.com/a/Dxegf

    Konnte einen Kettenbrief erstellen bevor welche mit falschen Infos gestreut werden.
    Phu!

  19. @Night: Bedenkenträger? Die Widersprecher bei FB? Lulz.
    @Marco Mein Mann!

  20. Meinte eher die ersten beiden Kommentare, welche auf kommende kritische Kommentare hier Zielen. In die Reihe kommst du dann noch dazu (zugegebenermaßen sind Proteste auf FB tatsächlich lächerlich, da bin ich aber nicht)

    Und dass der Artikel unkritisch ist, ist mal eindeutig.

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