WhatsApp: 30 Millionen aktive Nutzer in Deutschland

400 Millionen Nutzer hat WhatsApp nach eigenen Angaben weltweit. Im August 2013 gab es laut Erhebungen des Focus (sicherlich irgendwie erhoben, definitiv nicht offiziell)  20 Millionen Menschen in Deutschland, die den Dienst nutzten. Diese Zahl hat sich anscheinend seit August extrem vergrößert – und dies, obwohl WhatsApp in Sachen Datenschutz und Co immer in die Kritik kam. Gründer Jan Koum ließ sich heute morgen zur offiziellen Aussage hinreißen, dass WhatsApp in Deutschland mittlerweile 30 Millionen Nutzer hätte – aktive wohlgemerkt.

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Immer wieder von mir angemerkt: irgendwie überraschend. Wirklich jeder meiner Freunde hat zu WhatsApp auch noch die obligatorische Facebook-Installation. Dennoch wird statt zu Facebook – welches ja auch offiziell am Rechner benutzt wird – zu WhatsApp gegriffen, um kurz zu kommunizieren. WhatsApp hat etwas geschafft, was Facebook nicht in den Köpfen der Menschen schaffte: WhatsApp ist einfach ein mobiler Messenger ohne Schnick Schnack, während für viele Facebook einfach das große Social Network ist – und nicht der Überall-Messenger. 30 Millionen Menschen in Deutschland nutzen aktiv WhatsApp – schön, auch mal eine offizielle Zahl zu hören.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

47 Kommentare

  1. Puh, das glaub ich nicht. 37 Mio. Smartphones, und 81% sollen WhatsApp nutzen? Crazy.

  2. Fresst Scheiße! Millionen Fliegen können nicht irren.

  3. Birkhahn reloaded says:

    Naja, da können Alternativ-Messenger doch gleich einpacken. Sie kommen einfach zu spät.

  4. Die Zahl von 20 Mio lasse ich mir gerne noch gefallen, aber gleich 80 Mio? Also gut 31 % der Bevölkerung? Glaube ich nicht, zumindest nicht, dass es alles aktive Nutzer sein sollen. Doppelte aktive Nutzung kommt ja sicherlich auch unter Normalnutzern eher selten vor.

  5. das whatsapp mehr als facebook genutzt wird liegt wahrscheinlich auch hauptsächlich daran, dass die Facebook app eine komplette Katastrophe ist. Unübersichtlich, unzuverlässig und nervig.

  6. Plantoschka says:

    Zeigt mal wieder wie wichtig es ist früh auf den Markt zukommen. WhatsApp war früh für iOS und Android erhältlich und bei Teenies sehr beliebt.

  7. Bei Whatsapp kann man sicher sein, das der gewünschte Gesprächspartner schnellstmöglich die Nachricht liest.
    Nicht jeder, der einen Facebook Account hat, hat auch Facebook auf dem Handy installiert.

  8. Toll verschrieben… 37% meine ich natürlich.

  9. Ich halte die Zahl für realistisch. Nahezu jeder Smartphone-Nutzer hat doch WhatsApp. Sogar mein Vater mit seinen fast 70 Jahren. Klar, er nutzt es natürlich nicht so intensiv wie unsereins, man kann ihn darüber erreichen – und Antworten kriegt er auch noch hin 🙂

  10. Ich bin inzwischen soweit, dass ich 5,- im Monat zahlen würde, wenn WhatsApp gleichzeitige Nutzung auf mehrere Geräten bieten würde.

  11. mal vom eigentlich beitrag abgesehen, will ich kurz rückmelden, dass mir wirklich positiv auffällt, dass hier im blog zunehmend auch kritisch berichtet wird. insbesondere was die nennung von statistiken angeht finde ich sehr gut, dass sie journalistisch aufgearbeitet werden. d.h. dass du dich 1. kritisch (im positiven sinne!) ggü. den zahlen zeigst, 2. die quellen dazu transparent machst.

    danke 🙂

  12. Liegt bei mir zumindest daran, dass der Facebook Messenger deutlich mehr am Akku saugt…

  13. Vor ca. ein Jahr war WhatsApp noch kostenlos und jetzt möchten sie halt nach ein Probejahr 89 Cent. Ich denke mal die werden den Preis auch noch ein wenig nach oben schieben aber wenn 30.000.000 Menschen diesen Dienst in Deutschland nutzen, kommt eine nette Summe zustande.

    Die machen es schon richtig und fast jeder nutzt es. Auch ältere Leute nutzen diesen Dienst. Wenn man sich Skype auf sein Handy packt hat man am ende auch diese optionen und kann auch noch kostenlos telefonieren.

    Ich frage mich warum sich Skype nicht so auf den Handys durchgesetzt hat. Ich selbst habe neben WhatsApp auch noch Line zum kostenlosen telefonieren auf mein Handy und halt Skype.

  14. Ich verweigere es weiterhin, ebenso wie die Facebook App. Die ständigen negativen Berichte (Sicherheitslücken, Datenschutzverstöße, fehlende Verschlüsselung, etc) Keine Ahnung, was davon noch alles Bestand hat, aber es hat dafür gesorgt, dass ich dieses Programm nicht nutzen möchte – zumal ich es auch nicht brauche.

  15. Und wieder geht es los, das Geheule mit der Privatsphäre…

  16. WhatsApp hat sich einfach als schnörkellose, platformübergreifende und kostenlose Alternative zur SMS durchgesetzt. Ich kenne keinen der WhatsApp nicht hat und genug die nicht Facebook (Messenger) etc nutzen.

  17. Ich persönlich verwende Whatsapp auch lieber als Facebook, einfach weil die App sich besser anfühlt, weniger Speicher verbraucht ect… Und bei den meisten ist es auch so, dass sie zwar Facebook auf dem Handy haben, aber keine Benachrichtigung sofort bekommen. Ob es nun an einer falschen Einstellung oder an der fehlenden FB-Chat-App liegt weiß ich net.
    Meine Frau z.B. (will) nutz FB nur im Browser auf dem Handy und bekommt somit keine Benachrichtigung…
    Ich habe auch die Erfahrung gemacht dass Leute eher ihre Nummer raus geben, als einen bei FB als Freund hinzufügen…
    Ps: Ich bin einer der mehr als einen Account hat, auch wenn ich nur einen verwende…

  18. @Denni: ist doch so. Whatapp bekommt fast alles mit was du machst weil es einfach viel zu viele Berechtigungen benötigt.
    Ich nutze deswegen nicht den originalen Whatsappclienten sondern Disa, da dem meiner Meinung nach mehr zu trauen ist als einer APP, deren Hauptsitz ein Sushirestaurant ist. (Siehe: http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2013/1202/whatsapp.jsp )

  19. Und leider ist die App trotzdem schlecht, andere Apps können das viel besser. Scheitern aber daran, dass es keiner benutzt.

  20. Zumal die Pushbenachrichtigung beim Facebook Messenger nicht nur bei mir extrem unzuverlässig funktioniert. Das ist ein unverzeihliches Problem/Bug bei einem Messenger. Alleine aus dem Grund nutze ich Facebook mobil nur wenn es unbedingt sein muss.

  21. Rainer Zufall says:

    Hauptsache einfach und billig. Echt traurig was aus dem einstigen Land der Dichter und Denker geworden ist. 🙁
    Der Großteil der Bevölkerung hat nicht die geringste Ahnung, was die mometane Thematik der Überwachung für uns bedeutet, aber Hauptsache WhatsApp auf dem Smartphone.

  22. Ich kann es nicht auf meinem Smartphone, Tablet UND Laptop nutzen? Das ist doch traurig im Jahr 2014. Ich verstehe nicht, warum Leute das nutzen/unterstützen…

  23. Doch, viele sind über die Überwachung im Bilde. Ich zum Beispiel. Und es ist mir bei WhatsApp (nur dort!) egal. Weil ich dieses zwar sehr häufig benutze, aber nun wirklich nicht für sensible Daten.
    Und ja, für ein Programm wie WhatsApp ist einfach und billig wirklich die Hauptsache. Ob ein Programm hier oder dort ein/zwei Zusatzfunktionen bietet, das spielt nun wirklich keine Rolle. Ich will rasch kleine unwichtige Meldungen einfach versenden und erhalten können und ich will rasch über eingehende Meldungen informiert werden. Das reicht. Irgendwelche Zusatzmöglichkeiten brauche ich nicht und will ich nicht. Und an der raschen Info über eingehende Meldungen scheitert Facebook für mich auf diesem Gebiet. Und daren, das ältere User (>60) häufig kein Facebook-Konto haben, wohl aber WhatsApp.
    Für einen solchen Messenger zählt drei Dinge: weite Verbreitung, rasch und einfach, billig. Alles andere ist (allerhöchstens) zweitrangig

  24. Hangouts wäre ne echte alternative, wären die Smilies nicht so häßlich. Das kann man sich nicht ansehen und so bleibt man doch bei WhatsApp…

  25. @Hansi: Das ist dir mal selektiv egal? Mit dieser App holst du dir eine Software aufs Gerät, die unter Sicherheitsaspekten das gesamte System kompromittiert. Daß alle Messenger-Nachrichten mitgelesen, gespeichert und weiterverarbeitet werden könnte man noch einsehen. Aber mit den verlangten Berechtigungen gibts du das gesamte Gerät preis.

  26. am sichersten für die privatsphäre bei den whatsapp-alternativen erachte ich den umstand dass dort fast keiner drin ist 🙂

  27. @Denni: Mir geht es nicht darum, dass ich ein Problem damit habe, meine Daten rauszugeben. Ich nutze schließlich auch Google-Dienste. Nur Google vertraue ich die Daten schon eher an als einem Unternehmen, dem man aufgrund diverser Meldungen gar nicht vertrauen kann. Zumal es reicht, wenn ein Unternehmen die Daten sammelt. (@Unbekannt: Danke für den Link, das mit dem Sushi-Laden kannte ich auch noch nicht – bestätigt mein Bild aber ein weiteres Mal)

    Und wenn dann auch noch Probleme auftauchen, dass Fremde Personen theoretisch in der Lage wären, in meinem Namen Meldungen an meine Freunde zu versenden (schon klar, meine IMEI wird wohl keiner haben – trotzdem) und dass im WLAN noch jeder mitlesen kann.

  28. @Stefan / @Unbekannt: Scheint doch ein etwas anderer Firmensitz zu sein, das gab’s hier schon mal:
    http://stadt-bremerhaven.de/whatsapp-ab-sofort-in-ios-7-optik/#comment-391387

  29. Wie schon von einigen angemerkt. Die Beschränktheit auf ein mobiles Gerät ist doch eigentlich das totale KO-Kriterium. Keine Ahnung, warum das niemanden stört.

  30. Noch schlimmer als Leute, denen die Sicherheit völlig egal ist, sind Leute, die alles glauben was die Medien verbreiten.
    Whatsapp hat keine Tarnadresse, sondern ist ein ganz normales Startup im Silicon Valley. Die kommunizieren zwar nicht viel, aber wenn, dann gefällt mir was die sagen. Zum Beispiel was Werbung angeht, etc.

    Und unsicher ist Whatsapp nun auch nicht mehr wirklich, höchtens wenn man sich in einem öfftenlichen ungesicherten Wlan befindet und Hackern versuchen die geschriebenen Nachrichten abzugreifen. Und Whatsapp als Firma hat zwar Zugriff auf die Telefonnumern in meinem Telefonbuch, aber es gibt unzählige andere Firmen, die noch viel viel mehr Daten von mir haben.

  31. @HO
    Es ist schon merkwürdig, dass niemand weiß, wo Whatsapp seine Firmenzentrale hat

  32. Köllewood says:

    ich kann verstehen erhält. Chatheads sind für wichtiges praktisch aber auf Dauer nervig wenn man keinen hat auf Gruppenbild

  33. Irgendwie erschreckend, wenn ich mir seinen Twitterverlauf ansehe, was für einem Menschen meine Daten anvertraue.

  34. Muss meine Aussage revidieren. Die 140 Zeichen können wirklich ein verkehrtes Bild auf eine Person werfen.

  35. Dass WhatsApp NUR auf dem Smartphone und NICHT auf Laptop, Tablet, Xbox, Kühlschrank mit Custom Rom und ähnlichem Kokolores bzw. jeder XMPP Möhre läuft ist eine der tragenden Säulen für den Erfolg dieses IM. (neben reduzierten, aufgeräumten Anwendungsfällen und früher Verfügbarkeit auf allen Plattformen… selbst auf Symbian).

    Denn das Smartphone ist das höchstwertige Gerät was die Zustellung der Nachricht angeht, wertiger ist nur die olle SMS. Wenn ich also eine Whatsapp Nachricht verschicke, habe ich eine gewisse Zusicherung, dass der Empfänger dies auf einem Gerät zugestellt bekommt, was für ihn hohe Priorität genießt. Und damit wähle ich automatisch auch diesen Kanal und nicht Facebook.

    Und es ist nicht so, dass die WhatsApp Macher doof sind und nicht merken, dass jeder immer nach Tablet & Co schreit. Die wissen das schon aber gerade diese Form von Beschneidung gibt dem ganzen erst eine lohnende Qualität.

    Selbst meine Eltern mit über 70 nutzen Whatsapp, Großonkel, Tanten, alte Profs von mir, absolut jeder… WhatsApp ist für die meisten LowEnd Nutzer die erste App auf einem Smartphone. Neben einem DB/ÖPNV Planer und Google Maps.

    Whatsapp mag technisch müll sein und ich habe z.B. auch Threema installiert aber außer zwei Ex-Kommilitonen, einem Entwickler aus meinem Team und meiner Freundin (der ich es installiert habe) hat das keine Sau aus meinem Adressbuch. Aber das ist egal, die Marktdurchdringung ist da und sich mit den Leuten dann nicht zu unterhalten oder versuchen sie auf andere Plattformen, ist doch nervig und pure Zeitverschwendung.

  36. @Hhut: Häh? Die Beschneidung soll ein Vorteil sein? Weil ich eine „gewisse Zusicherung“ habe, „dass der Empfänger dies auf einem Gerät zugestellt bekommt.“?!

    Das soll ein Vorteil sein? Verstehe ich ernsthaft nicht. Hangouts werden auch zugestellt. Aber auf JEDES Gerät.

  37. Ja es ist ein Vorteil, hab doch geschrieben wieso. Zum Design eines Dientes gehört mehr als technische Backend/Client Architektur sondern auch /wie/ er genutzt werden soll. Und die Beschränkung auf SmartPhones ist ganz klar ein Designmerkmal von Whatsapp.

    • Das sehe ich anders. Hangouts KANN ich auf einem Gerät nutzen. Whatsapp MUSS auf ein Gerät beschränkt bleiben. Ich kann da keinen Vorteil entdecken.

  38. @unbekannt Das der Firmensitz noch das besagte „Sushi-Restaurant“ ist, stimmt zumindest mit dem aktuellen Eintrag aus dem Handelsregister nicht überein (http://kepler.sos.ca.gov/). Dort ist auch vermerkt, dass sich die Eigentümerstruktur verändert hat. Hier noch die Erklärung für „merged out“ (http://www.sos.ca.gov/business/be/information-requests.htm). Wer nun die Daten hat und was damit anstellt, bleibt wohl unklar.

  39. @Felix: Es ist nicht für den Empfänger von Vorteil oder für den bloß potentiellen Sender einer Nachricht, der aber leider nur ein Tablet auf dem Wohnzimmertisch hat, es ist für den Sender von Vorteil, der einem anderen WhatsApp Teilnehmer eine Nachricht senden will.

    Der Sender muss sich nicht fragen auf was für einem Endgerät der Nutzer das möglicherweise empfängt. Er weiß bei WhatsApp dass es sich um ein Telefon handelt und damit priorisiert vom Empfänger behandelt wird und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch am Körper getragen wird; und damit der bevorzugte Nachrichtenkanal.

    Durch diese Begrenzung wird eine Nachrichtenzustellqualität im gesamten Netzwerk hergestellt, die es ohne diese Begrenzung nicht gäbe. Sobald diese Unsicherheit da ist, wird meist zum höherwertigeren Kanal gegriffen und das ist eine SMS. Nur weil etwas technisch geht, heißt nicht das es **immer** eine gute Idee ist auch uneingeschränkt zu machen. Und es ist ja nicht so, dass man auf seinem Smartphone dran gehindert wird mit den Laptops und Browser Sessions dieser Welt zu kommunzieren, man muß nur einen anderen, niederwertigeren Kanal benutzen.

    Und eigentlich ist das Wort „Begrenzung“ auch zu negativ kurz. WhatsApp hat ihr Netzwerk eben so strukturiert und designed… der Entwurf der Spielregel des Dienstes ist mit das wichtigste, damit es überhaupt einen Wert bekommt dafür zu bezahlen. Diese Strukturierungen oder Begrenzungen sind ja praktisch immer noch die wesentlichen Dienstleistungen; ob bei Redaktionellen Themen oder im Hallenbad. Dort kackt man ja auch nicht in den Pool nur weil da Wasser drin ist und Fliesen an der Wand kleben.

  40. @Club-Mate: die WhatsApp-Firmenadresse ist, wie im oben verlinkten Beitrag zu lesen, 303 Bryant Street, Mountain View, California 94041

  41. So langsam verstehe ich Dein Argument. Folge ihm aber nicht.

    Bei mir ist Whatsapp nicht qualitativ höher zu bewerten. Eher das Gegenteil aus den genannten Gründen.

    Selbst meine SMS lese und sende ich am PC/Mac. Ich sehe sogar am Rechner, wenn jemand mich anruft. Facebook/Hangouts sind auch überall, wo ich bin. Nur Whatsapp versauert auf dem Gerät, bis ich mal wieder draufsehe.

  42. @Hhut: ich mache nie Foreneinträge, aber jetzt muss ich es mal sein.
    Danke für deinen Beitrag! 🙂 geniale Schreibe – vor allem der Hallenbadvergleich

  43. @Felix
    Das ist Deine Sichtweise. Aber die ganz, ganz grosse Mehrheit liest ihre SMS NICHT auf dem PC/Mac. Nicht zuletzt deshalb kommt ja der Erfolg von WhatsApp.