Weihnachten bei Disney+: Fünf Filme zum Feiern

Passend zu den Feiertagen sucht sicherlich der ein oder andere nach neuen Filmen für die Weihnachtsabende. Gerade in der Corona-Krise ist es nicht so einfach möglich bzw. sinnvoll, sich mit vielen Familienmitgliedern und Freunden zu treffen. Für gute Laune sorgen da eventuell einige Weihnachtsfilme beim Streaming-Anbieter Disney+, welche via GroupWatch ja sogar über die Distanz hinweg gemeinsam genossen werden können.

Bedenkt dabei, dass ich hier nur einige der Weihnachtsfilme und -Specials bei Disney+ herausgegriffen habe. Auch sind meine Empfehlungen hier natürlich subjektiv. Dafür gibt es ja die Kommentare, solltet ihr lieber andere Titel vorziehen und empfehlen wollen. Gerne her also mit Rückmeldungen und euren persönlichen Weihnachtstipps! Hier sind jedenfalls meine fünf Filmvorschläge, für die Vorweihnachtszeit bzw. Weihnachten mit Disney+.

5. Lego Star Wars Holiday Special

Das Star Wars Holiday Special ist mittlerweile sagenumwoben: Denn es erschien offiziell niemals auf VHS, DVD oder gar Blu-ray / UHD Blu-ray. Natürlich hat das seine Gründe, denn das TV-Special aus den 1970er-Jahren gilt als legendär schlecht. Das nimmt dann auch das Lego Star Wars Holiday Special, das am 17. November 2020 erschienen ist, gerne auf die Schippe.

Selbst wer die Fan-Fiction neuen Star-Wars-Filme von Disney ablehnt, so wie ich, kann dem Lego Star Wars Holiday Special vielleicht etwas abgewinnen. So geht man auf eine bunte Zeitreise durch alle Star-Wars-Filme und sorgt mit allerlei Insider-Gags auch bei Erwachsenen für ein Schmunzeln.

4. Das Wunder von Manhattan (1947)

„Das Wunder von Manhattan“ ist ein einfühlsamer Film, der sich in zugleich charmanter wie vielschichtiger Weise damit beschäftigt, ob es den Weihnachtsmann gibt. Erzählerisch kommen dabei sowohl die Perspektiven von Erwachsenen als auch Kindern gleichermaßen zum Zug. Bei Disney+ findet ihr auch das Remake aus dem Jahr 1994 vor, das allerdings deutlich flacher und kitschiger daherkommt, als das Original.

Die Geschichte dreht sich um einen alten Mann namens Kris Kringle, der in einem New Yorker Kaufhaus als Weihnachtsmann anheuert – und steif und fest behauptet der echte Weihnachtsmann zu sein. Kinder sind davon begeistert, Erwachsene vermuten psychologische Probleme. Daraus ergibt sich eine zugleich familienfreundliche wie spannende Story, die sich um das dreht, was Weihnachten ausmacht – und darum, welche positive Rolle Optimismus und Fantasie im Leben spielen können.

3. The Nightmare Before Christmas

„The Nightmare Before Christmas“: Ist es nun ein Halloween- oder ein Weihnachtsfilm? Beides trifft auf das Stop-Motion-Abenteuer von Produzent Tim Burton und Regisseur Henry Selick zu. Die Geschichte dreht sich um Jack Skellington, den König von Halloween, der plötzlich keine Lust mehr auf das ewig gleiche Grusel-Fest verspürt und stattdessen Weihnachten übernehmen will. Das dies zu Schwierigkeiten führt, zumal Jack eigentlich gar keine Ahnung von Weihnachten hat, ist vorprogrammiert.

Disney hielt „The Nightmare Before Christmas“ damals für zu düster und schräg für kleine Kinder, weswegen man den Animationsfilm lieber unter seinem Touchstone-Banner vertrieb. Mittlerweile ist der Film zu einem Klassiker avanciert – nicht nur bei Familien, sondern spannenderweise auch in der Schwarzen Szene. Im Kern handelt es sich hier aber um ein Feiertags-Musical für Kinder, das sich traut, etwas eigenwilliger an das Thema Weihnachten heranzugehen.

2. Die Muppets Weihnachtsgeschichte

Den Muppets ergeht es aktuell nicht sonderlich gut: Ihre letzte Serie „The Muppets“ lief wenig erfolgreich und auch das neue Format „Und jetzt: Die Muppets“ finde ich viel zu hektisch und zynisch, sodass es nicht zu dem passt, was die anarchischen Charaktere früher ausmachte. Glücklicherweise bleibt einem die positive Erinnerung an den Film „Die Muppets“ von 2011, der übrigens auch bei Disney+ zu finden ist. Passend zu Weihnachten hält der Streaming-Anbieter für euch auch noch „Die Muppets Weihnachtsgeschichte“ bereit. Hier handelt es sich um eine der vielen, vielen angepassten Versionen von Charles Dickens Weihnachtsgeschichte.

Die Rolle des geizigen Ebenezer Scrooge übernimmt in diesem Fall Michael Caine. Man hält sich hier recht eng an die Geschichte von Charles Dickens, bringt aber auch den Muppets-typischen Humor mit ein. Meiner Meinung nach ist die Muppets-Version eine der unterhaltsamsten Umsetzungen der Dickens-Geschichte – zusammen mit „Die Geister, die ich rief“.

1. Kevin Allein zu Haus / Kevin Allein in New York

In meinem etwas zurückliegenden Artikel über die 1990er-Jahre und entsprechende Klassiker bei Netflix hatte ich „Kevin Allein zu Haus“ und „Kevin Allein in New York“ auf den zweiten Platz gehievt. Mittlerweile sind die Filme wegen Disneys Übernahme von Fox bei Disney+ zu finden. Hinter den Filmen stecken John Hughes (Drehbuch) bzw. Chris Colombus (Regie). Auch wenn Teil 1 der deutlich bessere Film ist, lohnt auch das Sequel, welches im wesentlichen nur den Schauplatz nach New York verlagert und sonst die Handlung des Erstlings nahezu wiederholt. Im Gedächtnis bleiben wird allerdings Tim Curry, als neugieriger Hotel-Rezeptionist.

Die Story um den kleinen Jungen Kevin, der sich missverstanden fühlt, seine Familie hinfort wünscht und dann tatsächlich aufgrund eines Zufalls alleine über die Feiertage daheim bleibt, ist so witzig wie herzerwärmend. „Kevin Allein zu Haus“ mag bei Erscheinen bei Kritikern gemischte Reaktionen geerntet haben, entwickelte sich aber zum Publikumsliebling. Bis heute handelt es sich einfach um einen humorvollen Weihnachtsfilm für Jung und Alt, den ich über die Feiertage immer wieder gerne sehe.

Mit Abstrichen gilt das eben auch für die damals rasch nachgereichte Fortsetzung „Kevin Allein in New York“, die im Grunde ein etwas schlechterer Aufguss des ersten Teils ist. Bleibt aber sehenswert und sei es nur wegen des erwähnten Auftritts von Tim Curry. Klar, an beiden Filmen könnte man die cartoonhafte Gewaltdarstellung kritisieren, die schon in den 1990er-Jahren manchem sauer aufstieß. Hat man damit keine Schmerzen, warten zwei tolle Weihnachtsfilme, die auch bei wiederholtem Ansehen immer wieder Spaß machen.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. wieso fehlt Soul in der Liste?

  2. Weil der Film im Sommer spielt?
    Hat ja nichts mit Weihnachten zu tun.

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