Wear: Zahlreiche Neuerungen für das Smartwatch-Betriebssystem angekündigt

Zur Google I/O 2021 gab es natürlich auch Neues zu Wear OS – zukünftig Wear – zu erfahren. So sprach Google vom bisher „größten Update für Wear“, das es je gegeben hat (und das irgendwann gegen Ende des Jahres erscheinen wird). Dazu zählt auch, dass man gemeinsam mit Samsung an einer einheitlichen Plattform gearbeitet hat.

Wie die beiden Unternehmen verkünden, bringe man nun „das Beste von Wear und Tizen“ zusammen, um für eine bessere Leistung, längere Akkulaufzeiten und mehr zu sorgen. Apps sollen demnach mit aktuellen Chips bis zu 30 % schneller laden, zudem sei die Bedienung auch deutlich flüssiger als bisher möglich. Im Rahmen der Akkuoptimierungen soll es zukünftig problemlos möglich sein, den Schlaf über Nacht zu tracken und den gesamten Tag über seine Herzfrequenz messen zu lassen, ohne dass die Kapazität zu stark abnimmt. Doch auch anderen Herstellern wolle man ermöglichen, von diesen neuen Optionen zu profitieren.

Auch an der Navigation innerhalb von Wear habe man gearbeitet, sodass sich neuerdings von jeder Stelle der Uhr aus die wichtigsten Funktionen erreichen lassen sollen. Zudem soll sich auch der Startbildschirm noch besser mit Kacheln aus den Lieblings-Apps belegen lassen. Ihr habt es also in der Hand, welche Informationen ihr sofort seht und welche ihr schnell per Wischgeste erreichen könnt.

Animation demonstrates how to swipe to see new Tiles.

Auch Google Maps, der Google Assistant und Google Pay werden für Wear überarbeitet, sodass Pay unter anderem in 26 weiteren Ländern angeboten werden kann. Ferner solle später in diesem Jahr YouTube Music für Wear erscheinen, so Google weiter. Abonnenten des Premium-Dienstes können dann auch für unterwegs auf Smart Downloads zugreifen.

Ebenfalls berichtet Google davon, dass das neueste Wear-Update die bekanntesten Funktionen aus der Fitbit-Welt implementiert. Dazu zählen unter anderem auch die Belohnungen bei erreichten Fitnesszielen. Entwickler von Wear-Apps soll es inzwischen noch einfacher gemacht worden sein, ihre Apps zu entwickeln. Dafür sorgen neue Werkzeuge, vor allem aber auch eine Tiles-API und ein Watchface-Editor, den Samsung geschaffen hat. Neue und umgestaltete Apps von Entwicklern wie Strava, adidas Running, Bitmoji und vielen anderen kommen laut Google auf die Plattform.

In diesem Artikel sind Amazon-Links enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

24 Kommentare

  1. Vielleicht auch erwähnenswert, dass künftige Fitbit Geräte auf Wear OS laufen werden und damit Fitbit OS langsam ausläuft.

    https://www.androidpolice.com/2021/05/18/fitbit-devices-will-run-wear-os-in-the-future/

  2. „Gegen Ende des Jahres“? Typisch Google – anteasern, irgendwann ausrollen. Ach ja, US-only versteht. Und wenn wir GANZ VIEL Glück haben, kommt viele Monde später auch mal was in DE an.

    War 13 Jahre Google-Heavyuser, aber dieser Dilletantismus hat mich tatsächlich endgültig vertrieben. Der Hit, der mich endgültig vertrieben hat: ich konnte auf meiner letzten Wear OS-Uhr (Skagen Falster 3) eine Erinnerung einsprechen, diese wird auch zu Google gesynct. Die eigentliche Erinnerung kommt dann aber nur auf dem Smartphone, nicht auf der Smartwatch.

    Recherche zeigte dann, dass das Problem seit 2019 bekannt ist. Bis heute kein Fix. ’nuff said.

    • Ein solches Softwareunterfangen ist halt keine Schülerprogrammierung auf nem Raspberry Pi.

    • „War 13 Jahre Google-Heavyuser, aber dieser Dilletantismus hat mich tatsächlich endgültig vertrieben.“

      Wo bist du denn hin gewechselt?
      Und bist du jetzt zufriedener?

      • Ich bin tatsächlich zu Apple gewechselt – ein Schritt, den ich mir nie vorstellen konnte. Dort ist sicherlich auch nicht alles Gold, aber es gibt ein konsistentes Ökosystem, von dem Google weit entfernt ist.

    • Und deshalb meckerst, nervst und trollst du nun hier in jedem Google I/O related Artikel herum? Erfreu dich doch daran, dass es dir persönlich nun offenbar / hoffentlich besser ergeht und geh dem Rest nicht weiter auf den Senkel.

  3. Ist bekannt ob die aktuellen Samsung Smartwatches dann auch ein Wear OS Update bekommen oder bleiben diese bei Tizen?

    • Thorsten G. says:

      Angesichts der Tatsache, dass Samsung lieber neue Uhren verkaufen möchte wohl eher nicht. Bestes Beispiel: die Gear S3 hat in den USA und auch in der Schweiz Samsung Pay, in D wird sie es aber nie bekommen. Warum weiß niemand, bei Samsung Deutschland anscheinend auch nicht.

  4. Schön, wird ja Zeit, das hier Google mal den Ball aufnimmt.
    Kooperation mit samsung bei diesem Thema ist wirklich vielversprechend…

    • Richard Rosner says:

      Vielversprechend oder verzweifelt?

      Klar hoffe ich, dass Google insbesondere beim Thema Akkulaufzeit deutlich ausbaut bei trotzdem guter Performance. Sonst gäbe es für mich einfach nicht genug Gründe, von meinem MiBand zu wechseln.

      Klar weiß ich auch, dass es zu schön wäre, wenn Smart Watches ebenfalls eine Akkulaufzeit von einem Monat hätten, ist aber leider unrealistisch. Sowas schaffen nur Feature Watches oder Smartwatches, die die Smartfunktionen zum größten Teil Ausschalten können und dann nur noch ein Transflektives LCD nutzen, wie digitale Armbanduhren schon vor Jahrzehnten

      • Die Sache ist, selbst eine Apple Watch hat keine umwerfenden Laufzeiten, aber bei Wear wird immer die Akkulaufzeit in den Vordergrund gebracht, nur um im nächsten Atemzug über Featurebänder wie Mi Band ohne richtige Anbindung und Funktionen oder ähnliche Devices zu sprechen… Das passt alles nicht zusammen. Entweder viele Features, Erweiterbarkeit und Pipapo, ODER eine lange Laufzeit. Mehr gibt die Akkutechnologie nicht her.

        • Richard Rosner says:

          Apple würde ich auch nie als Maßstab für irgendwas ansehen. Aber ich muss einfach nicht noch ein Gerät haben, was ich jeden Abend Laden muss. Ich finde das schon bei Smartphones schlimm genug. Das Update für Pixel von Dezember, dass das ordentlich nachgebessert hat, wurde leider inzwischen verschlimmbessert.

          Aber ich meine dass 3 Tage Laufzeit, wenn man nicht ständig einen Pulsmesser nutzt sollte wirklich nicht zu viel verlangt sein

  5. Thorsten G. says:

    Angesichts der Tatsache, dass Samsung lieber neue Uhren verkaufen möchte wohl eher nicht. Bestes Beispiel: die Gear S3 hat in den USA und auch in der Schweiz Samsung Pay, in D wird sie es aber nie bekommen. Warum weiß niemand, bei Samsung Deutschland anscheinend auch nicht.

    • Damit ich das richtig verstehe. Du möchtest Samsung Pay auf deiner Gear S3 nutzen und damit bezahlen?
      Auf meiner Active 2 funktioniert das seit Monaten einwandfrei. Dann sollte es auf der Gear S3 doch auch laufen. Oder habe ich dich jetzt komplett missverstanden?

      • Samsung Pay funktioniert nur auf den Galaxy Watches 1, 3 sowie Samsung Galaxy Active 1 + 2.

        Gear S3 ist nicht kompatibel mit dem Samsung Pay in Deutschland.

  6. Ich lass mich überraschen was Samsung und Google da machen denn mit dem SD 4100 ist soviel ja nicht möglich

  7. Im Vergleich zu Apple fehlt sowohl Google als auch Samsung eine klare Strategie wie sich ein Produkt in das Gesamtsystem fügt. Das Fängt mit gewissen Software Funktionen an, und setzt sich bei der Hardware fort. Wo kommt z.B die Uhr mit anderen Produkten in Berührung und was sind die Kernfunktionen die sie adressieren soll. Das alles ist (meines Erachtens) in fast keinem Aspekt zu Ende gedacht. Wenn sie Sport tracken soll, dann muss das sowas von sauber funktionieren. Google Fit muss schon Maßstäbe setzen und nicht so ein armseliger Abklatsch sein. Wenn sie als digitale Geldbörse agieren soll, dann muss GPay schon fliegen und eine breite Verfügbarkeit aufweisen. Das kann man auf viele andere Funktionen noch ausweiten. Erst dann kann ich mit der Hardware richtig Geld verdienen. Ich verwende privat Android und habe eine Galaxy Watch. Hat man mit Apple Pay oder der Apple Watch Erfahrungen gemacht, wirken die Produkte von Google und Samsung in vielen Aspekten unvollendet und nicht ganz zu Ende gedacht.

    • Ich kann dich in teilen nachvollziehen aber wo ist denn dein Problem mit GPay?
      Es hat ein große Verbreitung und funktioniert im Alltag wunderbar.

  8. Hmm sehr traurig. Ich liebe meine Active 2 im Zusammenspiel mit Smasung. Google Fit und Co. wollte ich explizit nicht. Werde nicht wechseln und egal was die da machen…das Smartwatch Thema ist für mich gestorben.

  9. Gibt es das Update nur für neue Uhren, oder auch für z.B. Fossil Gen5 (nicht mit E)?

Schreibe einen Kommentar zu Matze Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.