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Ich selbst begleite weibliche Bekannte seit jeher zu später Stunde auf dem Nachhauseweg, da in meinem Freundeskreis leider auch schon negative Erfahrungen gemacht wurden. An dieser Stelle möchte ich diesbezüglich zwar nicht ins Detail gehen, heiße aber aufgrund einiger persönlicher Schreckensmomente in meinem weiblichen Freundeskreis jede erweiterte Möglichkeit willkommen, um eine Frau heil zu Hause zu wissen. Das hat für mich auch nichts mit Geschlechter-Vorurteilen oder Stereotypen zu tun: Klar, auch als Mann kann ich z. B. in der Nacht überfallen werden. Trotzdem glaube ich, dass Frauen mit einem höheren Risiko nachts Opfer sexueller Übergriffe werden als z. B. ich selbst als 190 cm großer, stämmiger Mann.
Quelle: „obs/AXA Konzern AG/Oli Bellendir“
Axa scheint das auch anzunehmen, denn die App WayGuard ermittelt via GPS die Position der Nutzerin und übermittelt sie in Echtzeit verschlüsselt an eine ISO-zertifizierte Leitstelle. Jene kann bei Problemen sofort professionelle Hilfe – etwa die Polizei – einschalten. Alternativ lässt sich auch ein privater Begleiter, etwa der Partner, einklinken. Jener erkennt dann die GPS-Koordinaten und kann jederzeit oder Telefonat oder Chat kontaktiert werden. Hat die WayGuard-Nutzerin ihr Ziel sicher erreicht, erhalten alle virtuellen Begleiter eine Nachricht.
Laut Axa könne WayGuard nicht nur mehr Sicherheitsgefühl vermitteln, sondern im Notfall ein entscheidendes Problem ausräumen: Trete ein Notfall auf, gerieten die Opfer oft in Panik und hätten daher Schwierigkeiten ihren Standort zuverlässig zu beschreiben. Die GPS-Daten würden hier schnelleres Handeln ermöglichen. Zusätzlich soll WayGuard den Nutzerinnen auch Tipps zur Routenplanung geben, um beispielsweise schnell von einem Ort zum anderen zu gelangen. In Köln sollen 1.500 Frauen innerhalb der nächsten Monate die App testen – unter anderem Studentinnen der Universität zu Köln. Deutschlandweit kann man sich aber auch hier anmelden. Dann erhalten die interessierten Damen eine Benachrichtigung, sobald Axa den Test auf weitere Städte ausweitet.
Manch einer mag die App vielleicht auch für eine Spielerei halten oder hier Panikmache unterstellen. Ich selbst finde die Idee per se sehr gut. Dabei würde ich selbst meine Freundin allerdings weniger via GPS „überwachen“ wollen, was mir eher kontrollierend vorkäme. Doch die Option rasch die Polizei einschalten zu können, finde ich für Notfälle super. Allerdings ist natürlich die Frage, inwiefern in akuten Notsituationen noch die Möglichkeit besteht geistesgegenwärtig die App zu aktivieren, um das Schlimmste zu verhindern.
Während der Testphase ist Axas WayGuard übrigens kostenlos. Man kann sich aber ziemlich sicher sein, dass das bis zur finalen Version wohl nicht so bleiben dürfte. Welche Abonnement-Preise sich Axa für die finale Version so vorstellt, ist aber noch offen.