Watomatic: Kontakten automatisiert die Abkehr von WhatsApp verkünden

In den nächsten Tagen wird euch WhatsApp wohl noch häufiger dazu auffordern die neuen Nutzungsbedingungen zu akzeptieren. Es sei denn ihr gehört zum Team „Mir-egal-ich-drückte-eh-schon“ oder aber habt die Facebook-Tochter WhatsApp bereits vom Smartphone verbannt. Falls dies noch nicht der Fall ist, ihr aber einen Umstieg plant so sei den Android-Nutzern Watomatic ans Herz gelegt. Denn: Ab heute gelten die neuen Nutzungsbedingungen bei WhatsApp. Von der Anordnung durch den Hamburger Datenschutzbeauftragten sieht man sich nämlich nicht tangiert. Ignoriert ihr die Aufforderung zu den Nutzungsbedingungen, so steht euch der Messenger nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Für einige Wochen ist das Reagieren auf Anrufe oder Nachrichten noch möglich, bevor euch WhatsApp nach 120 Tagen „Inaktivität“ den Saft abdreht.

Aber zurück zu Watomatic: Das Open-Source-Projekt versendet automatisiert Antworten, wenn ihr von euren WhatsApp-Kontakten eine Nachricht erhaltet. Dies ist sogar auch möglich bei Nachrichten aus einer Gruppe. Jene automatisierte Nachricht könnt ihr anpassen. Da könnt ihr beispielsweise auf einen anderen Messenger eurer Wahl verweisen. Signal und Threema dürften wohl wieder mit einem Benutzeransturm rechnen, der letzte Zwang des Öfteren auch mal Server in die Knie. Das App-Projekt ist Open Source und Tracking oder sonstiger Datenabfluss bleiben aus.

Watomatic gibt es nur für Android-Nutzer. Ich nehme an, dass sich solch eine App unter iOS ohnehin nicht realisieren ließe. So auch die Aussage des Entwicklers. Aufsatz findet die App auf die Android-spezifischen Schnellantworten über die Benachrichtigungen. Neben dem Entfernen der WhatsApp-Fingerabdruck-Sperre muss gewährleistet sein, dass WhatsApp-Benachrichtigungen aktiv sind. Die Oberfläche für die Einstellungen lässt sich in einem hellen und dunklen Modus betrachten. In Beta-befindlich ist zudem eine Funktion, welche die Frequenz an automatischen Antworten anpassen lässt.

Zu finden ist die Android-App abseits des Google Play Stores auch über F-Droid oder IzzyonDroid. Manuell lässt sich die App zudem auch über das Github-Repository herunterladen.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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33 Kommentare

  1. Geniales Tool – wenn man sich zum kompletten Depp bei seinem gesamten Umfeld machen möchte.

    • Geschrieben auf deinem iProdukt?

    • Umfeld = Schafherde? Bei mir nicht!

      • Schafherde? Sowas nennt man glaube ich „Totschlagargument“. Wird gerne für Themen verwendet, bei denen andere Menschen andere Meinungen haben (sowas aber auch). Gerne von Impfgegnern, Trump-Befürwortern, Corona-Leugnern, Holocaust-Leugnern und vielen mehr. Geführt hat es meist zu nichts, außer zu Abgrenzung und dem Ende, Verzeihung Tod der Diskussion.

  2. Geniales Tool – wenn man allen Leuten die einen auf Whatsapp anschreiben ohne großen Aufwand mitteilen will, dass man es nicht mehr nutzen wird.

    • Das Tool ist in WA schon eingebaut. Lösch dein Account. Aber das ist wohl nix für die Generation „Wenn ich es versäume, etwas in die Welt zu blasen, ist es vermutlich nie passiert“.

  3. Mal ne dringende Bitte: alle, die es vorhaben, sollen sich einfach so aus WhatsApp verpissen, ohne mit diesem erbärmlich unbedeutenden Akt auch noch ihre Kontakte zu belämmern. Tut euch wenigstens diesen Gefallen, soweit erwachsen zu zeigen.

  4. Eine Frage, wie kann man die Zustimmung der Nutzungsbedingungen rückgängig machen OHNE direkt seinen Account zu löschen (für eine gewisse Übergangszeit sozusagen).

  5. So ein Autoresponder ist auch mit WhatsApp Business möglich, auch mit iOS. Ich hatte das auch kurz aktiv, dann aber doch auch schnell wieder abgeschaltet, man muss seine Kontakte tatsächlich nicht all zu sehr nerven: Jemand hat mir geschrieben, hat eine automatische Antwort bekommen, hat darauf wiederum geantwortet und gefragt, was denn los sei, auch das wurde wieder automatisch beantwortet… blöd!
    Letztlich hab ich es dann mit wöchentlich Hinweisen in meinem Status geregelt, denn grundsätzlich finde ich es schon gut und auch wichtig, seine Kontakte zu informieren, wenn man plötzlich eine Plattform nicht mehr nutzt, über die man zuvor viele Jahre lang ganz selbstverständlich erreichbar war.

    • Felix Frank says:

      Das ist richtig, aber dafür musst du den geänderten Nutzungsbedingungen fortan zustimmen!

    • verstrahlter says:

      Wer heutzutage nicht kapiert, was eine automatische Antwort ist und wie sowas funktioniert …

      Das ist bestimmt die gleiche Type, die verzweifelt versucht mit Anrufbeantwortern zu quatschen,
      Motto: da hebt schon jemand ab, wenn erstmal eine bestimmte Grenze der Peinlichkeit überschritten ist.

      Ohne Worte. Was gibt es denn an „ich bin hier nicht mehr erreichbar; neue Adresse lautet: …“ nicht zu verstehen, bzw. noch genau zu diskutieren?

    • Ich habe Watomatic gerade ausprobiert und man kann in der App einstellen, wie häufig eine Antwort kommt. Also z.B. max 1 mal Pro tag in dem Chat antworten. Somit löst die App sogar dein beschriebenes Problem. 🙂

      • checkit53 says:

        Das beschriebene Problem existiert so in WhatsApp Business auch nicht. Hier gibt WhatsApp bei mir z.B. auch nur eine automatische Antwort auf die erste Nachricht.
        Es gibt die Away message, welche er vermutlich genutzt hat. Diese kann man aber auch einstellen, dass diese zu bestimmten Zeiten gesendet werden soll.
        Oder die Welcome message, welche nur einmal versendet wird oder wenn 14 Tage keine Interaktion mehr stattgefunden hat, dich der Kontakt aber erneut anschreibt.

  6. Also wenn Threema die Chance schon wieder nicht nutzt und nicht eine Aktion wie „kostenlos für ein Jahr“ oder sowas raushaut, dann weiss ich auch nicht.

    • Andersrum wird ein Schuh draus. Wenn Threema die Chance nicht nutzt um noch ein paar Euro abzugreifen und den Preis erhöht…

  7. Nooblucker says:

    Was soll denn immer diese Grabstein – als ob der Facebookkonzern da Größe Ausfälle hat oder Schwankende Nutzerzahlen. LOL – im Gegenteil die sollten endlich mal alle Ihre Dienste zusammenschalten das man über den FB Messanger zu WA und zu Insta schreiben kann und zurück.

    Es sind immer Silos wenn man jetzt zu Signal wechselt kauft sich halt jemand das so hat es MS mit Skype gemacht und Facebook eben mit WhatsApp das wird wieder passieren, man muss dann auf einen Dezentralen Ansatz setzen wie bei Mail und Telefonaten, sonnst wird das nichts.

    • Du hast die Leute nicht verstanden. Die Sachebene dient hier ausschließlich als Vorwand für die höchst persönliche Ebene. Wer würde sonst ausgerechnet ein Netzwerk, das man meiden möchte, dafür benutzen, seine Entblödung kund zu tun?

  8. Hightower says:

    Gibt es das auch für IOS?

  9. Ich benutze Whatsapp zu 80% im Desktop App bzw. Webbrowser. Kann das dieses Watomatic auch?

    • Watomatic ist ja als App auf dem Gerät installiert, auf dem Whatsapp läuft.
      wenn du Whastapp zu 80% in der Desktop App bzw. Webbrowser benutzt, liegt ja irgendwo noch das Gerät herum, auf dem Whatapp mit der jeweiligen Nummer angemeldet ist. Die Webapp dient ja nur als „Zwischenstation“.
      Um genau zu antworten: Nein die App hat keine Desktop App, weil sie es nicht braucht. Du richtest sie einmal auf deinem Whatsapp-Gerät ein und die App antwortet automatisch. Wofür sollte man eine Desktop App brauchen?

  10. Alle reden von Whattsapp hier whattsapp dort, aber jetzt mal ganz ehrlich…! Warum schreibt ihr endlich nicht mal, wo man die Nutzerbedingungen Aktzeptieren muss, prinzise erklärt das es jeder versteht. Weil das finde ich am wichtigsten, weil viele ganz gewiss nicht wissen worauf sie achten müssen und wie das ausschaut, und wo genau man es Aktzeptieren muss. Danke

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