Warner rückt teilweise wieder vom auf 45 Tage verkürzten Kinofenster ab

Warner Bros. hatte eine Zeit lang alle Filme parallel zum Kinostart auch zu HBO Max geschickt. Letzteres wird aber 2023 das Zeitliche Segnen bzw. in einem kombinierten Streaming-Angebot mit Discovery Plus aufgehen. Das Kinofenster verkürzte das Unternehmen im Übrigen auf 45 Tage. Doch nun macht man einen (Teil-)Rückzieher. Man wolle inzwischen vielmehr von Fall zu Fall entscheiden.

Gegenüber Flatpanels HD bestätigte Tom Nielsen, Leiter der Presseabteilung von HBO Max für den EMEA-Bereich, dass man die 45-Tage-Regel für Kinofilme zu den Akten lege. Man werde flexibler vorgehen und je nach Anforderungen des Films entscheiden. Einige Filme würden ein längeres Kinofenster benötigen.

Dieser Strategiewechsel macht eine weitere Entscheidung des einstigen CEOs Jason Kilar rückgängig. Kilar legte den Fokus seines Arbeitgebers auf das Streaming-Angebot HBO Max, das er auch mit vielen exklusiven Serien und Filmen befüllen wollte. Der neue Geschäftsführer, David Zaslav, hat viele Pläne seines Vorgängers umgeschmissen. Unter anderem strich er daher auch den Film „Batgirl“ komplett, obwohl jener nahezu fertiggestellt gewesen sein soll.

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10 Kommentare

  1. „Einige Filme würden ein längeres Kinofenster benötigen“

    Benötigen? Ich glaube kein Film benötigt so was. Es geht nur darum, dass man aus so einem Film mehr Geld raus holen kann (liegt ja auch auf der Hand)

    Die ganzen Blockbuster können aber von mir aus auch ein halbes Jahr im Kino laufen. Habe schon lange nicht mehr den Bedarf verspürt irgendwas davon zeitnah gucken zu müssen. Ein Kino-Saal bietet mir persönlich auch keine Vorteile (im Gegenteil).

    • naja würde ich so nicht sagen. Disney+ schadet sich bei Marvel Filmen und aktuellem Pixar Film Lightyear schon mit diesem 45 Tage Fenster-Konzept, denn viele gehen einfach auch nicht mehr deswegen ins Kino, wenn der Film 1,5 Monate später schon bei Disney+ sozusagen für lau gibt.
      Lightyear lief in den Kinos nicht berauschend gut. IMDB, TMDB und Co Bewertungen sind aber dennoch bei 7-7,5. So schlecht kann der Film also dann ja nicht sein. Fazit: Die Leute warten 2 Monaten und schauen ihn dann an.
      Für Disney kommt aber so halt nicht wirklich Geld rein, denn Filme kosten auch in Produktion Geld und das nimmst du nicht mal mit dem DIsney+ Abo nebenbei ein.

      • Ich würde auch wegen 6 Monaten nicht reingehen, das ist mir bei den aktuellen inzidenzien zu unsicher und auch zu teuer…

  2. Ich gehe leider auch nicht mehr gerne ins Kino. Ich empfinde es nicht gerade als Wohltat in einem vollen Saal zu sitzen, in dem 2/3 der Leute den ganzen Film über ihr Popcorn futtern. Ich habe grundsätzlich links und rechts Leute sitzen, die Popcorn futtern, Bier trinken und zweimal pro Film aufs Klo rennen und dann ihre Nachos auf den Boden stellen, damit jemand drauf tritt. Eine Gruppe quatscht auch regelmässig. Dazu kommen spätestens im Winter wieder für mich sinnlose Corona-Masken im Kino. Nein Danke. Da muss schon ein absoluter Top Top Top Film laufen, der mich reizt – dann gehe ich an einem Sonntagmittag. Top Gun Maverick war so ein Film. Dieses Jahr gibt es keinen anderen Film, den ich im Kino sehen muss und für den ich die anderen Menschen im Kino ertrage. (Vor 20 Jahren haben sich Menschen im Kino noch anders verhalten)

    • Da gebe ich dir recht. Das empfand ich letztes Jahr bei Dune extrem störend.
      Ständig ist jemand aufs Klo gerannt.

      Dann hat mich auch erst dieses Jahr Top Gun ins Kino gelockt. Hier haben sich die Leute ausnahmsweise mal echt super verhalten (lag sicher auch an der Zielgruppe des Films)

      Hier war aber das Problem das die Loge bereits ausverkauft war und die normalen Sitze da im UCI extrem unbequem waren. Bereits nach einer Stunde wusste ich nicht mehr wie ich sitzen soll. Alles Tat irgendwie weh.

      Unter den Umständen gehe ich auch kaum noch ins Kino. Und die ganzen Marvel Filme muss ich erst recht nicht mehr im Kino sehen.

      Dazu überzeugen mich diese ganzen Fortsetzungen teilweise auch nicht mehr unbedingt.

    • Das Thema Kino ist für mich auch komplett durch.

      Dann doch lieber gemütlich Zuhause vorm OLED Fernseher einen Film angeschaut, und ich kann pausieren wann ich möchte oder auch mal zurückspringen wenn die deutsche Tonspur bei Dialogen mal wieder so mies ist, dass man manche Stelle nahezu unmöglich versteht.

  3. Mich verwundert diese Strategie schon länger, dass Kinofilme insbesondere bei Disney nur noch ultrakurz im Kino laufen, um dann sofort bei Disney+ zu landen. Ich glaube kaum, dass sich irgendjemand wegen eines Films so eine Mitgliedschaft abonniert. Daher denke ich, dass es doch viel lukrativer für die Studios sein muss, erstmal die Einnahmen der Kinogänger abzugreifen und dann nach ca. 6 Monaten, die Streamingportale zu versorgen, ggf. vorher noch die zusätzlichen VoD-Einnahmen mitnehmen.

    • Mich verwundert diese Strategie schon länger, dass Kinofilme insbesondere bei Disney nur noch ultrakurz im Kino laufen, um dann sofort bei Disney+ zu landen.

      Wahrscheinlich ist die Gruppe der Hardcore-Kinogänger unterdessen so klein, dass es kein grösseres Zeitfenster braucht – das führt nur zu halbleeren Sälen. Ausserdem muss ein Film eine gewisse Zeit im Kino gezeigt werden, damit er für die Oscars nominiert werden kann.

      • Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es einige Leute gibt, die sich den Kinogang sparen, wenn man schon weiß, dass der Film in gut 4-5 Wochen im abonnierten Streaming-Portal landet. Wenn dieser Abstand größer wäre, würden wahrscheinlich ein paar mehr Leute im Kino dabei sein.

        • Halte ich für unwahrscheinlich.

          Filme sind doch derart belanglos und ersatzbar geworden. Wer fiebert denn noch ernsthaft einem neuen Film entgegen und muss ihn dann unbedingt jetzt direkt sehen?

          Meine Watchlist bei den Streaming Portalen ist jetzt schon so lange voll mit Filmen und Serien die ich sehen will wenn ich mal dazu komme, das reicht Stand heute schon für locker 1-2 Jahre.

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