Warner Bros. streicht Veröffentlichungen von „Batgirl“ und „Scoob!: Holiday Haunt“

Eine überraschende Entscheidung: Warner Bros. hat bestätigt, dass man die beiden Produktionen „Batgirl“ und „Scoob!: Holiday Haunt“ nicht mehr veröffentlichen will. Insbesondere bei „Batgirl“ verwundert dies, denn der Streifen war in der letzten Phase der Post-Produktion. Als Begründung gibt man nur vage eine neue Strategie an. Die Gerüchteküche brodelt freilich schon.

So behaupten einige Quellen, dass der Film bei Testvorführungen desaströs aufgenommen worden sei und man Schaden für die Marke DC befürchte. Daher habe sich die neue Führung bei Warner Bros. entschlossen, den Stecker zu ziehen. Andere Quellen geben an, dass der Film schlichtweg nicht mehr zur Strategie des Unternehmens passe, die sich bei Superhelden-Filmen nicht mehr auf exklusive Inhalte für HBO Max, wo „Batgirl“ Premiere feiern sollte, konzentrieren möchte.

Mit einem Budget von ca. 90 Mio. US-Dollar, das auch durch die Corona-Krise nach oben getrieben worden ist, weiche „Batgirl“ vom aktuellen Konzept Warners ab, das jeden Superhelden-Film als Event inszenieren möchte – und entsprechende Budgets jenseits der 100 Mio. US-Dollar verlangt. Dazu kommt wohl, dass Michael Keaton in „Batgirl“ wieder als Batman / Bruce Wayne zu sehen ist. Seine große Rückkehr in die Rolle wollte man aber eigentlich als Erstes im verschobenen „The Flash“ zelebrieren. Somit war auch der Zeitplan unglücklich.

Der Strategiewechsel ist auch dadurch bedingt, dass mittlerweile David Zaslav als CEO des neu formierten Warner Bros. Discovery fungiert und natürlich andere Prioritäten hat als sein Vorgänger, der WarnerMedia-Geschäftsführer Jason Kilar. „Batgirl“ wurde von Adil El Arbi und Bilall Fallah im Regiestuhl gedreht. Zum Cast zählten Leslie Grace als Barbara Gordon / Batgirl, J. K. Simmons als Commissioner Gordon und Brendan Fraser als Firefly.

Mal sehen, ob „Batgirl“ noch irgendwann wieder aus der Versenkung auftaucht oder der fast fertiggestellte Film nun tatsächlich nie das Licht der Welt erblickt. Schade ist es aus meiner Sicht vor allem um Keatons Auftritt, den ich gerne gesehen hätte.

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20 Kommentare

  1. Also das verwundert doch schon sehr…..
    Wie desaströs muss ein Film sein, das man ihn GAR NICHT vermarkten will, wo er doch fast fertig ist….
    Wenn der nicht mal als Content für irgendwelche Streaming Dienste taugt…..

    Ich würde ihn ja zumindest fertigstellen und halt das bißchen Geld mitnehmen, das noch möglich ist, statt die ganzen 90 Mio in die Tonne zu hauen. Man muss es ja nicht mit großem Blockbuster-Kino Tamtam machen….

    • Wenn er das komplette DC-Franchise kaputt machen würde, weil er so schlimm ist, dann schmeißen die lieber die 90 Mio in die Tonne. Gut, die vielen anderen DC Sachen sind auch nicht gerade gut gemacht. Die letzten guten Filme waren mit Christian Bale.

    • Wenn man damit aber auch die anderen Filme entgültig schädigt. Wird es deutlich teurerer als die jetzige Summe.

      Ggf. kann man ja wenn the Flash durch ist mit Nachdrehs ne Kurz Serie draus machen. Man muss halt schauen wie viel Zeit Afflack hat…

    • verstrahlter says:

      Oder man nimmt nochmal richtig Asche fürs Marketing – zum knacken der Hypeschwelle – in die Hand.
      Das hat schon immer geklappt; Durchschnittskost wird ja dann für sehr viele zum Gruppenzwang, um vermeintlich ´mitreden´ zu können, weils gerade so unheimlich trendet.

      • Gunar Gürgens says:

        Gefühlt ist das für mich bei jedem Marvel und DC Film so. Ins Kino haben die mich nie gebracht (außer bei WW), aber ansonsten ist das eigentlich größtenteils nicht so der Bringer.

  2. Ich mag Michael Keaton als Schauspieler, aber warum besetzt man Batman mit einem 70-Jährigen?

    • Ich könnte mir vorstellen, dass der alte Bruce Wayne als Mentor von Batgirl herhalten soll. So in der Art wie in der Zeichentrickserie „Batman of the Future“. Dann würde die Besetzung Keatons tatsächlich Sinn ergeben. Oder als reicher Investor und „CEO“ für die Gerechtigkeitsliga 🙂

    • Auch Batman altert und irgendwann zieht er sich zurück, das könnte Teil der Story sein. Der Film heißt (oder hätte gehießen) auch Batgirl und nicht Batman.

      Das ist auch nichts neues: In „Birds of Prey“ (nicht der Film) setzt Batgirl mit Anderen die Arbeit von Batman fort, da er verchwunden ist. Eine ähnliche Geschichte wird es ja auch im kommenden „Gotham Knights“ sein.

  3. Bzgl. Michael Keaton: Ich hoffe mal nicht, dass er als Batman zurückkehren sollte. Ein 70 jähriger Batman passt irgendwie nicht.
    Bei Indiana Jones war das auch nicht mehr wirklich gut (um mal diplomatisch zu sein).

    • Wäre gut für eine Comictreue Verfilmung von The Dark Knight. Ansonsten sehe ich aber in einer Mentorenrolle, so wie in der Batman Beyond Serie.

  4. Hätte ich auch so gemacht. Wenn ich 100 Mio ausgeben will und dieser Nichtskönner von Produzent dann mit Müh und Not auf 90 kommt hat er eben seinen Job nicht gemacht und seinen Vertrag nicht erfüllt. Wenn er nicht mal die vereinbarte Mindestsumme rausgeballert kriegt ist es nur nachvollziehbar dass WB irgend wann abspringt.

    … irgend wie frag ich mich, was das für eine Argumentation ist. Ich würde glauben, wenn der Film nicht pompös genug wäre, nicht genügend Effekte hätte, nicht genügend Laufzeit oder nicht genügend Spannung. Aber wenn mir jemand sagen will dass all diese Punkte gut gepasst haben und man den Film jetzt trotzdem komplett einstampfen muss weil er leider zu billig war dann kann ich das nicht ernst nehmen.

  5. Und in 2 Wochen geben Sie dem Film dann doch das letzte grüne Licht und die Leute wollen den alle sehen, warum der denn fast nicht erschienen wäre. Eigentlich ist das perfekte Werbung für einen Film…

  6. Detlev Spruth says:

    Ich habe die Vermutung, dass sie eher vor einem Shitstorm Angst haben. Eine Frau heutzutage in einen engen Latexanzug zu stecken durch die man die wohlgeformte Silhouette ihres Körpers sieht, ist nicht mehr zeitgemäß und gilt als sexistisch. Vermutlich kann es auch als kulturelle Aneignung von Batman interpretiert werden, was die Entrüstung der woken Millennials noch verstärken dürfte.
    Überdies düfte dich die LBTBQ+ Community auf den Schlips getreten fühlen, da Catwomen nicht von einer Schauspielerin gespielt wird, die am liebsten als Katze geboren worden wäre.

  7. Tja. Wegen Batgirl ist’s mir eigentlich eher egal. Fand auch die Schauspielerin unpassend. Aber dass wir eines weiteren Michael Keaton Batman beraubt werden, finde ich zum kotzen. Hoffe nur der Flash Darsteller kriegt sich wieder ein, nicht, dass der Flash Film dann auch noch eingestampft wird.

    • André Westphal says:

      The Flash soll wohl intern bei Testvorführungen ausgezeichnet angekommen sein und tatsächlich ein Hoffnungsträger sein – daher ist extrem unwahrscheinlich, dass man den komplett cancelt – auch weil das Projekt wesentlich teurer gewesen ist.

      Ich habe jetzt noch zusätzlich gelesen, dass WarnerDiscovery wohl nur noch im August Zeit hatte, gewisse Steuerabschreibungen vorzunehmen, die im Rahmen der Neugründung recht vorteilhaft sind. Daher hat man wohl auch bei „Batgirl“ den Stecker gezogen, weil das sich recht positiv auf die Bilanz auswirkt.

      Zusätzlich ists ein Kultur-Clash: Der Vorgänger-CEO hatte vollkommen andere Vorstellung als der neue.

      • Ich denke auch nicht, dass das passieren wird, aber was wenn der Hauptdarsteller vollends untragbar wird? Der scheint ja doch ein paar Probleme zu verursachen.

  8. Stefan Röhrs says:

    Das ganze hat auch steuerliche Vorteile für die Fusion von Warner und Discovery als Abschreibung. Aber so wie das aussieht wollen die bei DC auch Mal aufräumen. Serien sind auch schon gestrichen worden

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