Vorwerk Kobold VR300: Der Testsieger von Stiftung Warentest ausprobiert

Staubsauger-Roboter sind mittlerweile in vielen Haushalten zuhause. Bei diesen Gadgets gibt es Kandidaten in so ziemlich jedem Preissegment, seien es 100 Euro oder knapp 1.000 Euro. Jeder macht die Wohnung irgendwie sauber und bietet viele Extras wie Kartierung oder eben nicht. Der heutige Test-Kandidat kommt mal wieder aus dem Hause Vorwerk, denn Ende letzten Jahres hat man den doch etwas betagten VR200 einer Produktpflege unterzogen. Das Endergebnis ist der Kobold VR300, der bei Stiftung Warentest das Prädikat Testsieger abstauben konnte.

Lieferumfang und Design

Der Lieferumfang ist schnell erklärt. In der weiß-grünen Kiste findet sich der Kobold selbst, nebst einem Staubbehälter, einem Filter, dem Netzkabel, der Basisstation, einer Seitenbürste und etwas Papierwerk. Dem älteren Modell lagen noch eine Remote, ein USB-Adapter und ein 4 Meter langes Magnetband zur genauen Blockierung von bestimmten Bereichen. Das Band und den Adapter kann man mittlerweile separat erwerben, was ich persönlich schade finde.

Warum? Weil man mit dem Band wesentlich genauer Zonen von der Reinigung ausgrenzen kann, als mit den No-Go Lines aber dazu später mehr.

Wer den VR200 kennt, der wird wahrscheinlich nur wenige Unterschiede erkennen. Das Design ist nahezu identisch und suggeriert: „Alter Wein in neuen Schläuchen?“ Ich hab es versucht während dieses Tests herauszufinden. Gewichen ist die schwarze Blende des VR200. Der VR300 ist mit mehr Weiß versehen und kommt nun mit zwei einfachen Buttons zur Steuerung und vier Leuchtelementen daher, je eins für WLAN, Spot-Reinigung, Zurück zur Basis und den Eco-Modus. Ein Display findet sich nicht mehr.

Die LEDs zum Laden und für den Status sind nach wie vor im gewohnten Vorwerk-Stil vorhanden, auch Tragegriff, Knopf für den Behälter-Wechsel, Power-Button und der Aufbau für den rotierenden Laser, alles noch an Ort und Stelle. Auch Innen bietet sich dasselbe Bild: Der Behälter sieht genauso aus, Filter identisch, micro USB-Port ebenfalls noch da.

Drehen wir das Gerät doch einmal herum. Selbe Sache. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Identische Bürste, Räder, Kletterhilfe etc. Was ist dann also anders? Das Äußere ist es jedenfalls nicht unbedingt, denn auch am Hintern des Kobold sind dieselben Lade-Kontakte zu finden, die an derselben Basisstation andocken.

Die Inbetriebnahme

Bevor es losgehen kann, müsst ihr einen geeigneten Fleck für die Basis finden. Der ist schnell gefunden, am Rücken der Station kann überschüssiges Kabel gut verstaut werden. Dann noch die Seitenbürste auf den magnetischen Halter geklippt und los geht die wilde Fahrt. Noch nicht ganz. Da dem VR300 eine Fernbedienung fehlt, läuft hier alles über die App. Voll geladen werden muss er außerdem noch, dafür solltet ihr drei bis vier Stunden einplanen.

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Kobold Roboter
Kobold Roboter
Preis: Kostenlos

Ist die App installiert, führt euch diese gut durch den Installationsprozess. Habt ihr den Roboter mit dem WLAN verknüpft und einen Namen gegeben, seid ihr schon fast durch. Ich musste noch ein Firmware-Update machen. Klingt einfach, war es aber ganz und gar nicht. Acht Versuche hat es mich gekostet, da die ersten sieben fehlschlugen. Da gibt es wohl noch ein paar Bugs, die es auszumerzen gilt.

Der Kobold VR300 in der Praxis

Seid ihr mit der Einrichtung durch, geht es an die Nutzung des guten Stücks. Im Gegensatz zum VR200 bringt das neue Modell auch eine Kartierungsfunktion mit. Ihr müsst also zuerst einmal einen Grundriss von eurer Wohnung erstellen lassen. Dabei stellte ich fest, dass der Kobold nicht in der Lage ist, Schwellen zu erklimmen, die höher als 2 Zentimeter sind. So war er also nur im Flur unterwegs, es sei denn ich setzte ihn in einen anderen Raum. Räumt für die Grundrisserstellung auf jeden Fall alle Gegenstände weg und öffnet die Türen. Der Kobold wird danach durch die Wohnung sausen, eine Reinigung durchführen und eine Karte erstellen.

Erst wenn das erledigt ist, könnt ihr diesen Grundriss auch bearbeiten. Heißt, ihr könnt die sogenannten No-Go Lines ziehen. Diese virtuellen Linien beschreiben Grenzen, die der Kobold nicht durchbricht, WENN die Reinigung über die App gestartet wird. Nutzt ihr die Buttons am Gerät, kennt der Kobold kein Pardon und macht wirklich überall sauber. Und jetzt komm ich zum eigentlichen Problem der No-Go Lines. Nennt mich Ewig-gestriger aber für einige Anwendungszwecke ist ein Magnetband einfach besser. Ich sage euch auch warum.

Der Kobold ist in meinem Flur unterwegs gewesen, da er die hohen Altbau-Schwellen zu den anderen Räumen nicht überwinden kann. Ich habe zwei Katzen, ergo steht im Flur auch das Essen der tierischen Mitbewohner. Teilt man dem Kobold nicht mit, dass da bewegliches Zeugs steht, schiebt er die Näpfe fröhlich in der Gegend herum. Kann ärgerlich und bei Nassfutter eine echte Sauerei werden.

Ich besuche also die App und sehe den Grundriss. Nun weiß man ja ungefähr, wo sich die Näpfe im Raum befinden und fängt an, mutig Linien dorthin zu zeichnen, wo man denkt, dass es ungefähr passen sollte. Im Ergebnis (s.u.) fährt der Kobold nun nicht mehr gegen das Futter, lässt aber zu viel Platz rings um die Futterstelle. Mit einem Magnetband kann man nun hergehen und den Bereich ziemlich genau abkleben.  Funktioniert beim Kobold VR300 auch nach wie vor, ihr müsst aber extra Geld in die Hand nehmen. Bei einem so hochpreisigen Produkt hätte man ruhig ein Band mit in die Kiste legen können.

Ansonsten funktioniert der VR300 genau so wie auch der VR200. Ein rotierender Laser erfasst den Raum und anhand der Daten kann der Roboter sich exakt im Raum bewegen. Dabei arbeitet er strukturiert. Er teilt den Raum in Bereiche und säubert zuerst einen Bereich innen, dann die Ränder und nimmt sich danach den nächsten Bereich vor. Drei Ultraschall-Sensoren im Stoßfänger sorgen dafür, dass der Kobold nicht mit voller Geschwindigkeit gegen empfindliche Bodenvasen donnert und am Ende noch Schaden macht. Er hat aber nach wie vor Probleme mit schmalen und runden Objekten, die er mit ziemlicher Regelmäßigkeit mitnimmt oder voll dagegen kachelt. Über Schwingstühle kommt der Kobold übrigens ziemlich gut drüber, eine Kletterhilfe sorgt dafür. Andere Modelle bleiben gern mal hängen und verweigern dann die weitere Arbeit.

Die App ist an und für sich wirklich nett gemacht, einfach und bietet alle Funktionen die man benötigt. Habt ihr eine größere Wohnung so lässt sich in der App der Eco-Modus einschalten, damit kommt der Roboter bei weniger Saugleistung auf knapp 90 Minuten Laufzeit, ansonsten sind bis zu 60 Minuten drin.

Innerhalb der App könnt ihr auch mehrere Roboter verwalten, egal ob VR200 oder 300. Für jeden kann man separat einen Zeitplan festlegen, was bei mir leider nicht immer funktioniert hat. Phasenweise reinigen beide einfach nicht. Schaut man in der App, dann sind die Zeitpläne wie von Zauberhand deaktiviert, obwohl niemand von uns etwas umgestellt hat. Ärgerlich, hier sollte Vorwerk zügig nachbessern.

Wer an einer bestimmten Stelle reinigen lassen möchte, kann auch eine Spot-Reinigung starten. Auch eine manuelle Reinigung via Fernbedienung innerhalb der App ist möglich. In den Einstellungen kann man außerdem festlegen, alle wie viel Betriebsminuten man sich zur Behälter-Entleerung, Bürsten oder Filter-Kontrolle benachrichtigen lassen will.

Ist der Kobold mit der Reinigung fertig, fährt er zurück an die Basis, um sich zu laden. Auch hier zeigten sich Macken, die auch schon der VR200 hat. Der Roboter fährt rückwärts bis an die Lade-Kontakte und wackelt dann ein bisschen hin und her, bis er richtig steht und die Kontakte sich wirklich berühren. Ab und an wackelt er anscheinend zu sehr. Mehrmals hatte ich den Fall, dass die schmalen Kontakte des VR300 mit denen der Basis verkanten und sich nicht berühren. Ergebnis: Kobold lädt nicht und fährt auch nicht wieder los, bis man merkt, dass er komplett entladen ist und ihn wieder richtig stellt. Unschön.

Das Reinigungsergebnis

In meiner Wohnung sind zwei Kater, zwei Kinder und zwei Erwachsene unterwegs. Wer Katzen hat, der weiß, dass vor allem Katzenstreu nahezu überall in der Wohnung zu finden ist, von Fell ganz zu schweigen. Auch die anderen Bewohner verteilen Schmutz in der Wohnung. Ganz normal, wenn gelebt wird.

Der Kobold VR300 macht einen sehr guten Job. Der Flur ist quasi Dreh- und Angelpunkt der Wohnung, von hier geht es in alle Räume und hier steht auch eins der Katzenklos, Schuhe werden ausgezogen etc. Eine Menge Potential für Dreck, den der Roboter problemlos aufnimmt. Selbst die kleinen Katzenstreu-Krümel, die der iRobot i7+ gern mal liegen lässt, nimmt der Kobold anstandslos auf. Auch hochfloriger Teppich oder Auslegware stellen kein Problem dar. Das sieht anders aus, wenn ihr den Eco-Modus nutzt. Würde ich gerade bei Teppich nicht empfehlen, da hier und da schon mal ein Krümel übrig bleibt. Ansonsten gibt es an dieser Stelle nichts zu beanstanden.

Die Wartung

So ein Saugroboter möchte auch regelmäßig überprüft werden und benachrichtigt euch entweder per Ton (der sich genau wie die LED noch nicht in der App abstellen lassen) oder per Push aus der App darüber. Den Behälter könnt ihr auf zwei verschiedene Wege entleeren: Entweder ihr nutzt die Öffnung für den Staubsauger und saugt den Behälter leer oder ihr nehmt den Behälter raus und schüttet ihn in den Mülleimer. Für Allergiker wird Ersteres sicher besser sein.

Wenn die Seitenbürste mal abgenutzt sein sollte, kann diese einfach abgenommen und durch eine neue ersetzt werden. Möchtet ihr an die Hauptbürste ran, weil diese durch Haare und Co. verschmutzt ist, kommt ihr um das Abschrauben von ein paar Blenden nicht herum. Ist aber auch für Laien kein Problem und sollte wirklich die Seltenheit sein.

Mein vorläufiges Fazit zum Vorwerk Kobold VR300

Der Vorwerk VR300 macht seine Arbeit sehr gut, hat aber unschöne Macken. Dass er manchmal nicht richtig an die Lade-Kontakte fährt und die Zeitpläne vergisst, hat mich schon einige Male frustriert zurückgelassen. Fraglich ist, ob man erstgenanntes durch Software-Updates beheben kann. Das Problem mit den Zeitplänen sicherlich.

An der Verarbeitung und den Materialien des Gerätes kann man wenig aussetzen. Wer will, kann über den Vorwerk Skill auch per Alexa auf den Roboter zugreifen. Dafür muss man aber auch tief in die Tasche greifen: 949 Euro möchte Vorwerk dafür haben.

An dieser Stelle führe ich gern den Xiaomi Roborock ins Feld, der in unserem Test ebenfalls gut abschnitt, eine Wischfunktion hat, über smarte Features per App verfügt und immer mal wieder für knapp 360 Euro zu haben ist. Der T6 ist als Nachfolger ebenfalls bereits vorgestellt worden.

Wenn es unbedingt ein Vorwerk sein muss, dann schaut euch den Neato Botvac D7 Connected an, der quasi die Basis für den VR300 bietet. Der Roboter ist aktuell für knapp 600 Euro zu haben.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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38 Kommentare

  1. Bezahlte Werbung? Oder selbst für den Originalpreis gekauft? Oder verbilligt zum Testen bekommen?
    So etwas gehört ganz zu Anfang in einen guten Artikel, damit man die Aussagen richtig einordnen kann. Ansonsten hinterläßt der Review eines „Luxusproduktes“ schon einen gewissen Nachgeschmack 😉

    • @Nemo: Da hier andere Modelle ebenfalls zu Wort kommen, ist das Thema Werbung schon Mal dahin.

      Und selbst wenn das Produkt umsonst zur Verfügung gestellt wurde, sehe ich am Artikel jetzt nichts was mich dazu verleiten lässt das man beeinflusst wurde.

      Übertreiben kann man es auch…. Sind ja hier keine Influencer

      • Und das ist natürlich vollkommen falsch. Wer glaubt, daß „kostenlose Produkte“ genau so bewertet werden, wie selbst gekaufte, der träumt wirklich. Immerhin will man in Zukunft auch kostenlose Produkte haben… und wird sich daher eher auf die Zunge beißen, als wenn er für ein vielleicht ärgerliches Produkt auch noch selbst Geld ausgegeben hat.

        Und wenn der Autor vor einem Jahr für 1.000 EUR den Vorgänger gekauft hat… und jetzt für 1.000 EUR die nächste Version gekauft und im Test hat, dann muß er schon viel Geld übrig haben, oder aber ein begeisterter User der Marke, des Produktes oder zumindest der Technik sein (ein die Wohnung mappender Staubsauger ist auch eine coole Sache 😉 ). Oder aber die Marketing-Abteilung von Vorwerk hat es verbilligt oder gar kostenlos zur Verfügung gestellt.

        Denn auch der Hinweis auf die billigere Konkurrenz macht nicht wett, daß es sich hier um den Mercedes (oder Audi) der autonomen Bodenstaubsauger handelt. Und dann ist es um so mehr geboten hier transparent zu sein.

        Die „Transparenz Aussage“ ist mithin total intransparent. Transparent wäre es nur, wenn klar gestellt würde, wer das Produkt bezahlt hat.

        Auch im Hinblick auf das aktuelle „Influenzer Urteil“ (so wie auch bei Vine Bewertungen auf Amazon) muß deutlich zwischen Test/Werbung (= Geldwerter Vorteil) und einem simplen Review unterschieden werden.

        Sonst fliegt einem irgendwann das ganze Blogging-Universum um die Ohren, wenn sich die Politik (angetrieben von der Medienwirtschaft) auch hier noch einmischen will…

        Ich mag diesen Blog sehr gerne und lasse mir auch die wenige eingeblendete Werbung gefallen. Aber bei der ist zumindest klar, was es ist.

  2. Hmm, Vorwerk eben, nicht schlecht aber eben auch nicht günstig. Habe mir soeben einen Xiaomi Roborock S55 für 349,-€ gegönnt. Das Ding ist scheinbar recht gut und sein Geld wert, die Community lügt nicht.

    • Gute Wahl. Für 350 Euro ist der Roborock S50 auch für mich der Testsieger.
      Es laufen seit Monaten jeweils einer zuverlässig bei mir und einer bei meiner Ex-Freundin.

    • Michael S. says:

      Ich habe seit gut 4 Wochen einen Roborock S50 und das Teil funktioniert traumhaft. So gut, dass ich nun auch etwas Geld in die Hand genommen habe um möglichst jede Ecke in meiner Wohnung für den Roboter zugänglich zu machen. Nun kommt er unter das Bett, die Couch und mein Bad hat nun hängende Schränke. Er läuft bei mir drei Mal die Woche und der Boden ist immer traumhaft sauber.

      Probleme hat er nur mit meinen sehr langfasrigen Badvorlegern. Die muss ich vor dem Saugen entfernen, da er sie sonst zur Seite schiebt. Alle anderen Teppiche erklimmt er ohne Probleme.

  3. Jetzt wäre ein direkter Vergleich mit dem xiaomi vacuum robot sehr interessant

  4. Die Überschrift Testsieger bekommt einen faden Beigeschmack, wenn man den Test genauer betrachtet. Das ein komplett aktuelles Gerät mit Produkten verglichen werden, die viel älter sind bzw. gleichwertige Produkte gar nicht in den Test aufgenommen werden. Da ist Vorwerk alles andere als ein Testsieger. Für diesen Test hat die Stiftung auch sehr viel Kritik bekommen.

  5. Hi Oliver , mal einfach so gefragt: wie reagieren denn Haustiere – bei Euch zwei Katzen – auf so einen Roboter? Ein üblicher Staubsauger macht ja Krach und ängstigt manches Haustier wird aber ja von einer Bezugsperson geführt. Wenn sowas nun völlig selbständig durch die Wohnung lärmt , evtl. ohne das Herrchen /Frauchen zu hause sind – ist das nicht psychischer Stress für die Tiere ?

    • Das hängt sicher auch vom jeweiligen Tier ab.

      Mein alter Collie hätte den Roboter vermutlich ignoriert (er hat sich auch vom konventionellen Staubsauger absolut nicht stören lassen), mein jetziger Hund würde den Roboter wahrscheinlich zerlegen.

    • Unseren 4 Katzen und 2 Hunden macht das nichts.
      Da Katzen aber gerne mal ihre aufgeleckten Haare auswürgen, lassen wir den Sauger eigentlich nicht unbeaufsichtigt fahren. Kann sonst eine ziemliche Sauerei geben 🙂

    • Oliver Posselt says:

      Hi,

      unsere Katzen haben eher Spaß mit dem Ding, als dass sie davon rennen würden. Zum Beispiel versuchen sie ab und an, die Seitenbürste zu fangen, sitzen interessiert im Weg rum oder beobachten von einer erhöhten Position das Geschehen. Wegrennen oder verstecken war noch nie ihr Ding.

    • Bei unserem Hund wechselte der Roborock S50 von doof zu akzeptabel, als er anfing, obendrauf mit Leckerchen durch die Gegend zu fahren.
      Nun wird jedesmal nachgeschaut, ob nicht doch wieder was drauf liegt. Manchmal tut es das auch.
      Ansonsten geht man sich halt aus dem Weg. Was sicher ist, der schafft es nicht auf die Couch. 😉

    • Unsere zwei Kater reagieren schon auf reguläre Staubsauger unterschiedlich: Einer geht auf eine erhöhte Position und guckt zu wie gesaugt wird, der andere nimmt Reißaus und wartet in der letzten Ecke bis es vorbei ist. Wir waren neugierig auf das Saugergebnis, dachten „ist leiser, wir sind dabei, wird schon klappen“ und haben unseren Roboter losgeschickt zur ersten Testfahrt. Großer Fehler, unsere Katzen haben sich beide tagelang nicht mehr in den Raum getraut. Später dann ging alle paar Sekunden ein ängstlicher Blick zur Ladestation ob das Monster nicht doch wieder startet (auch wenn wir den Robo danach erst einmal nicht mehr benutzt haben). Wir haben dann eine Futterspur zum Roboter gelegt, Futter auf den Roboter gelegt und eine Woche verstreichen lassen. Nach der ersten Woche zusätzlich zwischendrin immer mal wieder den Roboter ohne Bewegung etwas sagen lassen oder nur die Bürsten starten lassen ohne die Station zu verlassen. Nach etwa vier Wochen Training und langsamen kleinen Kreisen mit der manuellen Steuerung waren dann beide Kater wieder auf dem Niveau des normalen Staubsaugers. Mittlerweile ist aber der ängstlichere Kater sogar so weit, dass er sich für den Roboter nicht mehr die Mühe macht sich zu verstecken. Teilweise steht er sogar direkt im Weg und macht nur im letzten Moment einen Schritt zur Seite um den Robo vorbeizulassen. Nach der Eingewöhnung ist die Akzeptanz dem Roboter gegenüber insgesamt also höher. Von der Vorher/Nachher-Reaktion her würde ich denken, dass das Gerät in etwa wie ein träges Tier eingeordnet wird: Wacht ab und zu mal auf, brummt einmal langsam durch die Wohnung und geht wieder schlafen. Wie eine laute Schildkröte vielleicht. 😉

  6. Der Kobold sieht dem Neato D7 doch sehr ähnlich und wird es wohl auch sein, vermutlich sind die beiden Geräte bis auf die Gehäusefarbe und das Logo zu mehr als 90% baugleich.

    Interessant wäre mal ein Vergleich der tatsächlichen Baugleichheiten, schließlich kostet der Neato D7 rund 350-450 € (je nach Anbieter) weniger als der Kobold, ich kann mir also für den Preis eines Kobolds fast zwei Neatos in die Wohnugn stellen (was bei zwei Stockwerken dann schon sinnvoll wäre).

    • Oliver Posselt says:

      Aus Ermangelung des Neato, kann ich stand jetzt nichts zum direkten Vergleich sagen. Meines Wissens nach, sind die Geräte bis auf Aussehen nahezu identisch. Lediglich die Saug-Einheit hat Vorwerk wohl getauscht. Ich versuche mal an einen D7 zu kommen.

    • Schon beim Vorgänger-Vorwerk war die Nähe zu den Neato-Modellen offensichtlich. Es gibt dazu in irgendeinem Saugroboter-Forum ein interessantes Posting eines Vorwerk-Mitarbeiters, der beschrieben hat, welche Anpassungen sie vorgenommen haben. Das betraf u.a. Hardware, vor allem aber die Software und wenn man ihm glaubt, ergaben sich daraus durchaus Unterschiede bei der Saugeffizienz etc.
      Das wäre es mir zwar nicht wert, aber es ist dann doch etwas mehr als ein Neato in weiß.

      Ich selbst habe den Neato D5 connected und der kann alles, was ich brauche – u.a. auch speicherbare Grundrisse & Sperrlinien. Trotz fehlender Wischfunktion ist er imho eine gute Alternative zum Roborock, weil man den Neato regelmäßig für rund 350€ bekommt und sich daher keine Sorgen in Garantiefällen machen muss. Für 370€ verkauft ihn ein Shop sogar mit 5-Jahres-Garantieverlängerung.

      Softwareseitig ist der Hauptunterschied zwischen D5 & D7 mittlerweile wohl nur die zusätzliche Zonenreinigung des D7 (nicht Spot-Reinigung, das haben beide, sondern in den aufgezeichneten Grundrissen definierbare Zonen, die gesondert angefahren & gereinigt werden können in der Zeitplanung). Hardwareseitig sind es die längere Akkulaufzeit des D7 (120 gegen 90 Minuten) und eine etwas bessere Bürste.

  7. Das mit den Freischwingerstühlen (bei unseren!) hat beim VR200 nicht geklappt. Er ist zwar hoch gekommen, aber nicht mehr runter. War mit ein Grund, den VR200 wieder zu verkaufen.

  8. Kann man die Wohnung auch in die einzelnen Räume aufteilen und dann einzelne Räume saugen lassen? Dies wäre, wie ich finde, die zentrale Funktion eines soclhen Staubsaugers.

    • Oliver Posselt says:

      Hi, das geht bei dem iRobot i7/i7+ aber nicht bei dem Modell. Hier nützt der Grundriss lediglich zum Einzeichnen der No Go Lines.

      • Mal schnell den vorderen Flur saugen (lassen) – funktioniert also nicht. Schwach. Und dann noch für diesen Preis.

        • Ich löse das über die No-Go-Lines. Die kann man in der App entsprechend schnell ziehen. Klappt prima.

          Zu dem Thema „Katzenfutter“: Einfach bei der Grundrisserstellung dort einen etwa leichkroßen Karton hinstellen (z.B. mit Büchern füllen). Dann klappt das ganz genau mit dem Einzeichnen der No-Go-Linien..

        • Wieso? Halt „schnell“ (weiss leider nicht wie schnell das geht) NoGo-Lines über die Zimmertüren gemalt und schon saugt er nur den Flur. Natürlich nur solange er nur da startet 😀

  9. Beim 300 muss man für die Hauptbürste echt Schrauben lösen? Das ist beim 200er auf jeden Fall besser gelöst, da ist die Abdeckung mit 2 Klammern schnell gelöst.
    Wenn man MItbewohner mit langen Haaren hat, muss man die Hauptbürste auch des öfteren davon befreien…

    • Das ist bei VR300 auch so gelöst. Da müssen keine Schrauben gelöst werden…

      • Das mit den Schrauben hatte mich im Bericht auch überrascht. Das wäre ein ganz schöner Rückschritt in meinen Augen, bzw. sogar ein Grund das Teil deswegen nicht zu kaufen. Immerhin muss ich bei meinem VR200 die Hauptbürste nach jedem dritten Saugvorgang reinigen.

        • Zitat „Möchtet ihr an die Hauptbürste ran, weil diese durch Haare und Co. verschmutzt ist, kommt ihr um das Abschrauben von ein paar Blenden nicht herum. Ist aber auch für Laien kein Problem und sollte wirklich die Seltenheit sein.“

          Das stimmt definitiv nicht. siehe Seite 46 des Handbuchs. Dort ist es beschrieben und bebildert… Frage mich, ob er wirklich geschraubt hat, oder einfach nur nicht ins Handbuch geschaut hat:-)

  10. Unser VR200 werkelt jetzt schon drei Jahre störungsfrei mehrmals pro Woche. Ob das mit einem Billigmodell auch so wäre?

  11. Dirk Markwardt says:

    Moin,
    so ganz kann ich die Begeisterung über den VR300 nicht teilen. Zum einen lässt er bei uns gerne mal einzelne Bereich aus. Er sagt einfach, er wäre fertig und fährt zurück zur Basis. Da sind weder Hindernisse noch virtuelle oder echte magnetische No-Go-Lines im Spiel. Wir haben es auf Video… Die Navigation ist manchmal schräg.

    Bedenklicher finde ich das Verhalten im WLAN. Aus Neugier habe ich mal mitgelesen, was der Kobold so treibt, einen entsprechenden PCAP-Trace habe ich.

    Zum einen kontaktiert der Kobold alle 10 Sekunden den Google DNS Server 8.8.8.8 per TCP auf Port 53. Es laufen aber keine Anfragen (die hätte er auch meinem Router stellen können, dessen IP bekommt der Kobold ja als DNS-Server mitgeteilt). Es wird nur eine TCP-Verbindung aufgebaut und sofort wieder abgebaut. Grund: Unklar!

    Da erwacht die Neugier… also in der Firewall für die IP-Adresse des Kobolds die 8.8.8.8 blockiert. Was macht das Mistvieh? Er unterhält sich ab sofort mit der 8.8.4.4, dem zweiten Google DNS-Server. Wieder alle 10 Sekunden „Leer-Anfragen“.

    Die IP ebenfalls blockiert. Nun geht es weiter mit der ersten IP von OpenDNS (208.67.222.222). Da war es mir dann zu doof, wer weiß, wie lang die Liste in der Firmware noch ist…

    Aber: Die Kontaktaufnahme erfolgt ja mit meiner öffentlichen IP, nicht erst seit DSGVO ein personenbeziehbares Datum. Und Google wie Cisco (OpenDNS) liegen definitiv in einem Drittland. Vorwerk schreibt in der Datenschutzerklärung auf der Webseite (Punkt 1.3.4), dass eben KEINE Daten in ein Drittland übertragen werden.

    Ich habe den Kundensupport und den Datenschutzbeauftragten per Mail damit konfrontiert. Bis jetzt ist mir Vorwerk aber jede Antwort schuldig geblieben.

    Weitere Bauchschmerzen:
    Der Controlserver steht zwar bei Amazon in Irland im RZ, setzt jedoch für die HTTPS-Kommunikation auf TLS1.0 mit einem selbstsignierten Zertifikat. Der Server ist: https://nucleo.ksecosys.com

  12. das Pingen des DNS-Servers ist möglicherweise ein simpler Online-Check…

    Da die Vorwerks von Neato gebaut werden und Vorwerk zwischenzeitlich Neato gekauft hat, kann man eigentlich gleich einen günstigeren Neato kaufen. Speziell wenn die Unterschiede sowieso nur marginal sind (s.o.) und im Bereich Software kaum objektiv prüfbar.

    Den D5 gibt’s inkl. ordentlicher Gewährleistung immer wieder für die bereits benannten 350,- …signifikante Nachteile zum VR300 sehe ich nicht.

    • Dirk Markwardt says:

      Hallo HAL9000,
      ich vermute auch, dass die DNS-Geschichte mit Google und OpenDNS einfach nur der Online-Check ist. Aber dann kann Vorwerk nicht behaupten, dass keine personenbezogenen Daten in Drittländer übertragen werden.

      Außerdem (jetzt wirds theoretisch): Google kennt ja auch die einschlägigen Smart Home und IoT-Geräte und deren Verhalten. D.h. Vorwerk verschafft Google unfreiwillig möglicherweise weiteres Wissen über einzelne User. Wenn im selben Zeitraum von der selben IP eine Anmeldung an einen Google-Dienst erfolgt, könnte Google das Wissen „Ah, ein Neato- oder Vorwerk-Besitzer! Kauft womöglich eher qualitativ bessere Hardware.“ einem Google-Konto und -Werbeprofil zuordnen. Und zwar ohne Wissen oder Zustimmung des Nutzers.

      BTW: Ich bin kein Aluhut-Träger. Google weiß von mir eh, dass ich nen Vorwerk habe. Hab ja auch die App aus dem Play Store geladen. Mir geht es primär darum, dass das beschriebene Verhalten nicht dokumentiert ist und Vorwerk nicht einfach so ohne Zustimmung Daten von mir an andere Unternehmen in Drittstaaten übergeben / zugänglich machen kann.

      Gruß, Dirk

  13. Philippowitsch says:

    Hi Zusammen,

    ich habe eine Frage zu den Geräten und der Kommunikation im WLAN. Kann man den 200er oder 300er, nachdem man den einmalig mit Internet im WLAN eingerichtet hat, denn auch ohne Internet im WLAN weiter betreiben? Findet die App also den Sauger und kann man diesen dann befehligen?

    Danke für den Guten Artikel.
    Gruß
    Philipp

    • Dirk Markwardt says:

      Hallo Philipp,
      das klappt meines Wissens nicht. Die App baut eine separate Verbindung zum Controlserver auf. Alle Befehle an den Sauger laufen immer über den Server des Herstellers. Dies ist zumindest der vorläufige Stand meines „Forscherdrangs“, siehe auch mein anderer Kommentar.

      Gruß, Dirk

      • Philippowitsch says:

        Hi Dirk,

        fand ich sehr interessant was Du über die Anfragen an die Google- und OpenDNS Server rausgefunden hast. Meine Hoffnung war/ist, das die App sich die MAC merkt und so im Lokalen WLAN immer wieder den Kobolt findet.
        Ich benutze einen VR200 bei uns im Labor und natrürlich habe ich kein Internet(Firmen Policy) für das Gerät (und auch keinen Empfang mit einem Handy). Ich werde mal Router, Kobolt und Tablet, wo anders mit meinem Handy als Hotspot am Router, einrichten und gucken was das ganze dann zurück im Labor macht.
        Meine Hoffnung war, dass der Vorwerk die Daten des Labor nicht versendet. So ist er dann nicht besser als die Xaiomi oder iRobot. Kleine SpyDrohnen die dabei mehr oder weniger gut Saugen. 😉

        Grüße
        Philipp

  14. Verbindung über den Control Server – wie bei so vielen Smart Devices – weil man dann das Gerät auch auserhalb des eigenen Netzwerks verwalten/steuern kann. Optional abschaltbar wäre natürlich nett, wollen die Hersteller aber nicht… 😉

    Wenn’s ein echter Störfaktor bzw. NoGo ist, könnte man ggf. mit einem Pi-hole (Raspberry) gegen halten, zumindest wenn der DNS nicht verwendet wird.

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