Volkswagen ID. Buzz: Elektrischer Bulli für 2022 vorgestellt

Volkswagen hat seinen neuen E-Bulli vorgestellt, den ID. Buzz. Das Fahrzeug fährt nicht nur elektrisch, sondern soll auch noch mit allerlei Zusatzfunktionen punkten. Etwa hievt man das automatisierte Einparken und Travel Assist mit Schwarmdaten in die Reihe. Der ID. Buzz kann per „Plug & Charge“-Technologie unterwegs mit bis zu 170 kW geladen werden. In Europa startet das Auto im Herbst 2022, der Vorverkauf läuft in einigen Ländern aber bereits im Mai an.

Der Volkswagen ID. Buzz bietet Platz für fünf Personen und 1.121 Liter Gepäck. Wird die zweite Sitzreihe umgeklappt, steigt das Ladevolumen auf bis zu 2.205 Liter. Je nach Wahl zwei oder drei Sitzplätze vorn und eine feste Trennwand zum 3,9 m3 großen Laderaum kennzeichnen den ID. Buzz Cargo. Ansonsten bietet der ID. Buzz Cargo dann laut Hersteller Platz für zwei Europaletten. Obendrein ist in den ID. Buzz und ID. Buzz Cargo serienmäßig das lokale Warnsystem Car2X an Bord, das Signale anderer Fahrzeuge und der Verkehrsinfrastruktur nutzt, um in Echtzeit Gefahren zu erkennen. Ebenfalls serienmäßig: der Notbremsassistent Front Assist und im Kleinbus der Spurhalteassistent Lane Assist. Optional steht der eingangs erwähnte Travel Assist mit Schwarmdaten zur Verfügung, der das teilautomatisierte Fahren über den gesamten Geschwindigkeitsbereich und erstmals einen assistierten Spurwechsel auf der Autobahn ermöglicht. Ebenfalls neu: die Memory-Funktion für das automatisierte Einparken auf einer zuvor abgespeicherten Strecke.

Europaweit gehen der ID. Buzz und der ID. Buzz Cargo mit einer 77-kWh-Batterie an den Start (Bruttoenergiegehalt: 82 kWh). Sie versorgt eine 150 kW starke Elektromaschine mit Strom, welche die Hinterachse antreibt. Geladen wird die Lithium-Ionen-Batterie an Wallboxen und öffentlichen Ladepunkten mit 11 kW Wechselstrom (AC). Per CCS-Stecker an einer DC-Schnellladesäule (Gleichstrom) steigt die Ladeleistung auf bis zu 170 kW.

Die Baureihe wird zudem mit der ID. Software künftig die Funktion Plug & Charge bieten. Dabei authentifiziert sich der ID. Buzz per Ladestecker an kompatiblen DC-Schnellladesäulen mit dem ISO-15118-Standard und tauscht so alle erforderlichen Daten mit dem Ladepunkt aus. Das bidirektionale Laden ermöglicht es dem ID. Buzz, nicht benötigte Energie aus der Batterie ins Hausnetz des Kunden einzuspeisen (Vehicle-to-Home). Der Stromtransfer und die Kommunikation erfolgen über eine spezielle DC-BiDi-Wallbox.

Der ID. Buzz kommt auf einen cw-Wert von 0,285, der ID. Buzz Cargo auf 0,29. Das senke den Energieverbrauch und erhöhe die Reichweite, so VW. Preise nennt der dt. Hersteller noch nicht, die werden wir ja spätestens im Mai 2022 zu Gesicht bekommen.

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22 Kommentare

  1. Haben-Wollen. Sofort. Anfang nächsten Jahres muss ein neuer Wagen her da Leasing zu Ende und bei 0,5% Dienstwagensteuer spare ich mit dieser Karre im Vergleich zu meinem jetzigen noch.

    Ich würde ihn vielleicht nicht gerade in gelb nehmen, aber ansonsten gefällt der mir extrem gut. Zudem brauche ich nur Platz, keine Anhängerlast oder so etwas. Hauptsache hinten kriege ich ein paar Ersatzteile, Kabel und ab und an mal ein paar Rechner unter.

  2. Schade, haben den Bulli (Multivan), da sechs Kinder. Was will ich da mit fünf Sitzplätzen. Hoffentlich kommt bald ein großer elektrischer Bruder. Grüße

    • „Schließlich kommt 2023 nicht nur ein XL-Buzz mit 25 Zentimetern mehr Radstand und dann auch Platz für eine dritte Sitzreihe“

    • Nichtmal eine 5-Köpfige Familie (je nach alter der Kinder) passt da ordentlich rein, weil man auf die Rücksitze nicht drei Kindersitze bekommt, bzw. auch nicht wirklich zwei und eine 3. Person ohne Sitz. Die Breite der Sitze sieht ziemlich identisch mit der meines ID.4 aus und das Auto taugt idR nur für 4 Personen. Unser Alhambra bietet da viel mehr Platz (in der Breite auch mehr als der ID.Buzz).

  3. Gibt es denn Info‘s zur Reichweite?

  4. Naja, wird langfristig wohl eher ein Rohrkrepierer werden. Bullis fahren als Verbrenner >30 Jahre nachhaltig. Wie lange wird das Teil mit nicht wechselbarem Akku fahren? 10 Jahre? Und dann Akkutausch für 20k? Auch die Einstiegspreise werden sicher um die 80k liegen. Auf Stückzahlen kommt VW da sicher nicht. Nischenprodukt. Und wer bitte braucht einen assistierten Spurwechsel? Können alle nicht mehr fahren? Ehrlich? Bis auf ABS und ESP würdich am liebsten allen Schnulli abschalten.

    • Wie soll ein Verbrennungsmotor denn Nachhaltig fahren wenn er andauernd Ressourcen verbrennt?

      Du hast nicht wirklich Ahnung von Elektro-Autos, oder?
      20k ist schon ordentlich weit weg von einer neuen Batterie. Mal abgesehen davon, wer sagt denn dass die Batterie dann nich noch reicht?

    • Der Weltmarkt verlangt das. Europäische Hersteller verlieren gerade in Ostasien, weil die Software an die Steinzeit erinnert. Der deutsche Markt ist wichtig, aber kein Leitmarkt. Mercedes nimmt auch die Schaltgetriebe und die Kombis aus dem Sortiment weil sie nicht mehr zu verkaufen sind. Und ich stimmte dir in sofern zu, dass das was nicht dran ist auch nicht kaputt gehen kann. Mir würde eigentlich eine Bluetooth-Schnittstelle und ein UKW-Radio im Auto vollkommen reichen an Technik. Autos für den deutschen Markt müssen sechs Jahre laufen, dann sind sie abgeschrieben.
      Aber: Der Endkundenmarkt ist für deutsche Hersteller auch nicht sonderlich relevant, da es den deutschen Herstellern eher darum geht, die Flotte eines Unternehmens komplett auszustatten. Da sind die Erneuerungszyklen in der Regel sogar noch kürzer als die sechs Jahre. Also was soll’s, das ein Batterietausch in zehn Jahren teuer wird. Den avisierten Kunden ist das egal und der Gebrauchtwagenmarkt ist im Wettbewerb mit dem Neuwagenmarkt geschwächt.

    • Wie kommst du auf 10 Jahre und 20t € für den Akku?

  5. Jedes Auto, was bis zum Auseinanderfallen gefahren wird, fährt nachhaltig. Vielleicht mal informieren!

    • André Westphal says:

      Das ist absoluter Quatsch. Nach der Logik ist etwas nachhaltig, wenn man etwas möglichst lange benutzt. Demnach wären auch die umweltschädlichsten Technologien, Fabriken, etc. nachhaltig, wenn sie nur möglichst so lange eingesetzt werden, bis sie kaputt gehen – das ergibt keinerlei Sinn ;-).

    • Deine Definition von Nachhaltig ist ganz schön kaputt.

      Etwas was weiter Ressourcen verschwendet und Schadstoffe in die Umwelt bläst ist nicht Nachhaltig.

      • Aber das tut ein Elektroauto ja auch durchgängig, Ressourcen verschwenden oder wie genau wird nochmal Strom erzeugt in Deutschland? Nachhaltig wird dieser nicht mal Ansatzweise erzeugt sondern Großteils durch Kohle. Die Schadstoffe bläst übrigens der Erzeuger des Stroms in die Luft statt des Autos. Nachhaltigkeit bedeutet keine Ressourcen zu verschwenden die nicht nachwachsen können. Baut man nun ein neues Elektroauto werden verdammt viele Ressourcen verschwendet die durch das weiterfahren des alten Autos eben nicht verschwendet würden. Der Betrieb eines Elektroautos ist nicht Klimaneutral, die meisten Länder auf der Erde produzieren keinen und werden auch voraussichtlich keinen Klimaneutralen Strom produzieren. Ich mag es als Radfahrer das mir diese Autos keine Abgase ins Gesicht pusten, aber ein 3 Tonnen SUV neu zu bauen und diesem statt einem Verbrenner Motor einen Elektromotor mit riesigem Akku zu geben, mit Strom zu betreiben der Großteils aus Kohle produziert wird ist genauso wenig Nachhaltig. Das wird sich mit neueren Technologien evtl mal ändern, aber derzeit ist es einfach nicht so. Das ZDF hat auch eine nette Doku zu Elektroautos produziert:

        https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/e-autos-mobilitaet-klimaschutz-co2-planet-e-100.html

        • Immer die gleichen hinwenden Vergleiche
          Beim E-Auto wird peinlich vorgerechnet welcher Strom geladen wird, aber Benzin und Diesel kommen aus der Zapfsäule und verbrauchen anscheinend keine Energie die man anrechnen kann.

          Über die Bauform einiger Neuwagen und den damit einhergehenden Mehrverbrauch können wir gerne reden. Da macht sicherlich vieles keinen Sinn, würde aber, z. B. SUV, beim Verbrenner ja auch schon gebaut.

    • Ich habe meinen funktionierenden Einbau Kühlschrank/Tiefkühlschrank in der Küche ersetzt. Waren über 20 Jahre alt. Hatte 1000kwh weniger nach einem Jahr…… Ok, der Neue war von Miele ein Standkühlschrank und teuer (1300€) aber ein echter Energiesparer. Nach vier Jahren hat der sich amortisiert……. und nachhaltig ist der auch wenn ich ihn 10+ Jahre nutze…..

  6. Immerhin kein SUV. Schön, wenn es Autos mit einem gewissen Nutzwert gibt, ohne zu schwülstige Blechberge , Minifenster und unnötige Höherlegungen (Vielleicht sind Strom und Benzin noch zu billig??)

    Trotzdem erschreckend, wenn man bei 4700 mm Außenlänge keine 3 Sitzreihen hinbekommt. Sondern dafür nochmal 25 cm mehr Außenlänge braucht. Hat Opel beim Zafira A schon auf rund 4300 mm geschafft. Bei fast 5 Metern Außenlänge bin ich raus.

    Aber konsequent, dann (laut ADAC-Meldung) eher 4 Einzelsitze vorzusehen, als das Auto zu einem 7Sitzer zu machen. Welche Familie mit mehreren Kindern kann schon einen Basispreis von 63k finanzieren? Autos werden als Dienst-/Firmenwagen gekauft/geleast. Privatkunden spielen da keine große Rolle.

    Wir nutzen bei drei Kindern die Sitze 6 und 7 unseres Touran regelmäßig.
    Sei es für den Kumpel, den man mit zum Fußball nehmen kann oder die Großeltern, für den gemeinsamen Ausflug. Aber damit sind wir vermutlich eine Minderheit.

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