Vodafone startet eine Kooperation mit dem öffentlich-rechtlichen WDR. Gemeinsam will man testen, wie sich die TV-Inhalte und Mediatheken-Streams des Senders über den neuen Mobilfunkstandard 5G effizient verbreiten lassen. Der potentielle Vorteil für die Kunden lässt mich aber noch ein wenig schmunzeln. Denn man spricht davon „drahtlos und ortsungebunden Videos in hochauflösender 4K-Qualität mit erweiterten Funktionalitäten zu empfangen„.
Denkt man da an die Probleme mit der 4G-Abdeckung in Deutschland und verknüpft das mit einem Mangel an 4K-Inhalten im Fernsehen, mag man unterstellen, dass hier aus zwei großen Baustellen bei 5G eine riesige werden. Aber Vodafone und der WDR sprechen ja auch erst einmal von Tests, da hat man also die langfristige Zukunft im Auge. Ziel sei es laut einem Beitrag von Vodafone, dass am Ende sämtliche Inhalte des WDRs in einer App mobil in höchstmöglicher Qualität abrufbar seien.
Dafür braucht es natürlich sowohl die entsprechenden, hochwertigen Inhalte beim Sender als auch die mobile Infrastruktur, um sie auszuliefern. Und da wollen sich eben Vodafone und der WDR gegenseitig bei dem Projekt unterstützen. So stellt der WDR die Inhalte zur Verfügung und übermittelt sie über ein 5G-Testsystem, welches Vodafone direkt bei einer TV-Produktionsstätte aktiviert. Noch 2019 möchte man die Möglichkeiten in der Praxis mit Smartphones und Tablets mit 5G-Unterstützung testen.
Durchführen wollen Vodafone und WDR die Tests in Düsseldorf, Aldenhoven und Köln. Bis Ende 2020 soll das Projekt laufen. Man beginnt im 5G Lab in Düsseldorf und im 5G Mobility Lab in Aldenhoven. 2020 will man dann erweiterte 5G-Tests in der Kölner Innenstadt bzw. auf dem WDR-Campus im 5G-Netz von Vodafone starten. Bis der normale Verbraucher etwas davon hat, dürfte es also noch eine Weile dauern. Erst einmal sind da ja ohnehin noch einige Faktoren zu klären…
