Vodafone und Signify wollen 5G und LiFi zusammenführen

Der Mobilfunkanbieter Vodafone will mit Signify gemeinsame Sachen machen, um die Stärken der 5G- und der LiFi-Techniken zusammenzuführen. Falls euch LiFi nichts sagt: Dabei handelt es sich um eine Breitbanddatenübertragung per Licht – bis zu 30 MB/s sind über diese Zwei-Wege-Technologie drin. Vodafone und Signify haben nun das Ziel LiFi mit 5G zu verknüpfen, um ihren Kunden eine bessere mobile Breitband-Konnektivität zu bieten.

Man beschreibt dabei Lösungen, die eben sowohl Funksignale als auch Lichtwellen für die Zwei-Wege-Kommunikation verwenden und auf diese Weise Geschwindigkeiten erreichen, die laut Vodafone und Signify „weit über herkömmlichen drahtlosen Technologien wie WLAN und Bluetooth liegen.“ Als Ergebnis könne man den Endverbrauchern aber auch Geschäftskunden besonders schnelle Breitbandverbindungen anbieten.

Noch bleiben Vodafone und Signify da aber recht vage. Es heißt, dass die beiden Unternehmen auch gemeinsam erforschen wollen, wie LiFi in lokalen Netzwerken mit 5G kombiniert werden könne, damit Vodafone-Kunden noch mehr aus ihren Gigabit-Anschlüssen herausholen können. Da hatte Signify kürzlich etwa auch ein neues LiFi-System im Gepäck, das über seine Beleuchtungsinfrastruktur Breitbandverbindungen mit bis zu 250 Mbit/s erreicht.

Die Kooperation könnte auch für die Vernetzung im Smart Home bzw. im Internet der Dinge sinnvoll sein. In der Industrie sieht man Potenzial in Szenarien, in denen bestimmte Funkfrequenzen nur schlecht funktionieren oder Funkkommunikation aufgrund von Sicherheitsbestimmungen überhaupt nicht gestattet ist. Die Kombi aus 5G und LiFi könnte zudem besser gegen Netzausfälle absichern, da man mit Redundanzen arbeiten kann. Sprich, wenn 5g ausfällt, kann man auf reines LiFi ausweichen oder umgekehrt.

Denkbar seien laut den Partner außerdem Anwendungen in den Kommunikationstechnologien Fahrzeug-zu-Fahrzeug (V2V) und Cellular V2X, der direkten Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Umfeld. Somit könnte man 5G und LiFi also auch für E-Mobility und smarte Automobile kombinieren. Aktuell ist das aber eben alles noch Zukunftsmusik – denn ob diese Potenziale am Ende genutzt werden, hängt nicht nur von Vodafone und Signify ab, sondern auch von den potenziellen Partnern, die man erst einmal für das Projekt begeistern müsste.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Nur 30 MB/s???

    Oder sind damit 30 MByte/s gemeint also eigentlich 240 MBit/s?

    • MB/s = Megabyte pro Sekunde
      Mbit/s = Megabit pro Sekunde
      so lautet die gängige Nomenklatur,
      deine Frage ist somit überflüssig.

  2. Dann muß ein endgerät für LiFi ja immer ein „offenes“ Lichtfenster haben , wie ein „Auge“ für eine IR-Fernbedienung . Wer erlebt hat wie schwierig damit das sichere Zielen sein kann möchte sich glaube ich nicht auf Licht als Datenträger außerhalb von Lichtwellenleitern verlassen müssen .

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