
LTE-M ist vereinfacht gesagt LTE speziell für Geräte aus dem Internet der Dinge – also etwa für Smart-Home-Produkte. Die Telekom legte damit bereits im Juli 2020 los. Nun zieht auch Vodafone nach und bestätigt, dass das eigene LTE-M auf mehr als 90 % der Fläche in Deutschland verfügbar sei. Dabei spricht der Mobilfunkanbieter von einem „Netz für Mensch und Maschine“.
Firmen-Kunden können die Technologie für die Steuerung von Maschinen und Sensoren im Internet der Dinge ab sofort nutzen. In Zukunft können zusätzlich Privatkunden von LTE-M profitieren – mit Fitness-Trackern, Smartwatches und im Smart Home. Laut Vodafone nutze man für LTE-M, ähnlich wie für Narrowband IoT, die 800-MHz-Frequenzen. Damit stelle man eine große Abdeckung sicher. Es werde der Austausch von Daten sowie die Telefonie unterstützt. Etwa seien so auch Sprachanweisungen an Maschinen möglich.
Ein Unterschied zwischen LTE-M und Narrowband IoT: Narrowband IoT ist optimiert, um Sensoren und Maschinen an einem festen Standort zu vernetzen. LTE-M dagegen beherrscht den sogenannten Hand-Over. Die Daten (Sprache und Daten) werden bei Bewegung direkt von Mobilfunk-Station zu Mobilfunk-Station übergeben. LTE-M ist also im Gegensatz zu Narrowband IoT geeignet, um Sensoren und Menschen zu vernetzen, die in Bewegung und an unterschiedlichen Orten sind.
LTE-M ist für den Austausch kleinerer und mittlerer Datenmengen konzipiert. Die maximale Bandbreite liegt bei 2 Megabit pro Sekunde. Geschäftskunden können die Technologie über Vodafone ab sofort deutschlandweit für die Vernetzung von Mensch mit Maschine nutzen. Dafür gibt es spezielle Geschäftskunden-Tarife mit LTE-M. Privatkunden sollten LTE-M schon in naher Zukunft ebenfalls mit ersten Wearables nutzen können, um Daten energiesparender zu übertragen. Einen konkreten Zeitpunkt für die Einführung oder gar Tarifpreise nennt Vodafone aktuell aber leider noch nicht.