Vodafone „It’s my Bike“: Diebstahlschutz zum Nachrüsten für E-Bikes verfügbar


Einen digitalen Diebstahlschutz zum Nachrüsten für jedes E-Bike, das bietet Vodafone zusammen mit der IoT Venture GmbH ab sofort an. „It’s my Bike“ heißt das Produkt, das sich bei allen Zweirad-Fachhändlern der ZEG nachrüsten lässt. Das geht innerhalb von Minuten, allerdings ist der Begriff Diebstahlschutz meines Erachtens etwas irreführend. Denn „It’s my Bike“ hilft erst dann, wenn der Diebstahl bereits passiert ist. Über die dazugehörige App kann man sich nämlich jederzeit den Standort des E-Bikes ansehen und im Fall der Fälle auch der Polizei melden, die dann ebenfalls Zugriff auf den Standort des E-Bikes erhält.

Interessant hierbei: „It’s my Bike“ verbindet sich nicht via Mobilfunknetz, sondern nutzt das Vodafone Maschinennetz (Narrowband IoT), das auf 95 Prozent der Fläche Deutschlands zur Verfügung steht. Der Tracker wird unter der Motorabdeckung angebracht und ist nicht sichtbar (warum eigentlich nicht, das wäre dann eventuell tatsächlich ein Diebstahlschutz), arbeitet zudem geräuschlos. Beim Kauf des Trackers für 249 Euro ist auch die 5-jährige Nutzung enthalten. Hier muss man natürlich abwägen, ob das sinnvoll ist. Denn der Diebstahl wird durch das Gadget ja nicht verhindert, nur das Auffinden des gestohlenen Bikes wird vereinfacht.

Schaut man sich hingegen Fahrradversicherungen an, die auch den Diebstahl abdecken, werden für ein 2.500 Euro teures E-Bike rund 6 Euro im Monat fällig, man hat aber auch zusätzliche Leistungen zum Ersatz bei Diebstahl. Das kann unter Umständen nützlicher sein, aber da sollte man sich auch genauestens informieren, was eigentlich konkret abgedeckt wird. Bringt ja auch nichts, wenn man nur ein paar Euro Restwert bekommt, wenn das E-Bike weg ist.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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20 Kommentare

  1. Wenn man das Gerät von außen erkennen könnte, könnte ein Dieb es einfach abrupfen.

    Ich finde sowas aber auch nicht sinnvoll, gut organisierte Diebe, wenn es also um den Wert des Rades geht, finden einen solches Gerät, der Preis ist unverhältnismäßig.

    Wer ohnehin eine Hausratversicherung hat, kommt oft deutlich unter 6 Euro im Monat weg.

    • Bingo. Die Aufklärungsrate von Fahrraddiebstählen ist eher gering und viele Diebe haben ein gewisses Know How. Das Geld stecke ich lieber in eine gute Versicherung.

    • Sehe ich auch so. Die Lösung ist ganz nett, aber dann doch erheblich zu teuer im Vergleich zu den noch besseren Alternativen in Form einer entsprechenden Versicherung.

    • Vorsicht mit der Hausratversicherung! Da kann zwar das Fahrrad mit drin sein, aber nur wenn es aus dem Hausrat heraus geklaut wird. Außerhalb greift die Hausrat nicht, wenn nicht anderes explizit im Vertrag steht. Auch Vandalismus und Teile-Diebstahl ist von der Hausrat nicht gedeckt, falls nicht explizit als Zusatzleistung im Vertrag. Wenn man die Hausrat zur vollwertigen Fahrradversicherung aufrüstet, kostet das deutlich mehr als eine reine Fahrradversicherung mit mehr Leistungen zuzüglich einer „normalen“ Hausrat.

      • Aufpassen muss man da auch bei der Formulierung was ein „gesicherter Raum“ ist. Bei uns steht das Fahrrad zum Beispiel in einem Außenkeller der nicht wirklich großartig gesichert ist. In so einem Fall würde die Hausratversicherung nicht zahlen.

        Ist bei mir aber zu verschmerzen, das Ding klaut sicher keiner :).

  2. GPS-Tracker der Art gibt es bereits länger am Markt, die werden genauso im Bereich des Motors verbaut, haben einen eigenen Akku und nutzen GSM/GPRS.
    Kosten 199,- + 3,95/Monat für die Mobilfunkkarte ( eSIM )

    Mein Radversicherung kostet mich 9,-/Monat, sicher aber nicht nur Diebstahl ab, sondern auch Beschädigungen usw. – Vollkasko eben.

    • klaut eigentlich irgendein Vollpfosten ein mit Schloss versehens Ebike, mit abgeschlossenen Akku und fehlender Steuerungseinheit….
      Um das zu verkaufen müsste er ja den Akku aufbohren, das Schloss knacken (alles möglich – ich weiss) und dann ein Bike ohne Ladegerät verchecken…

      ist doch nicht real…

      • Blacky Forest says:

        Ich erinnere mich an eine Gewerbeschule, da wurden über’s Wochenende die 7 Jahre alten Prozessoren aus 40 PCs ausgebaut und geklaut. Da hat man sich auch gefragt warum. Die waren aber vermutlich keine Stunde dran, verticken das dann für 1 Euro pro Stück und haben für ihre Verhältnisse einen gigantischen Stundenlohn. Das Risiko war gering und mit ein paar wenigen zusätzlichen Raubzügen, haben die ihr Monatsgehalt zusammen (und nicht mal viel zu tragen)…
        Man darf da nicht von unserer Wohlstandsgesellschaft ausgehen.

      • Solche Vollpfosten klauen sogar ein eBike ohne Akku und ohne Radcomputer aus einem verschlossenem Keller – so nämlich bei mir passiert kürzlich.

      • Es sind Leute schon in Banken eingebrochen und haben dann den Kontoauszugsdrucker mit genommen. Von daher überrascht mich so schnell da nichts :).

      • Die Radcomputer sind wohl nicht codiert, die bekommt man problemlos.

      • Das entwendete Rad wird selten als ganzes verkauft, sondern viel mehr schnell in Einzelteile zerlegt die dann unter das Volk gebracht werden.

  3. „Der Tracker wird unter der Motorabdeckung angebracht und ist nicht sichtbar (warum eigentlich nicht, das wäre dann eventuell tatsächlich ein Diebstahlschutz), arbeitet zudem geräuschlos.“

    Warum wäre der Tracker unter der Motorabdeckung tatsächlich ein Diebstahlschutz? Kannst du das mal genauer erläutern. Weiter oben hast du das Gegenteil behauptet.

    • Das einzige, was einen Fahrrad-Diebstahl verhindert, ist ein oder besser massige Schlösser und sonst nichts.
      „Diebstahlschutz“ – das ist dämliches Marketinggesülze.

      Evtl. hilft der Tracker nach einem Diebstahl das geklaute Rad wieder zu finden, setzt aber voraus, das der Dieb das Rad nicht in einem Betonkeller deponiert, bis der Akku des Trackers leer ist ohne bereits so schlau ist, den Motorkasten zu öffnen und das Teil einfach rauszureissen.

      • Auch Schlösser sind KEIN direkter/echter Diebstahlschutz. Schutz gibt es einfach nicht, nirgends für gar NIX.
        Ein Schloss soll nur die Zeitdauer die aufgewendet werden muss um das Fahrrad oder sonst was zu klauen, einzubrechen usw erhöhen. Je länger es dauert desto weniger Diebe werden die nötige Zeit inwestieren da dies ein erhöhtes Risiko für diese ist entdeckt zu werden.
        Wenn man dies alles weiß dann kann man ehe von Diebstahlerschwerung oder von veringertem Diebstahl Risiko sprechen.

    • „Der Tracker wird unter der Motorabdeckung angebracht und ist nicht sichtbar (warum eigentlich nicht, das wäre dann eventuell tatsächlich ein Diebstahlschutz)“

      Genauer lesen, dann kappierst es vielleicht. Er sagt es ja nicht sonder das gegenteil.

  4. Mal als Alternative in den Raum geworfen: Zane zTrack tube. Macht so ziemlich das gleiche, kostet 75 Euro und keinerlei Kosten für’s Funknetz, weil es im The Things Network per LoRaWan funktioniert. Ist dafür momentan allerdings nur da sinnvoll, wo das TTN gut verfügbar ist, Berlin und Hamburg z.B.
    Wenn einem das nicht reicht kann man ja jederzeit selbst am Ausbau des TTN mitmachen, einfach ein Gateway zu Hause betreiben :-).

  5. Warum sollte ein Tracker Geräusche von sich geben????

    „Der Tracker wird unter der Motorabdeckung angebracht […], arbeitet zudem geräuschlos. „

  6. „Schutz“ ist hier auch das falsche Wort. Falls das Rad tatsächlich gestohlen wurde und per Tracker aufgespürt werden kann, ist es immer noch Sache der Polizei den Diebstahl aufzuklären. Die macht aber nix, da das Tracken in das Täter-, äh Datenschutzgesetz fällt und man dadurch in die die Grundrechte des Diebes als natürliche Person eingreift. Paradox und ärgerlich, ist aber leider so. Bleibt nur „auf eigene Faust“ oder die Hilfe von Unternehmen, die das für einen erledigen.
    Schutz bietet auch ein massives Schloss nicht, allenfalls hemmend. Ich benutze an Pedelecs und meinen e-Umbauten ein schweres LiteLok. Ähnlich „sicher“ wie ein dickes Bügel-/Faltschloss, jedoch m.E. der Umgang um ein Vielfaches leichter.

    • Ist nicht dein Ernst? „der Umgang um ein Vielfaches leichter“???
      Das klobige unhandliche Ding? Da ist jedes Ketten oder Faltschloß leichter zu händeln.
      Ok gegenüber eines Bügelschlosses ist ja alles Handlicher und leicht zu verstauen, aber knapp dahinter was Verstauen angeht ist das LiteLok. Echt? Um die Hüften tragen, WTF? NÖ, das würden die wenigsten. Total unbequem und extra Gewicht, sehr unpraktisch. Wie schon geschrieben ordentliche Falt oder Kettenschlösser. Bequemer und Handlicher als jedes LiteLok auch wenn bissle Fummelarbeit.

      Von deren Webseite: „Für absolute Sicherheit können Sie den jährlichen Litelok Diebstahlschutz erwerben…“
      Also weiß man das die Schlösser nicht sicher sind sondern nur Sicherheit vorgaukeln (ok wie alle Schlösser leider auch) aber sagen es nur durch die Blume.
      Vorteile gibts aber auch wenn man deren Versicherung mit abschließt, aber dafür sind die Schlösser um den Faktor 2-3 teuerer als z.B. Abus das auch nicht ohne ist. Dazu noch Fahrradversicherung oder Hausratsversicherung und vermutlich würde man damit besser fahren. Naja muss jeder für sich das optimum heraus finden.
      Fraglich ist auch wie man nachweisen muß bzw wie viele erfolgreich ihre Kosten erstattet bekommen haben bei Diebstahl nur weil man ein LiteLok und die Versicherung nutzt. Ideal ein Vergelich der Versicherungen und schwierigkeiten beim Nachweisen, das ist nämlich so ne Sache…

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