Vodafone: Informationen zu Betrugsfällen durch Partneragenturen

Im Juli wurde bekannt, dass Vodafone Anzeige gegen mehrere Vertriebspartner erstattet habe. Begründung: Jene sollen wohl Kunden Verträge untergeschoben haben. Zudem seien Informationen vorhanden, dass auch gegen geltende Datenschutzbestimmungen verstoßen worden ist. Den Bundesbeauftragten für Datenschutz als auch die betroffenen Kunden habe man damals bereits darüber informiert.

Es gehe bei den Vorwürfen auch um Missbrauch von Provisionen und gewährten Rabatte, noch seien nicht alle gemeldeten Fälle vollständig untersucht. Nun äußert sich das Unternehmen selbst noch einmal zu den Untersuchungen. Man habe reagiert und seine Sicherheitsmaßnahmen erhöht. Laut Bericht des Spiegel war es wohl einige Zeit möglich, in einem Vodafone-System für Partner ohne Zugriffsschutz auf Daten zuzugreifen.

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Bislang habe man 15 Strafanzeigen  gestellt, sich von 10 Partnern getrennt und 53 Ladenlokale geschlossen. Mit den identifizierten, betroffenen Kunden hat der Konzern etwaige Unstimmigkeiten im direkten Dialog geklärt. In den bisher zur Aufklärung gebrachten Fällen konnte Vodafone unter anderem betrügerische Handlungen gegen das Unternehmen genau wie gegen seine Kunden nachweisen.

In diesen wurden Vertragsabschlüsse teils mit hoher krimineller Energie ohne Zustimmung der Kunden vorgenommen. Oder es erfolgte Missbrauch bei Provisionen, Rabattierungen und Incentives zulasten des Unternehmens.

Der Hinweisgeber solle Vodafone auch erpresst haben und drohte damit sensible Kundendaten und Geschäftsgeheimnisse zu veröffentlichen, sofern diese Summe nicht gezahlt werden würde. Vodafone zeigte ihn daraufhin an.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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11 Kommentare

  1. Für mich liest es sich, als würde Vodafone die eigene Medizin verabreicht bekommen. Normalerweise bekommt ja nur der Kunde die „Drückerkolonnen“ zu spüren. Na vielleicht ändern die ja tatsächlich ein paar Geschäftsabläufe.

  2. „als auch die betroffenen Kunden habe man damals bereits darüber informiert“ — das kann ich nicht bestätigen. Bei mir haben mehrmals die fragwürdigen Vertriebsagenturen auf der Festnetznummer des Vodafoneanschlusses angerufen.

    Habe sie immer bestimmt abgewiesen, aber aufgegeben den Mist bei Vodafone zu melden. Das ist ja keine Geschichte die erst seit Juli läuft, das war schon viele Jahre ein Problem. Ich hoffe, dass Vodafone da nicht (allein) in der Opferrolle rauskommt. Das Problem wurde nämlich viel zu lange nicht angegangen.

    • „ „als auch die betroffenen Kunden habe man damals bereits darüber informiert“ — das kann ich nicht bestätigen. Bei mir haben mehrmals die fragwürdigen Vertriebsagenturen auf der Festnetznummer des Vodafoneanschlusses angerufen.“

      Naja ich würde mal vermuten dass „angerufen werden“ dich jetzt nicht zum „betroffenen Kunden“ macht.
      Da geht es wohl um Leute denen ohne Auftrag ein Vertrag untergeschoben wurde.

  3. Der Fisch stinkt vom Kopfe her!
    Oftmals stecken bei solchen Aktionen auch die Vertriebsbeauftragten (die regionalen Partner-Manager) mit drin. Ich war vier Jahre lang selber Partneragent, da hab ich Sachen erlebt die kannste keinem erzähle . Da sind braune Umschläge mit buntem Papier noch das harmloseste.

    • Vodafone ist hier definitiv nicht das Opfer – es ist ja nicht das erste Mal und absolut kein Zufall dass immer und immer wieder die krassesten Fälle dieser Art bei Vodafone passieren und nicht bei den anderen Netzbetreibern.

      Habe nicht viel Hoffnung das sich was ändert, wäre aber schön.

    • Richtig. Ich hab auch 8 Jahre lang für den Verein gearbeitet, die VBs (Das sind quasi die zuständigen Außendienstler von Vodafone, welche die Partneragenturen betreuen) kommen ja auf die Ideen, was man denn so alles gegen die Regeln machen kann, um mehr Umsatz zu generieren. Und dann werden täglich Listen rumgeschickt, wer denn wie oft einen dieser Tricks ausgenutzt hat und man bekommt eine Art Ranking. Somit werden die Läden systematisch dazu gedrängt, diese verbotenen Tools und Mittel zu nutzen um die Ziele zu erreichen. Das jetzt auf die Partneragenturen umzuwälzen, ist natürlich wieder typisch Vodafone und zeigt, wie es im Konzern wirklich läuft und was alles dafür getan wird, möglichst viele Verträge zu drücken. Am Ende stellt man sich hin, hebt die Hände in die Luft und tut so, als wüsste man nicht, welche Spiele gespielt werden.

      • Lohnt sich ja anscheinend, wenn es schon lange praktiziert wird.
        Software wurde anscheinend auch nicht viel Arbeit rein gesteckt.

  4. Meiner Demenz kranken Schwiegermutter haben eben solche netten Menschen gleich zweimal einen Rundum-Sorglos-Vertrag mit allem Schnickschnack untergeschoben. Kaum war der erste widerrechtlich zustandegekommen Vertrag widerrufen war auch auch Vertrag #2 in der Post. Natürlich mit allem was man so Hardwaretechnisch benötigt. War schon ein Riesenspaß das alles wieder Rückgängig zu machen. Darauf hin habe ich meinen eigenen Vertrag direkt gekündigt. Niemals wieder VF.

  5. Für mich als jemanden, der jahrelang für die verschiedensten großen Mobilfunk- und Festnetzanbieter sowie Vergleichsportale bei externen Dienstleistern gearbeitet hat, ist es schon irgendwie witzig zu lesen, wie Vodafone sich in den offiziellen Stellungnahmen als Opfer/unwissend darstellt bzw. sich nun als Gerechtigkeitsfanatiker hinter seine Kunden stellt, welche sonst doch so egal sind.

    Eben nicht nur bei Vodafone, sondern überall (mal mehr, mal weniger) werden den externen Partnern bzw. Dienstleistern seitens des Vertriebs des jeweiligen Unternehmens der Art hohe Ziele gesetzt, dass ein Überleben nur durch Betrug und das Ausnutzen von Schlupflöchern möglich scheint. Dieser Vertriebsdruck mit seinen teils wirklich unglaublich hohen Zielen sowie Kürzungen von Zahlungen an den jeweiligen Partner/externen Dienstleister wird die komplette Kette der Verantwortlichen über Projektleiter, Teamleiter bis runter zum kleinen Mitarbeiter, mit welchem der Kunde telefoniert, durchgereicht. Um seinen Job zu behalten, sieht dieser dann oft keine andere Möglichkeit, außer die geforderten Ziele irgendwie zu erfüllen – selbst, wenn dies bedeutet, für einen bereits verstorbenen Kunden noch einen Vertrag im System einzubuchen.

    Eine moralische Verwerflichkeit wird einem in diesem Business in der Regel sehr schnell abtrainiert und die Unwissenheit des Kunden maximal ausgenutzt. Sicher kann man allen Verantwortlichen in dieser Kette jetzt eine Mitwisser- bzw. Täterschaft vorwerfen, letztlich wollte aber jeder nur sein eigenes Überleben sichern. Meine Vorwürfe richten sich daher direkt an die großen Marken/Unternehmen und ihre Art des Vertriebs und den Umgang mit ihren Partnern, Dienstleistern und letztendlich den Kunden. Außerdem zeigt dieses Beispiel mal wieder sehr gut auf, was das Ergebnis ist, wenn Deutschland ein Thema viele Jahre links liegen lässt und es nur wenige Regularien oder Kontrollen gibt. Naja, ist wohl Neuland…

    • Das läuft beispielsweise auch bei Autohäusern so. Die müssen teilweise eine bestimmte Menge Ersatzteile vom Hersteller abnehmen, damit es bessere Konditionen gibt. Irgendwann ist das Lager voll und der eine oder andere Kunde bekommt ein Teil ausgetauscht, das gar nicht defekt ist. Das können auch nur die wenigsten Kunden technisch nachvollziehen.

  6. Da kann ich auch ein Lied von singen. Seit langem VF-Kunde und auf technischer Seite auch wirklich zufrieden, aber die Abwicklung bis die Rechnungen passen ist immer wieder zum husten.
    Gerade erst vor ein paar Monaten den Handyvertrag gekündigt und das 2. Rückholangebot angenommen (Red M statt für 49,99€ für 19,99€ dauerhaft + unbegrenztes Datenvolumen über Kombirabatt). Das Problem: auf der Rechnung standen 39,99€ (nur der Kombirabatt). Der Kundenservice konnte natürlich nicht weiterhelfen und das wird auch alles gar nicht so angeboten ich muss mich täuschen.
    Geholfen hat dann nur die DSGVO-Auskunft, mit der ich den Mitschnitt des Vertragsabschlusses bekommen habe. Als der kommentarlos an den Kundenservice ging haben die große Augen gemacht und mir mitgeteilt, dass sie das so tatsächlich nicht buchen können, da das über dem maximalen Rabatt für den Vertrag liegt. Wir haben uns dann drauf geeinigt, dass ich 24,99 zahle (billiger gehts wohl angeblich nicht) und die Differenz (120€) als Einmalgutschrift.
    Aber Hauptsache der Rückholmensch hat seine Provision kassiert.
    Ich hab draus gelernt und werde solche Gespräche demnächst immer selbst auch aufzeichnen (mit Erlaubnis natürlich). Wenn du das nicht tust, bist du als Kunde immer der Arsch.

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