Vodafone geht mit dem 5G-Ausbau in die zweite Phase

Vodafone war schnell zur Stelle, um im Juli 2019 sein 5G-Netz anzukündigen. Erst wollte man für die schnelleren Verbindungen Zuschläge nehmen, schaffte jene aber dann doch schnell wieder ab. Nun gibt der Mobilfunkanbieter bekannt, dass man die erste Stufe seines 5G-Ausbaus abgeschlossen habe. Man startet also nun in die zweite Phase.

Aktuell funken bei Vodafone rund 140 5G-Antennen an 60 Stationen in 40 Städten und Gemeinden. Das klingt erst einmal also noch überschaubar. 5G soll aber nun vom Pionier- in den Regelbetrieb übergehen. Bis zum Ende des aktuellen Geschäftsjahres des Unternehmens wolle man die Anzahl der 5G-Stationen in Deutschland verdoppeln. 60 weitere Stationen und 150 5G-Antennen wolle man also aufbauen. Der Fokus liege vor allem auf Berlin, Frankfurt und Düsseldorf wo man größere, zusammenhängende Flächen abdecken wolle.

Allein in Berlin wolle Vodafone etwa bis zum Ende des Geschäftsjahres rund 20 5G-Stationen etablieren – etwa am Flughafen und am bei Touristen beliebten Pergamon Museum. In Düsseldorf habe man es auf 15 5G-Stationen angelegt. Was Frankfurt betrifft, so denke man dort an 10 5G-Stationen, beispielsweise im Gallusviertel und im Palmengarten im Stadtteil Westend. Im Regelfall wolle Vodafone dabei pro Station drei 5G-Antennen aktivieren.

Weitere Städte wie Bremen, Leipzig und Dresden habe man nicht vergessen. Außerdem wolle man in kleineren Gemeinden und sogenannten 5G-Modellregionen Stationen etablieren. Gemeint sind damit Hamburg, Wolfsburg, Aachen, Kaiserslautern, im bayrischen Amberg-Weiden und die Lausitz. An den genannten Orten entwickelt man 5G branchenübergreifend weiter. Bereits die Erfahrungen aus der ersten Ausbauphase sollen nun aber im zweiten Schritt genutzt werden

Vodafone kooperiert auch mit anderen Unternehmen für 5G – etwa mit Airbus. Zudem hat man mit der e.GO Mobile AG in Aachen die erste Industriehalle mit 5G-Technik ausgestattet. Mit der DFL hat Vodafone wiederum in Wolfsburg das erste 5G-Bundesliga-Stadion im Profi-Fußball ans Netz gebracht.

Bis wir alle von 5G etwas haben, dürften trotz der Euphorie von Vodafone aber wohl noch Jahre ins Land gehen, legt man die Erfahrungen mit dem 4G-Ausbau zugrunde. Aktuell gibt es aber ohnehin nur eine eingeschränkte Anzahl mobiler Endgeräte, die überhaupt fit für 5G sind – beispielsweise hat Xiaomi da aber für 2020 große Pläne.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. VodafoneInsider says:

    Jetzt fehlen nur noch die restlichen 50.000 Stationen für eine vernünftige Abdeckung.

  2. Vodafone will sich wohl auch die 1und1 Kunden in ihrem Netz nicht entgehen lassen. Man munkelt, dass Bestandskunden Ende des Jahres auch LTE zur Verfügung gestellt bekommen.

  3. WOW welch ein Bullshit von Vodafone je 60 Standorte als Ausbauphase 1 und auch 2 zu bezeichnen. O² hat über 25.000 Standorte in D und die sind wohl noch die Wenigsten in der Anzahl bei den 3 Anbietern. Nehmen wir also 25k/60 bedeutet dies das Vodafone über 416 Ausbauphasen braucht um 25k Stationen umzurüsten/aufzubauen. Da je eine Phase pro 1 Geschäftsjahr wissen wir also was man bei Vodafone bezüglich 5G erwarten darf 😉 ich krieg mich nicht mehr ein vor lachen…

    Dazu noch der Bullshit mit „im bayrischen Amberg-Weiden“ das sind 2 unterschiedliche Städte und kein Landkreis wie Amberg-Sulzbach. Die Strecke (Luftlinie) zwischen Amberg und Weiden beträgt ca. 35km (https://geoportal.bayern.de/bayernatlas/?lang=de&topic=ba&bgLayer=atkis&catalogNodes=11,122&zoom=6&layers=luftbild&layers_visibility=false&E=729272.44&N=5496048.61).

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