VLC kommt im Mai als Universal-App für Windows

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Thomas Nigro, einer der Hauptverantwortlichen für den VLC-Player für Windows, hat bestätigt, dass VLC bald als Universal-App erscheint. Die geschlossene Version für die Desktop-Version von Windows 10 soll bereits Anfang Mai starten. Erscheinen soll die App dann vermutlich bereits Ende Mai. Etwas komplizierter wird es rund um Windows 1 Mobile. Hier soll die App wohl erst ab Redstone kompatibel sein, während man Threshold 2 (TH2) auslässt. Als Begründung nennt Nigro technische Beschränkungen bei den Audio-APIs und Treiber-Querelen. Nächste Woche soll allerdings bereits die offene Beta starten.

Die Arbeit an einem Port der Universal-Windows-App für die Xbox One arbeite man laut Nigro schon seit Februar 2016. Die offizielle Veröffentlichung des VLC-Players für die Xbox One soll im Sommer erfolgen, sobald Microsoft Entwicklern erlaubt UWP-Apps für die Xbox One anzubieten. Auch an einer IoT-Version tüftelt man, um etwa den Raspberry 3 zu versorgen. Hier ist das Erscheinungsdatum jedoch noch völlig offen. Das gilt auch für die HoloLens, da man noch keine Gelegenheit habe, um mit dem Wearable herumzuspielen.

vlc uwp app

Für Windows 8.1, Windows Phone 8.1 und Windows RT wird man übrigens im Mai ein letztes Update veröffentlichen – danach endet der Support. Der obige Screenshot zeigt die neue VLC-UWP-App bereits. Nigro räumt allerdings ein, dass die ersten Versionen der App wohl nicht viel mehr Features bieten werden als die aktuelle VLC-App im Windows Store. Es soll dann aber wöchentlich Updates geben. Wegfallen wird zudem der Bereich für kommende Gigs von Künstlern. Hier schiebt man LastFM und Veränderungen an deren APIs die Schuld in die Schuhe.

vlc uwp app 2

An der Oberfläche hat sich, wie die Screenshots schon andeuten, viel getan. Es gibt etwa Dark-und Light-Themes sowie die Möglichkeit die Farbgebung an die globalen Windows-Einstellungen anzupassen. In die App lassen sich per Drag-and-Drop Dateien einfügen und auch Unterstützung für Continuum ist angedacht. Recht interessant klingen auch die seitens VLC als „Hybrid-Szenarien“ bezeichneten Anwendungsmöglichkeiten. Etwa könnt ihr den VLC-Player an der Xbox oder am PC laufen lassen, aber die Wiedergabe übers Smartphone fernsteuern.

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Nicht nur für die Musik-, auch für die Videowiedergabe hat man die VLC-Optionen generalüberholt. Es soll einfacher sein auf wichtige Features zuzugreifen, etwa Untertitel oder den Picture-in-Picture-Modus. So könnt ihr beispielsweise während der Videowiedergabe bequem in eurer Sammlung schonmal den nächsten Titel raussuchen. Auch Chromecast wird unterstützt. Laut Nigro versuche man zudem Microsoft zu überzeugen die auf DVDs-bezogenen APIs auf eine Whitelist zu setzen. Es soll dann auch der automatische Download von Untertiteln möglich sein.

Einen Überblick über die geballten Pläne für den VLC-Player erhaltet ihr hier. Es scheint, als käme da einiges auf uns zu.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Sehr genial geil, auch VLC für die Xbox One ist grandios!

  2. Schliesse mich UDO an. Seit Jahren ist das VLC für mich Standart. Hat mich noch nie im Stich gelassen. Updates folgen auch immer – somit immer up to date!

  3. Eine gute Idee, jedoch auf der Desktop-Plattform für mich weiterhin uninteressant, da man die App nicht mit Shortcuts belegen kann.

  4. Da hat jemand verstanden was UWP für Möglichkeiten bietet. Desktop, Smartphone & Konsole. TOP!

  5. Die Idee der universal app ist irgendwie an mir vorbei gegangen. Kann mir mal jemand erklären, was das soll? Eine app über den Windows store beziehen zu müssen finde ich nicht so doll.

  6. Mit der Universal Windows Plattform (uwp) kann der Entwickler mit wenig Mehraufwand Anwendungen für Windows 10, Windows 10 mobile und die Xbox one entwickeln. Im Idealfall wird nur die Oberfläche der unterschiedlichen Displaygröße angepasst.

    Auch das Beziehen von Apps aus dem Store hat Vorteile. Zum einen hast du eine sichere Quelle, die garantiert keine Viren oder komische Toolbars mitbringt. Zum anderen erhält man automatische Updates. Einziges Manko ist, dass Microsoft den Store an vielen Stellen noch optimieren kann und muss.

  7. @ xani Danke!

    Eine uwp bringt mir also nichts, weil ich weder ein. Windows Phone habe und solange es denn xbox gold Unsinn gibt sicher keine xbox anschaffe. Für Entwickler klingt uwp aber gut.

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