Vivo iQOO: Gaming-Smartphone mit bis zu 12 GByte RAM vorgestellt

Bereits Mitte Februar hatte Caschy darüber gebloggt, dass Vivo unter der Bezeichnung iQOO eine Untermarke für Smartphones plant. Zu jenem Zeitpunkt war aber noch offen, was für eine Zielgruppe Vivo mit der neuen Marke anvisieren könnte. Nun ist klar, dass sich die iQOO-Geräte an Gamer richten. Der Name ist dann auch eine etwas seltsame Abkürzung für „I Quest On and On“. Mittlerweile wurde das erste iQOO offiziell vorgestellt.

Vivo hatte ja 2018 bereits mit dem Nex Mut zu Innovationen bewiesen: Es handelte sich um eines der allerersten Smartphones überhaupt mit einem Fingerabdruckscanner direkt im Display – hier mein Testbericht. Das neue iQOO setzt auf den Qualcomm Snapdragon 855 als SoC. Dem High-End-Prozessor stellt man wahlweise 6 GByte RAM und 128 GByte Speicherplatz zur Seite oder aber 12 GByte RAM plus 256 GByte Speicherplatz. Als Preise sind für China umgerechnet etwa 395 bzw. 562 Euro ausgerufen.

Als weitere Daten nennt man einen AMOLED-Bildschirm mit 6,41 Zoll Diagonale und 2.340 x 1.080 Bildpunkten. Man will an der Vorderseite einen Screen-to-Body-Ratio von 91,7 % erreichen. Wie beim Nex, so ruht der Fingerabdruckscanner auch beim iQOO direkt im Bildschirm. An der Rückseite wartet eine Triple-Kamera mit 12 + 13 (Ultrawide) + 2 (Tiefensensor) Megapixeln. An der Vorderseite ist eine Kamera mit 12 Megapixeln zur Stelle. Auch NFC ist im Übrigen für mobile Bezahlungen an Bord. Ob das Smartphone auch LTE Band 20 bietet, ist offen. Engadget behauptet dies vage, darauf sollte man sich aber nicht verlassen.

Freilich kann das iQOO auch mit den üblichen Schnittstellen wie Bluetooth 5.0, Wi-Fi 802.11 ac, GPS, USB Typ-C und Dual-SIM aufwarten. Für den Akku sind 4.000 mAh genannt. Er soll sich innerhalb von nur 15 Minuten bereits auf 50 % aufladen lassen. In 30 Minuten soll man von 0 auf 85 % kommen. 45 Minuten soll es dann dauern, bis das Gaming-Smartphone komplett aufgeladen ist.

Das iQOO soll sich von der Konkurrenz auch durch einen Design-Akzent absetzen: In der Mitte der Rückseite verläuft ein kleiner LED-Streifen, der auch als Benachrichtigungslicht fungieren kann. Er soll im Design von Sportwagen inspiriert worden sein. Außerdem soll die LED beim Zocken eben etwas Bling-Bling machen. Erinnert mich sehr an den aktuellen RGB-Trend bei Gaming-Peripherie, dem ich persönlich gar nichts abgewinnen kann – aber das ist natürlich Geschmackssache.

Für Spieler integriert man auch druckempfindliche Schultertasten („Monster Touch“) in den Rahmen. Damit die Temperaturen auch beim Zocken nicht zu sehr klettern, setzt der Hersteller außerdem eine Vapor-Chamber-Kühllösung ein, wie man sie auch von Grafikkarten kennt. Laut Vivo halte man das iQOO auf diese Weise um bis zu 14 % kühler als etwa das Vivo Nex.

Vivo will das iQOO offenbar nach dem Launch in China auch noch in weiteren Regionen auf den Markt bringen. Konkurrieren wird das iQOO dann direkt mit beispielsweise den Razer Phones, dem Xiaomi Black Shark oder auch dem Red Magic Mars. Seht ihr da eine Zukunftsperspektive?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Christian EM says:

    Welches normale HighEnd-Smartphone bzw welches aus dem Vorjahr reicht zum spielen nicht aus und/oder überhitzt? Ich finde diese extra „Gaming-Smartphones“ sowas von überflüssig

  2. Also eine „Screen-to-Body-Ratio von 9,17 %“ empfinde ich, gerade für Spieler, als etwas suboptimal 😛

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