Vivaldi Browser: Version 2.2 bringt interessante Neuerungen

Der noch recht junge Browser Vivaldi erhält heute sein letztes Update. Für dieses Jahr zumindest. Denn man sieht sich bei Vivaldi gut aufgestellt für die Browser-Zukunft. Nachdem nun auch Edge auf Chromium wechselt, wird es für Browser immer schwieriger, sich von anderen zu differenzieren. Vivaldi möchte das durch seine hohe Anpassbarkeit bewerkstelligen.

Vier Neuerungen erhalten mit Vivaldi in Version 2.2 Einzug. Angefangen bei den Tabs. Diese lassen sich jetzt noch besser verwalten. Man kann Gruppen von Tabs nämlich als Session speichern. So kann man mehrere Tabs zu einem späteren Zeitpunkt wieder öffnen, praktischerweise lassen sich die Sessions auch benennen.

Auch lassen sich die ersten neun Tabs im Fenstermodus schnell per Tastenkürzel anspringen. Alt + W ruft den Modus auf, mit. den Ziffern 1 – 9 kann man dann den entsprechenden Tab direkt aufsuchen.

Die Navigation wird ebenfalls optimiert. Über. sogenannte Quick Commands kann man seitenspezifische Dinge erledigen, auf dem Screenshot oben am Beispiel von Wikipedia zu sehen. Diese Shortcuts kann man auch selbst definieren.

Die Adresszeile kann neue Tricks. Hält man den Vor- oder Zurück-Button gedrückt, bekommt man eine Liste mit besuchten Seiten angezeigt. Wählt man einen Adresse aus, kann man diese per Mittelklick einfach in einem Hintergrund-Tab öffnen, ohne die aktuelle Seite verlassen zu müssen.

Und als gebe es noch nicht genügend Möglichkeiten, um eine Suche zu starten, findet man nun auch auf der Startseite eine Möglichkeit dafür vor. Außerdem können sich Nutzer geschlossene Tabs über die Quick Commands anzeigen lassen.

Im Bereich Video unterstützt Vivaldi nun Pop-out-Videos. Man kann also. Videos von der Webseite trennen und in einem eigenen Fenster im Vordergrund halten, auch wenn man andere Seiten besucht. Um Videos von einer Seite zu trennen, kann man per Rechtsklick das Kontextmenü aufrufen und dort Picture-in-Picture wählen. Funktioniert leider noch nicht für Seiten wie YouTube, dort kann man das aber einfach durch einen Doppel-Rechtsklick auslösen.

Für Linux-Nutzer gibt es auch eine erfreuliche Nachricht, hier werden nun Netflix, Prime Video und Co. besser unterstützt. Bessere Unterstützung bedeutet in diesem Fall, das Widevine automatisch vom Browser geladen wird.

Zu guter Letzt lässt sich die Toolbar des Browsers anpassen. Heißt, man kann Buttons und Eingabefelder entfernen oder hinzufügen, wie man gerade lustig ist (oder wie es am besten zum eigenen Zugang mit dem Browser passt). Kann man auch wieder retten, falls man sich mal verrannt hat. Das ist auch nur ein erster Schritt, künftig möchte Vivaldi den Nutzer einzelne Buttons von allen Toolbar anpassen oder entfernen lassen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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28 Kommentare

  1. Vivaldi ist jetzt für mich der Hauptbrowser, weil hier all das vorhanden ist, was bei Firefox und Opera gestrichen wurde.

    Vor allem „Tabreiter unten“. Was beim aktuellen FF elendes und unschönes Gefrickel benötigt (und bei Opera, Google Chrome, Brave etc. gar nicht geht), ist hier ein Klick. Genauso die Möglichkeit für eine Statusleiste. Plus die Erweiterungen aus dem Chrome Web Store.

    Mag ja vielen egal sein, aber ich bin froh, dass es diese Alternative gibt. Auch wenn das Bugfixing meist mangels Ressourcen länger dauert, manche Speicherlecks nerven.

  2. Ich habe Vivaldi ausführlich getestet. Er ist von den Funktionen und von der Geschwindigkeit her auf alle Fälle führend. Ich mag ihn nur nicht benutzen, da ich in allen Browsern die Lesezeichenleiste sehr viel benutze und es in Vivaldi nicht möglich ist, alle Lesezeichen eines Lesezeichenordners auf einmal zu öffnen bzw. die Lesezeichen direkt in der Lesezeichenleiste zu bearbeiten (Rechte Maustaste hat in der Leiste keine Funktion, kein Kontextmenü).

    • Also ich habe auf dem (funktionierenden!) Rechtsklick auf einem Ordner in der Lesezeichenleiste die Optionen:

      Open
      Open in New Tab
      Open in Background Tab

      Open in New Window
      Open in Background Window
      Open in Private Window

      Benutze zwar die Snapshots-Builds, aber die sollten sich gerade zu diesem Zeitpunkt mit dem Release nicht unterscheiden.

    • Funktioniert bei mir beides wunderbar.

  3. Ich mag Vivaldi sehr und das Programm ist nun schon seit einiger Zeit mein Haupt-Browser. Besonders cool finde ich die Verknüpfung mit Philips Hue. Eigentlich ein völlig nutzloses Feature, aber dank dem Hue-Band (leuchtet in der jeweiligen Tab-Farbe) an meinem Computertisch echt witzig.
    Wenn nur endlich die mobile Variante des Browsers kommen würde.

  4. Ich bin ebenfalls Vivaldi-„Fan“. Dennoch bin ich wieder beim Chrome gelandet. Es gibt schlicht Anwendungen, die nur noch im Chrome funktionieren, so bitter das ist. Wer es nicht glaubt: Evernote-Webclipper, cad.onshape.com. Aber ich werde den nach wie vor installierten Vivaldi mal wieder anschmeißen. Ist wirklich ein feines Teil. Viele überzeigende Kleinigkeiten.

    • Wenn man den Entwicklern dieser Anwendungen „blind zustimmt“ in ihrer Entscheidung, d.h. sie nicht einmal darauf aufmerksam macht, dann wird sich daran aber auch nichts ändern.

      • Und woher weißt du, dass ich das nicht getan habe? Möchtest du gerne die Antwort von Evernote lesen? Bitte frage mich vorher, bevor du sowas in den Raum stellst.

        • Kein Grund sich angegriffen zu fühlen…
          Aber klar, nächstes mal frage ich natürlich vorab, ob ich etwas vermuten oder auf deinen Kommentar antworten darf.

          • Klang kaum nach Vermutung. Und siehst du, auch meinen Satz hast du demnach nicht so aufgenommen, wie gemeint. Natürlich fragt keiner vorher, was er denn kommentieren darf. Ok, lass uns den Tag weiter genießen und es dabei belassen.

    • Das war auch der Hauptgrund wieso ich von Vivaldi wieder auf Chrome gewechselt bin, weil es einfach Webseiten gibt die nicht sauber in einem solchen Exoten Browser wie Vivaldi funktionieren.

      • FriedeFreudeEierkuchen says:

        Welche genau? Würde mich beruflich interessieren. Vivaldi beruht doch auf der Chromium Engine. Ich habe bisher keine Unterschiede gesehen.

        • Ich habe keine Liste geführt :).
          Es ist mir halt bei der Benutzung bei einigen Webseiten aufgefallen, und habe dann jeweils die Gegenprobe mit Chrome und Firefox gemacht und da funktionierte alles.

          Irgendwann war ich dann mal so genervt, dass ich komplett auf Chrome umgestiegen bin und seit dem funktioniert alles 1a wie es soll, daher wechsele ich so schnell auch nicht mehr.

          • @elknipso
            Mit dieser Argumentationskette wären wir wohl noch alle beim Internet Explorer.

            Das eigentlich schlimme beim Chrome Browser ist nicht die Marktmacht, sonden die Sprunghaftigkeit von Google, wo nicht jeder WebGestaltungsVerbrecher hinterherkommt. So darf man weiterhin raten, liegt es am Browser, oder der Webseite.

      • Sehr komisch, verwendet Vivaldi die gleiche Engine wie Chrome, mir ist noch keine einzige Seite untergekommen und ich habe noch keine einzige Web-App entwickelt, bei der ich auf Vivaldi hätte Rücksicht nehmen müssen (während Firefox und Chrome tatsächlich auch heute ganz gelegentlich sich noch unterschiedlich verhalten, da handelt es sich aber meist um Bugs, die die Browser unterschiedlich „korrigieren“ und sich daher unterschiedlich verhalten.

        • „Exotenbrowser“ ist der Vivaldi nun wahrlich nicht, aber ich habe ja schon oben Beispiele genannt, bei denen er aussteigt. Es waren cad.onshape.com und Evernote-Webclipper.

          • FriedeFreudeEierkuchen says:

            Den Workaround zum Webclipper hast du gesehen? (siehe unten). Nicht schön, aber so behelfe ich mir gerade.

            • Ich kopiere den URL in die Zwischenablage und bemühe ebenfalls einen anderen Browser für den Webclipper. Oder speichere per Tagspaces-Erweiterung eine HTML-Seite ab, welche ich dann importiere. Ich starte aktuell nun wieder nur noch für CAD den Chrome.

  5. Karsten Meyer says:

    Ich hänge am Firefox fest, den ich vermutlich seit Netscape benutze. Einziges Problem: Man kann in den Lesezeichen nicht suchen. Oder eigentlich doch, aber am sieht beim Suchergebnis nicht, in welchem Ordner das steckt. Früher gab es eine Erweiterung für diese Funktionalität, die wurde aber nach der letzten großen Änderung nicht portiert.
    Wie läuft das bei Vivaldi? Ich nehme an, der könnte meine Linksammlung vom FF übernehmen? Es sind wirklich viele Links, wohl sortiert in Ordnern …

    Nachtrag: Habe Vivaldi installiert, dabei angegeben, der möge die Lesezeichen von FF importieren, was aber nicht geschah. Nun bin ich ratlos, denn ich finde keine Funktion zum Import.

    • ‚Manage Bookmarks‘ (Ctrl+B) -> rechts oben ‚Import‘ -> Browser auswählen

      • Karsten Meyer says:

        Vielen Dank, Sepp!
        Die Übernahme beim Installieren funktionierte wohl deshalb nicht, weil der FF währenddessen lief. Den musste ich jetzt nämlich schließen.
        Ja, dieses Problem löst Vivaldi sehr angenehm: Eine Suche in den Lesezeichen zeigt die Ergebnisse schön in der Baumansicht. Was ich dabei nur vermisse, ist, dass man überhaupt nur die vergebenen Namen sieht, nicht aber das Linkziel. Ich sehe auch keine Möglichkeit, dieses für einen bestehenden Link zu bearbeiten.
        Aber sonst macht Vivaldi einen sehr feinen Eindruck.

  6. Hm alles kann man anpassen aber diese furchtbaren Panel Dinger kann man nicht komplett los werden 🙁

  7. FriedeFreudeEierkuchen says:

    Vivaldi ist in der Benutzung deutlich angenehmer als Chrome. Allerdings können manche Sicherheitsupdates länger dauern und bei Extrem-Nutzern (wie ich 😉 ) die viele Fenster mit vielen Tabs offen haben, macht er irgendwann die Grätsche. Dann wird jeder Seitenaufbau extrem zäh und die Prozessorauslastung geht in die Höhe.
    Ebenfalls lästig: beim Evernote Web Clipper muss man eine Weile warten, bis er auf Eingaben reagiert. Auf mein Ticket gab es bisher keinerlei Rückmeldung.

    • Schildbuerger says:

      Die Aussage „viele Fenster mit vielen Tabs“ macht mich nun neugierig, da ich bereits ich denke, dass ich zuweilen viele (200+) Tabs, die dann auch in den praktischen stacks gruppiert sind, offen habe. Unter 100 tabs fast gar nicht.
      Die Frage nun: was ist für Dich/Sie „viele/-n“?

  8. Ich speichere meine Sitzung als Lesezeichen Ordner ab und starte diese wo ander neu.

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