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Video Game History Foundation wirft Nintendo Vernichtung der Videospiele-Geschichte vor

Ein Streitthema: Sind Videospiele Kunst oder nicht? Wenn sie als Kunst gezählt werden, dann sollte es auch wichtig sein, die Geschichte dieser Kunstwerke zu erhalten. Dazu zählt es auch, ältere Games verfügbar zu halten. Von „Video Game Preservation“ ist da generell die Rede, denn aktuell schert es Entwickler und Publisher oft nicht, wenn niemand mehr Zugriff auf ältere Titel hat. Das ist insbesondere ein kompliziertes Thema, da einige Spiele nur digital angeboten werden. Die Video Game History Foundation (VGHF) übt in diesem Zuge aktuell scharfe Kritik an Nintendo. Man wirft Nintendo die aktive Zerstörung der Videospiele-Geschichte vor.

Der Anlass ist natürlich, dass Nintendo den eShop für die Wii U und das 3DS im nächsten Jahr schließen wird. Dadurch werden ca. 1.000 Spiele, die rein digital vertrieben worden sind und nur für die Wii U und das 3DS zu haben gewesen sind, nicht mehr auf legalem Weg öffentlich für Neukunden zugänglich sein. Laut VGHF könne man Nintendos Entscheidung anhand der wirtschaftlichen Gesichtspunkte nachvollziehen. Allerdings könne man von Nintendo erwarten, dass für Gamer ein Weg geebnet würde, weiterhin auf die Titel zuzugreifen. Dies wird nur für diejenigen möglich sein, welche die Spiele vorab gekauft haben.

Als Mitglied der Entertainment Software Association (ESA) lobbyiere Nintendo sogar aktiv dagegen, dass beispielsweise Bibliotheken alte Spiele archivieren und anbieten können. Hier werde sich hoffentlich in Zukunft einmal etwas ändern, allerdings hat die VGHF da wohl kaum Hoffnungen.

Eine der Gründer, Frank Cifaldi, rät daher sogar bei Twitter dazu, dass Spieler die Sache selbst in die Hand nehmen und kein schlechtes Gewissen haben sollten, wenn sie etwa einen Jailbreak ausführen. Letzten Endes müssten es die Spieler selbst in die Hand nehmen, da leider von den Entwicklern und Publishern offenbar wenig zu erwarten sei.

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